brügel
stM.
‘Knüppel, Keule’
man sach dâ swerte vil erwegen / unde ûf heben manegen brügel KvWPart
14415;
diu swert enwurden niht gespart / und die vil starken brügele KvWEngelh
2735;
brügel werffen ward gespiltt / uss mannes kreften uff in do
GTroj
6808;
ein strîten / mit prügeln und mit schîten BFrau
590.
414
MWB 1 1044,42; Bearbeiter: Hoffmann
brugge
stswF.
→
brucke
MWB 1 1044,49;
bruggen
swV.
→
brücken1
MWB 1 1044,50;
bruht(e)
stF.
1
‘Gesetzesbruch’
2
‘Widerstand’ (?)
1
‘Gesetzesbruch’
so sal [...] der erschbuschof van Kolne of syn
amptman, in des gerichte de bruchte gescheit is, dat richten UrkNiederrh
3,148
(a. 1320)
2
‘Widerstand’ (?):
sin veterlich gehilwe [Gewölk] / mit süzicheit die
brucht [La. den pruch
] betwanc / an der
naturen gilwe [Blässe]
Frl
7:1,14
MWB 1 1044,51; Bearbeiter: Hoffmann
brummen
swV.
1
‘brüllen, brummen, summen’ 2
‘ertönen (lassen)’ , von Blasinstrumenten (vgl. Eitschberger, Musikinstr., S. 166f.)
1
‘brüllen, brummen, summen’:
– vom Löwen:
ein michel gebure [...] bringt
zwen lewen an einer ketten geleitet sere bruͦmmende und sere eistlich
gebarende Lanc
629,23;
ein grimmig bere und ein bruͤmende loͤwe
Mechth
5: 11,18;
HvFritzlHl
8,10.
– vom Teufel:
das brummen und das grimmen und das bissen und das nagen,
das er [Teufel] do tet in sinen banden, das ist
unsprechlich Mechth
7: 39,44.
– von Bienen und Hornissen:
unz daz aineu [Biene] under in
zwir oder dreistund geprumt oder gehumt gegen dem liehten tag BdN
289,15.
290,13.
290,14.
si [Hornissen] prumment
grausenleich mit irn stimmen ebd.
300,27
2
‘ertönen (lassen)’, von Blasinstrumenten (vgl. Eitschberger,
Musikinstr., S. 166f.):
pusawmen und trumen̄ / hiessen sy da prumen̄, / horen und
schalmeyen̄ HvNstAp
7330;
als ain wahter, der mit aim herhorn prummet gegen dem tag
BdN
289,17.
– s.a.
gebrummen
stN.
MWB 1 1044,58; Bearbeiter: Tao
brummieren
swV.
zu brummen.
‘dumpf tönen, brummen’
pusaumen und prummen [La. pusawnen ließ man
prumiern (: drumiern)
] , / pawcken und trumen / slug man
da, das es erhal HvNstAp
11137
MWB 1 1045,13; Bearbeiter: Tao
brumsen
swV.
zu
brummen
.
‘brummen’, im Vergleich:
pei dem merohsen verstên ich ainen iegleichen eifrær, der in
seim haus promsent ist als ain per und gelebt nümmer güetleichen mit seiner
hausfrawen noch mit seim gesind BdN
237,20
MWB 1 1045,18; Bearbeiter: Tao
brûn
Adj.
