burneholz
stN.
→
brünneholz
MWB 1 1148,49;
burnehoubet
stN.
‘Quelle’ (?):
ein zweiteil vnd ein acger bi deme burnehoͧbete an der slucken
UrkCorp (WMU)
N141,28
MWB 1 1148,50; Bearbeiter: Tao
burnekeit
stF.
‘brennendes Verlangen’
do hatte si umbe einen roten brunen mantel, der was gemachet
von der minne und nach der burnekeit [Hs.
brunekeit
] der sinnen nach gotte und nach allen
guͦten dingen Mechth
2: 4,49
MWB 1 1148,53; Bearbeiter: Tao
burnen, brunnen
swV.
überwiegend md., vereinzelt auch alem.; s.a.
brinnen
stV. und
brennen
swV.
1 intr. 1.1
‘brennen, in Flammen aufgehen/stehen, glühen’
1.1.1 eigentl. 1.1.2 übertr. ‘entbrannt, entzündet sein’ (in Leidenschaft, seelischer Erregung) 1.2
‘anbrennen’
1.3
‘schmerzen, beißenden Reiz verursachen’
1.4
‘leuchten’
2 tr. 2.1
‘etw./jmdn. verbrennen’
2.1.1 etw. 2.1.2 jmdn. (zur Strafe, als Märtyrer) 2.1.3 mit Ersparung des Akk.-Obj. 2.2
‘eine krankhafte Körperstelle (des Pferdes) zur Heilung
ausbrennen’
2.3
‘etw. reizen (zur Heilung)’ (vgl. 1.3 und
3.2 ) 2.4
‘jmdn. durch Brand schädigen’
2.5
‘etw. schmelzen, gießen’
3 refl. 3.1
‘sich eine Brandwunde zuziehen’
3.2
‘sich mit etw., was beißenden Reiz verursacht (hier: Senf), als
Heilmittel behandeln’
1
intr.
1.1
‘brennen, in Flammen aufgehen/stehen, glühen’
1.1.1
eigentl.:
da ist ein burne, dar inne entzundet man die fakelen,
daz sie burnent Lucid
33,1;
der Kûren burc man burnen sach / nicht anders, dan ez wêre strô
LivlChr
6834;
Pass III
14,45;
do er begonde burnen / und im itzu was vil we ebd.
237,36;
sú [die Welt] búrnet al
zesamene Lucid
143,10;
TvKulm
6158;
an dem vierden tage so brünnet das mer PrEngelb
187,193.
– im Zusammenhang mit den Höllenstrafen:
da búrnet suebel vnde bech, da die selen inne
werden gewizeget Lucid
10,1.
37,5;
von rehte burnent si ouch in der hellen ebd.
129,1;
[Luzifer] burnet mit den argen / dort in der
helle zargen / durch sin vordamnet unheil HeslApk
13429;
Hiob
10545;
ErzIII
6,420;
Pass III
540,38.
– mit Dat.d.P. :
burnit abir enimi man sien guit von umi selbin,
edir von sinimi gisinde von virwarlosikeit Mühlh
174,14.
– Part.-Adj.:
burnder vackeln vil genuc Pass III
300,35;
HvFritzlHl
12,28;
ein burninde fuir Parad
20,5;
burnde brende [vgl. faces Idc
15,4]
HistAE
1692;
einen burnden kol Brun
12367;
Pass III
108,10;
vligen also ein burndez stro Brun
A 5,19
1.1.2
übertr. ‘entbrannt, entzündet sein’ (in Leidenschaft,
seelischer Erregung):
dahin [...], / da [im
himmlischen Paradies] des lutern herzen sin / in minnen
burnet stete uf in [Christus]
Pass III
185,37;
ein mensche mac got also lip habin [...] daz
alle sin lip burnit fon minnen Parad
65,12;
Mechth
7:39,41;
wen sie mit der hizze irs geluste brunnent
Lucid
129,1;
in sunden sy schentlich burnen Hiob
4535.