1 als Farbenbezeichnung mit verschiedenen Nuancen: ‘braun, dunkel, dunkel-,
hell-, schwarz-, rotbraun, braunviolett’
1.1 allgemein 1.2 bezogen auf Personen, Körperteile (bes. Augen, Augenbrauen, Haare) 1.3 bezogen auf Tiere 1.4 bezogen auf Pflanzen 1.5 bezogen auf Stoffe, Kleidungen und sonstige Gegenstände 1.6 in umschreibenden Ausdrücken 1.7 übertr. 2 vom Glanz des Metalls (auch des Glases): ‘glänzend,
funkelnd’
1
als Farbenbezeichnung mit verschiedenen Nuancen: ‘braun, dunkel, dunkel-,
hell-, schwarz-, rotbraun, braunviolett’
1.1
allgemein:
ain mittell farbe unnder weiß und schwartz das ist praun
HvHürnh
76,30;
nim abfeilinch vnd rostiges eisen vnd waiches pech vnd lazze
das lange vnder einander sieden; das wirt schön prawn auf rotem tuch
BairFärb
1,3;
und wem träumt, daz er vil swarzer ding sehe oder prauner
ding [...], der hât vil in im der materi, diu dâ haizt
diu swarz colera oder melancolia BdN
53,15
1.2
bezogen auf Personen, Körperteile (bes. Augen, Augenbrauen, Haare):
Antilocus was [...] ein wol
gewassen brun man Herb
12945;
brûn rôt wîz ist diu vil reine guote, / von den varwen sô
getân daz nie engel schœner wart / an ze schouwen KLD:UvL
39: 6,3;
almehtec schepfer [...], / du
bist ein brûner jungelinc und ein altherre grîse KvWLd
32,17;
daz ich brûn [
nigra
]
bin, ich bin doch schœne und wol gestalt; aber diu sunne hât mich
entverwet [Ct 1,4]
Eckh
5: 114,11;
BdN
461,15;
braun, rodehaft [rötlich ] ist ir
[der Choleriker] varwe gar Physiogn
61;
der ist ainr stumpfen nâtûr, der gar weiz ist oder gar
praun und hât ainen grôzen pauch und krump vinger BdN
51,16;
die ougen brun, swartz, clar Herb
7696;
liehtiu ougen, dâ bî brûne brâ, hâstu und zwei rôtiu
wängelîn KLD:UvL
46: 4,1;
brun, krus, lanc was im daz har Herb
3170;
ir brûnez hâr, ir ougen klâr, / ir rôter munt
KLD:GvN
46: 3,3;
und was sîn hâr brûn unde reit KvWSchwanr
1025;
juncherre wîs [Gott] , du wære
grîs: / nu zieret dich ein brûner vahs KvWLd
1,18;
braun har und niht zu dunne gar, / daz nimt guter tugende
war Physiogn
117.
– von Blutergüssen:
wuͦrde ein man mit steben geslagen vffe sinen rucke vnde
buͦch vnde die slege bruͦn weren vnde blâ vnde vf erhaben
UrkCorp
51,38=606,15
(Stadtrecht Magdeburg/Breslau)
1.3
bezogen auf Tiere:
so ist daz vierde ros braun StrKD
6,199;
eins edelen valken ougen brûn SM:Wi
9: 6,1;
daz [Eichhorn] ist rôt in
etleichen landen und in andern landen ist ez praun oder grâw BdN
158,8
1.4
bezogen auf Pflanzen:
diu heide was von bluomen gar / rôt, wîz, weitvar, /
brûn, grüene unde gel, / swarz, mervar, wolkenhel, / tusenvêch, trûbeblâ, /
stahelbleich, îsengrâ, / purpurbrûn, sîdeval UvZLanz
4751;
in grüene mac man schouwen / bluomen blâ brûn rôt gel
blanc KLD:Kzl
12: 1,8;
RvEBarl
9308;
KLD:UvL
29:1,7;
SM:KvL
18:1,9;
SM:AvR
3:1,7;
SM:Had
19:1,3;
marrubium haizt marobel [...].
daz kraut [...] ist zwaierlai: daz ain weiz, daz ander
swarz. daz weiz ist gevar sam ob sein pleter gesprengt sein mit melb, aber daz
swarz ist praun und hât der sprinkel niht BdN
409,4;
diͤ wize lilj der reinicheide, / diͤ brun
viol der otmuͤdcheide MarlbRh
6,24
1.5
bezogen auf Stoffe, Kleidungen und sonstige Gegenstände:
einin wapinroc er vuorte, / [...]
von brunime samitte / gesnitin Athis
B 41;
Tr
10900;
Wh
407,7;
brûn scharlachen was ir roc Parz
232,26;
Wh
63,22;
Wig
8871;
ein rîcher triblât, / brûn UvZLanz
4818;
da was ein kolter gebreit / von sulcher zierheit, / etwa
wiz als ein sne, / etiswa grune als ein cle, / etiswa brun, etiswa rot
Herb
7237;
der zobel brûn unde breit En
1723.
5198;
Athis
D 147;
Eracl
3813;
ein schapel, / daz was weitîn unde gel, / rôt, brûn unde
wîz Wig
853;
des roc was gel unde brûn / in ein ander geparrieret
ebd.
11297;
Lanzeletes pavilûn, / wîz, grüene, rôt, brûn
UvZLanz
9081;
dar inne sule [=
sûle
] in alle sit / grune, rot, wiz, bla, / brun,
gel, swartz, gra Herb
1816;
ein palas hêt diu künigîn / daz was märmelsteinîn, /
gezieret wol begarwe, / von vier hande varwe: / rôt, brûn, weitîn und gel
Wig
226.
– in Vergleichen:
der zobel was dar ane / breit, brûn alse ein bere En
775;
manchen belz wîten / bestellit brûn als ein brâmbere Eilh(L)
2075;
er [ein kostbares
Goldgewebe] was von timît innen vol, / vil brûner danne ein
vîolate, / reht ebenbrûn der gloien blate Tr
11121
1.6
in umschreibenden Ausdrücken:
– für die weibliche Scham:
er vant die rehten hirzwurz [...]: / diu wurz
was bî dem blanken brûn Parz
644,1;
ez [Hemd] ruorte etwaz brûnes / an ir huf
Tit
81,4
(=
JTit
759,4 );
der brûnen bluomen anger u.ä.
HvFreibTr
3782.
5969
( →
bluome
1).
– für die Brustwarze:
diu [Säuglinge] sie an ir brüstelîn / leite
[...]. / daz brûne an der wîze / dâ sô
wünniclîchen stuont: / in beiden gap siez in den munt UvEtzWh
2258
1.7
übertr.:
iuwer lûter edelkeit / ist worden tunkel unde brûn KvWPart
8439
2
vom Glanz des Metalls (auch des Glases): ‘glänzend,
funkelnd’
di christen heten da gefrumt / manigen helm prunen / blaich
unt uerhouwen, / manige sele zu der helle Rol
4579.
2661.
3345;
KarlGalie
11655;
er sluc sin brun ysen / hine gein Parisen Herb
13967;
vil der brûnen klingen SM:Go
1: 2,1;
mit brûnen scharpfen swerten UvZLanz
8079;
sîn [des Schwertes] brûniu varwe diu wart bleich
Er
9261;
Eracl
1309.
4965;
do begunden die recken / mit den brunen ecken / howen,
schroten, sniden / den wapenroc von siden / vnde den halsberc dar vnde
Herb
4985.
9906.
13034.
Elmend
A 764;
der brune stahel schrit den rinc, / so daz daz fur dar vz
ginc Herb
8757.
–
daz dach ein rîcher samît was, / var als ein brûnez glas Er
8943.
– Lit.: Jacobsohn, Farben, S. 86-89.
MWB 1 1045,23; Bearbeiter: Tao
brûnât, brûnît,
brûnet
stM.
mlat. bruneta, brunetum, afrz. brunet(t)e; Endung
-ât im Anschluss an die Stoffnamen auf -ât, -ît im
Anschluss an samît oder aus afrz. -êt (Palander 109, Suolahti 1,
34 und 71; Frings/Linke zu MorantGalie
5144; Brüggen, Kleidung, S. 270f.).
–
‘feiner dunkelgefärbter Kleiderstoff (wohl aus Wolle)’
vier chnappen mit brvnet / gechleit vnd mit rose Krone
6887;
scharlachen und brûnât / daz wære dâ ein swachiu wât StrDan
6569;
Ottok
7690.
19630;
dat en was scharlachen noch brunit, / mer yd was der beste samyt
KarlGalie
3594.
3358;
grone ind brunyt ebd.
13449;
MorantGalie
5144;
fritschâl, brûnât, vêhe veder Helmbr
1345;
ein kleit von brûnîte KvWEngelh
1308;
vmbe dri vnd sehzic marche silbers [...] vnd vmbe
ainen brunates mantel UrkCorp (WMU)
709,19
MWB 1 1047,1; Bearbeiter: Tao
brûne
stF.
→
briune
MWB 1 1047,18;
brûnen
swV.
s.a.
briunen
swV.
1
‘braun, dunkel werden’
2
‘funkeln, leuchten’ , vom Smaragd
1
‘braun, dunkel werden’
do sich ir brustel dreten [runder wurden] , und ir
reid val har begunde brunen, / do huͦp sich in ir herzen hochgemuͤte
JTit
694,2
(=
Tit
36,2
);
ir klarheit muͤst vor jamer lihte brunen! JTit
2464,4;
geswîget Muot [Allegorie eines Jagdhundes] , daz
bringet mir die krenke, / mîn blenke müeste brûnen Hadam
234,6
2
‘funkeln, leuchten’, vom Smaragd:
der rechte geardete smaract, / swen her in reinem golde stract, / so vorgruen
[l. vergrüenet
] her
[übertrifft er an Grünheit]
[...] / als [= alles
]
irdisch dinc daz gruen is, / wen her von der grunheit brunet HeslApk
7933
MWB 1 1047,19; Bearbeiter: Tao
brûnet
stM.
→
brûnât
MWB 1 1047,32;
1brunft
stF.
zu
brinnen
stV.
1
‘Funke’
2 übertr.