– Part.-Adj.:
sin herze er stete offen truc / an burnender minne hin zu gote
Pass III
11,19;
mit búrnender minnen Tauler
115,36;
ein burninde begerunge zu den werkin der gerechtikeit Parad
72,17;
mit burndir lust Brun
3049.
–
mit burnenden ougen
‘mit zornigem Blick’
mit burnenden ougen blicte er dar. / als ouch die vrowe wart gewar
/ des herren zorn und ungemach, / als sie an den ougen sach / die ir
buten herten blic Hester
1179;
Pass III
78,16
1.2
‘anbrennen’
daz selbe [d.i. crûde unde smalsât
]
di vil reine / [...] liez versumecliche / an den haven
burnen Elis
6961.
– Part.-Adj., von siedendem Öl:
[...] wolde er [der hl.
Quiriacus] in daz olei treten, / daz si im gemachet heten / uf
des libes ungemach. / als Julianus gesach [...], / daz
er diz burnende leit / an deme olei nicht entsaz Pass III
279,44
1.3
‘schmerzen, beißenden Reiz verursachen’
nezslen burnen hie und da. / swem sie kumen also na /
cleidre bloz an sine hut Daniel
1869;
nesseln, ir sit verwelket. / hende han uch
betelket [angefasst] , / vletige und unreine. / ja
burnet ir dekeine / in irre craft, als sie sal ebd.
2772;
etwenne wirt der zansver uon der spise, di an di zene
burnet, etwenne uon der, di an di zene urusit SalArz
42,4
1.4
‘leuchten’
suze Jhesus, geruche uns hie bewaren, / dat wir zuͦ dir dare
muͦzen varen, / da wir dich den levigen burnen /
sin [sehen] bit deme ewige lihte burnen. / want du
bis de burne da dat liht inne springet, / alse uns de suͦze
selme [vgl. Ps 35,10] singet Lilie
45,24
2
tr.
2.1
‘etw./jmdn. verbrennen’
2.1.1
etw.:
zimmerholtz zu houwene vnde in die stat hvs zv buwene vnde zv burnende
UrkCorp (WMU)
777,20;
die gote die sint wol wert, / daz man brunjen und pfert / und ouch
rische man [als Opfer] dâ mite / burne nâch unser
site LivlChr
4698.
– in med. Kontext: ‘etw. zu Asche
verbrennen’
daz man neme grune eudechsen vnde egelin vnde di
burne zu puluere vnde daz puluer mit rosen ole uf daz houbit striche
SalArz
27,5;
Albrant
3,48;
daz man neme snecken galle vnde eier schalen vnde
si burne mit ein ander SalArz
27,8.
26,58;
(mit pulver als effiziertem Obj.:)
burne ein puluer von ocsenblase vnde von
geizblase ebd.
60,1
2.1.2
jmdn. (zur Strafe, als Märtyrer):
die [Teufel] uns werfen in die
gluͦt, / die uns immer mêr brunnen tuͦt Kröllwitz
2611;
daz si wolden burnen / den bischof PassI/II
260,4.
214,95;
nu sich, / wie nicht mac geburnen mich / din vuwer Pass III
385,20;
er wolte sú bede tuͦn schinden vnd do noch búrnen ElsLA
36,2
2.1.3
mit Ersparung des Akk.-Obj.:
zû burnen was in allen gâch LivlChr
4240
2.2
‘eine krankhafte Körperstelle (des Pferdes) zur Heilung
ausbrennen’
dy [
vlôzgalle, „eine
Ansammlung von Flüssigkeit in den Gelenken und Sehnenscheiden” (vgl.
S. 41 der Ausgabe)] salt du burnen mit eyme heysin ysin, unde
dor uf bint warm brot Albrant
3,61;
zo borne do selbist dem rosse dy huyt inczwey adir wenink,
do der worm leyt ebd.
3,6
2.3
‘etw. reizen (zur Heilung)’ (vgl. 1.3 und
3.2):
der senf von siner grossen hitze burnet di huͦt als
ein nezzel Macer
26,4
2.4
‘jmdn. durch Brand schädigen’
búrnet ern [d. i. ein vnschuldigen
man
] aber mit der heimesuͦche UrkCorp (WMU)
N238AB,16,33;
dat ich noch de mine sie [Stadt Köln] royuen
noch bornen insuͦlen ebd.
37,29,30.
– subst.:
gisce [...] imini dicheini
scade von demi burnini Mühlh
175,10;
der vrien und der rittere genuk, / der unreht got lange vertruk, /
ludern, burnen, hochvart, roup ErzIII
6,419
2.5
‘etw. schmelzen, gießen’
von den essen, da man silbir vffe burnit UrkCorp (WMU)
1161AB,22;
ein ieclich goltsmit sal lodic burnen [(Münzen) nach dem
vorgeschriebenen Feingehalt herstellen] vndir sime ceichine
ebd.
1161AB,33,31.
– wohl auch hierher:
an vrôner stat / dîn bilde wart gebrünnet, / dar in der lebende gotes
degen / von himel nider drâte / sam ûf die bluomen süezer regen
LobGesMar
25,8
3
refl.
3.1
‘sich eine Brandwunde zuziehen’
das selbe [Rosenöl] hilfet, swa
man sich burnet, ob mans da mite bestrichet Macer
15,12;
daz selbe [Wilde Malve] ist
ouch gut uf geleit, swen man sich burnit ebd.
61,11
3.2
‘sich mit etw., was beißenden Reiz verursacht (hier: Senf), als
Heilmittel behandeln’
das man sich mit dem senfez cruͦte burnet, das ist
zu manigen dinge guͦt Macer
26,8
MWB 1 1148,58; Bearbeiter: Tao
burnendic
Adj.
‘brennend, leuchtend’
entfangen wart er eren sat / von Jasone und al der stat / mit burnendigen
kerzen groz Macc
8073
MWB 1 1150,51; Bearbeiter: Tao
burnkrësse
swM.
→ brunnekrësse
MWB 1 1150,54;
burnunge
stF.
‘Brennen, Hitze’
die vliessende búrnunge der heligen gottes minne die
muͤsse hie únser vegfúr sin, da alle únser súnde inne getilget werde
Mechth
7: 34,25;
wand si [Cecilia] eine ganze nacht, / daz sie
dructe nindert schade, / als in einem wazzerbade / in der burnunge
[siedenden Hitze] saz Pass III
642,8
MWB 1 1150,55; Bearbeiter: Gärtner
burrâ
Interj.
→
urrâ
MWB 1 1150,62;
burre
stF.
(aus afrz. borre/bourre).
‘grober Wollstoff’
da [in der Kleidung von einem roten
scharlat
] het burre chleinen wert / wan si het gevnert / vil
starch seinen liehten schein Krone
6847
(vgl. Anm. z. St.)
MWB 1 1150,63; Bearbeiter: Gärtner
burren
swV.
‘sich in Bewegung setzen’ (s.a. bürn,
phurren):
sein [langsam] und ze snellez burren
[
versnurren :
] / muoz man mit fuogen
an die mâze dingen Hadam
486,3
MWB 1 1151,4; Bearbeiter: Gärtner
bursære
stM
‘Verwalter des Schatzamts, Schaffner’ (s.a.
bursenære
):
so sol der prior vnd der vnderprior vnd der chelnær vnd der vnderchelnær vnd
der bursær niht messe sprechen noch wein trinchen noch vische ezzen
UrkCorp (WMU)
1646,21
MWB 1 1151,8; Bearbeiter: Gärtner
bûrschaft
stF.
1
‘Bauerschaft, Gemeinde’ (s.a.
gebûrschaft
) 2
‘gemeines Volk’
3
‘Bürgerrecht’ (s.a. Schiller/Lübben 1,456)
1
‘Bauerschaft, Gemeinde’ (s.a.
gebûrschaft
):
ein chriech, der was zwischem der pawerschaft der gemain von Mvendreiching /
vnd Maier Ekprehts von Rempelchofen UrkCorp (WMU)
2122,19. –
‘die Gesamtheit der Bauern’
diu bûrschaft greif gemeinlîch zuo, / daz er [
der
vurt
] wart gerûmet vor dem morgen vruo Loheng
2854
2
‘gemeines Volk’
er ist niht tvmp, der sich beschiet, / daz er wirt niht lovgenhaft / bî
ungetriwer bowerschaft FabelCorp
12,32
3
‘Bürgerrecht’ (s.a. Schiller/Lübben 1,456):
Vastrat [de Utzricht] gildam et burscaf UrkKölnSchr
2,17
MWB 1 1151,14; Bearbeiter: Gärtner
burse
stF.
‘Börse, Beutel’
sîn [des Schönlings] purse
[Parfümbeutel?] machet in
puneis [stinkend]
SM:Go
4: 2,9
(s. Anm. z. St.);
wolt jr mit vnß zeren, / so must jr burß legen
[bezahlen]
JunghHeinr
249
MWB 1 1151,27; Bearbeiter: Gärtner
bursel
stN.
‘Geldbeutel’
zû wîln er [Judas] gar an sich zôch
[...] bûtel, seckel und stetel, / winkel, bursel und
zunetel JvFrst
880
MWB 1 1151,32; Bearbeiter: Gärtner
bursenære
stM.
‘Verwalter des Schatzamts, Schaffner’ (s.a.
bursære
):
pruder Goͤtfrid der vnderprior, pruder Seifrid der bursner, pruder
Eglof der chelner UrkCorp (WMU)
2346,17;
Judas, / der do ir bursnar was SHort
9125
MWB 1 1151,35; Bearbeiter: Gärtner
bursît
stM.
aus afrz. borsette.
‘kleiner Beutel’
er greif in sinen bursit, / er gap im einen spiegel dar Elis
1336;
in des herren bursit ebd.
4196
MWB 1 1151,40; Bearbeiter: Gärtner
burst
stF., stM.
→
brust
MWB 1 1151,43;
burst, bürst
→
borst
F./N.
MWB 1 1151,44;
bûr|stat
stF.
‘Bauerstätte’ (Versammlungsort der Dorfgemeinde oder kleiner
Landbesitz):
zweî bette dez aggkerz der da lit vf der burstat UrkCorp (WMU)
2260,1
MWB 1 1151,45; Bearbeiter: Gärtner
bürste
swF.
‘Bürste, Haarbürste’
daz ein bürste / sô vil niht hât der borste Helbl
8,553;
ane strælære unde bursten wirdit in [den Menschen
im Jenseits] daz har geslihtit Himmelr
9,22;
maniger hande dinge daz si [Morgengabe der Frau] an
gehœret: bürsten, schære, spiegel unde versniteniu tuoch ze kleidern SpdtL
102,12;
SSp(W)
1:24,3;
UrkCorp (WMU)
51,36. –
uber daz sal er [
der schiltknehte
meister
] strigelen, stemmen unde bursten geben den
brûderen unde vûter den bestien StatDtOrd
110,2
MWB 1 1151,49; Bearbeiter: Gärtner
bürsten
swV.
‘etw. (Flachs, Haar) glätten, reinigen’
disem gestrichen lît sîn vahs / als ein niuwe gebürstet flahs Renner
368;
sumlîche muosten spinnen und bürsten ir [der
Gerlind] den har [Flachs]
Kudr
1006,1;
wol gepursten hâr Wernh
A 1998.
– übertr.:
solt ich lop des fúrsten / ze vollem prise búrsten [von Flecken
reinigen] / das ich es luter vnde gantz / flechten moͤchte
sunder schrantz MinneR 471(Pf)
3,19;
Renner
1140
MWB 1 1151,60; Bearbeiter: Gärtner
burt
stF.
1
‘das Gebären, Geburt’ (s.a.
geburt
) 2
‘Leibesfrucht, Kind’ (s.a.
bürde
) 3
‘Herkunft, Stand’ (s.a.
geburt
)
1
‘das Gebären, Geburt’ (s.a.
geburt
):
wenn man in [den stain
Samius
] pint an ain hant ainer frawen, diu in der purt
arbait, sô helt er die purt auf und hindert si irs fürganges BdN
462,30.
463,10
u.ö.;
vro von der lust, we durch die burt [die Etymologie von
vrowe
]
Frl
5:112,12. –
von der Geburt Christi:
got [...] / durch diner bürte willen hilf uns an daz
himelrich FvSonnenburg
32,12.
16,2;
in des sunes bort Mechth
3: 4,22;
Seifrit
572;
unsers herren puͤrd Teichn
356,54;
wor [l. vor
] gotez burte HlReg
20,29;
nach gotes burt Brun
10819;
sît Krists burt Ottok
7493;
zahlreiche Belege in der Datierung von Urkunden vgl. WMU 1,328f. –
‘Zeugung Christi’
zem andern mâle im [Pilatus] verseit / zû tûn sîn
antwort Christus / durch di swêre vrâgenus / dise burt ze wizzen. / wer hât sich î
gevlizzen / zû ervarn di geburt / oder gar mit antwort / sagen von der êwikeit / dô
Christ in der gotheit / von dem vater nam sîn wesen JvFrst
7571
2
‘Leibesfrucht, Kind’ (s.a.
bürde
):
welheu fraw des trinkt, der mag ir purt niht ab gen
BdN
483,28;
ez [
pfefferkraut
] zeuht
auch die tôten purt auz der muoter leib ebd.
398,21.
417,27
u.ö.;
of si geburt van emo gewunne, dad id ire zweier geburde were
[unvollst. Eintrag I,239
of si geburt gewunne, irre zweier burde
]
UrkKölnSchr
1,237
3
‘Herkunft, Stand’ (s.a.
geburt
):
swer nu hat guot, der swuere wol, / daz sin burt ob eime keiser wære
Stolle
28,8;
ich wær von hôher burte [
: hurte
]
Loheng
7097.
6146.
7523;
hât er die geburt [La. burt
] und jugent
Iw
2089
(vgl. IweinWb s.v. burt);
Suchenw
4,536
MWB 1 1152,5; Bearbeiter: Gärtner
burt
stM.
‘Maulesel’
daz [
maul
] kümpt von
ainem esel und von ainer merhen, sam der burd, der ze latein burdo haizt, kümpt von
ainer eselinne und von ainem pfärd BdN
150,32
MWB 1 1152,37; Bearbeiter: Gärtner
bürtec
Adj.
‘gebürtig’
sande Marien uater der was burtic uon Nazareth unde hiez
Ioachim Spec
96,9;
von Parmenîe ich bürtic bin Tr
5382.
2696;
RvEWchr
13532;
RvEAlex
19587;
Ottok
88357;
er fragt den marnere / von wann er purtig were
HvNstAp
2270;
Iudea, dannan er burtic was Spec
106,18;
der bleip in dem lande / da man si búrtig nande RvEWchr
26444;
dem lande uz dem der wise degin / was geborn und búrtig hiez ebd.
24723.
3270;
die búrtic warin von Cain ebd.
649.
–
sie [die geistlichen Fürsten] sint nicht bürtig
fürsten hie Frl
11:6,16
MWB 1 1152,41; Bearbeiter: Gärtner
burzel
swF.
‘Bürzelkraut, Portulak’ (zur Herkunft s. Etymol.Wb.d.Ahd.
2,473f.):
portilaca [...]: burzala SummHeinr
1:204,426;
dô brâht ein des wirtes sun / purzeln unde lâtûn / gebrochen in
den vînæger Parz
551,20
(als Salat, vgl. Heyne, Hausaltertümer 2,329);
gip im kurbiz zu ezzen vnde purzeln, di gesoten sin in suren
winbern SalArz
69,12
u.ö.
MWB 1 1152,53; Bearbeiter: Plate |