2brunft stF. unter 2
1
‘Funke’
alsus der strît gie webende / hin und har mit sigenunst [Hs.
sigenunft
] . / von wildem fiure manic brunst
[Hs. brunft
] / ûz helmen hert von swerten
stoup Reinfr
20482
(vgl. O. Jänicke, ZfdA 17 [1874], 517 und DWB 11, 2648)
2
übertr. →
2brunft stF. unter 2
MWB 1 1047,33; Bearbeiter: Tao
2brunft
stF.
zu
brëmen
stV. (vgl. Kluge, 154; Pfeifer, EtymWB, S.
176).
– swF.
BdN
124,20.
1
‘Gebrüll, Geschrei’
2
‘Brunst, Brunstzeit’ (wohl mit
1brunft
und brunst stF. vermischt; vgl. auch Dalby, Mediaeval Hunt, 39)
1
‘Gebrüll, Geschrei’
dar nach hebt sich ein braht, / mit rumen [=
ruomen ‘Prahlen’] und mit
guͤten [l. giuden
] brünft
HvNstGZ
5486.
–
windes ~
‘tosender Sturm’
sich hât ein windes brunft [: kunft
]
/ in dem mer ûf geblæget / und kam dô har gewæget / mit starkem sturmwinde
Reinfr
27398
2
‘Brunst, Brunstzeit’ (wohl mit
1brunft
und brunst stF. vermischt; vgl. auch Dalby, Mediaeval Hunt, 39):
der hirz [...]. / ern was nicht in der rechten brunft
HvFreibTr
2402;
daz ein grefe von Hennenberg reht habe drystunt zuͤ iagen: vnd daz ist
eyns in der veiste, daz ander in der roͤte, daz dritte in der bruͤnft
UrkWürzb
39,277
(a. 1326);
wenne seiner [des Kamels] prünften
zeit ist, daz ez unkäuschen wil BdN
124,20;
der gaiz pöckel habent grôzen krieg umb die gaizel, wenn si
in der prunft laufent ebd.
128,35.
– in Vergleichen:
sin ros fuͦr als ain hirz in brunft, / daz ward er
[König Wildomis] galumpiern WhvÖst
10150;
als ain wilder hirs uz brunft, / sus kam gevarn in den strit /
kuͤnc Sar von Asya ebd.
17756
MWB 1 1047,39; Bearbeiter: Tao
brûngevar
Adj.
s.a.
brûnvar
.
‘braun, schwarzbraun’
sîn [des Pferdes] hâr was im brûn
gevar, / von wîzem schûme drûfe gar / als ez eines winders wære besnît
Wh
59,9;
sîns [Jesu] wolgestalten houbtes hâr / linde was und
brûngevar [
niger
] / und ze guoter mâze lanc
WvRh
6205
MWB 1 1047,62; Bearbeiter: Tao
brûnieren
swV.
‘etw. glänzend machen, polieren’, nur Part.Prät.:
er [Schild] was aber gebrûnieret, /
mit lûtere gezieret / reht alse ein niuwe spiegelglas Tr
6611;
sîn niuwer schilt von silber wîz / sô wol gebrûnieret was KvWPart
15187;
auff dem perg [...] / ligtt ain
schones kastell / [...] mit rotem gold ubertragen, / wol
geprunirt und geschlagen HvNstAp
1048;
ir liechte varb kridenwis / die ist so gar durch ziret, / durch glantzet und
bruniret Minneb
1948
MWB 1 1048,4; Bearbeiter: Tao
bruni(g)e
stswF.
→
brünne
MWB 1 1048,14;
brûnît
stM.
→
brûnât
MWB 1 1048,15;
brunken
swV.
Bed. unklar, ‘zur Schau stellen, zeigen’ (Lexer Nachtr.
107)?:
di spilere, / di snodin unkuschere. / [...] si werdin
dicke trunkin, / virretnis si ouch brunkin [Verrat treiben?]
PfzdHech
344,30.
– im Zusammenhang mit der Erläuterung der Züge der Königsfigur im Schachspiel
verwendet:
und wen in stritis getwangin / der kung wurde gevangin / adir wurde do
irslagin, / sin volc muste gar virzcagin. / dorum di rede ist gebrunct / daz he get
og uf ein punct. / idoch ist he also gesit / daz he alum und umme trit / zcu der
sitin, hindin und vort / ufz neste velt und uf den ort PfzdHech
358,12
MWB 1 1048,16; Bearbeiter: Tao
brunlich
Adj.
wohl zu
brunne
.
‘aus der Quelle kommend, rein, lauter’ (oder zu
brûn
‘glänzend’):
ein keiser heißt ein keiser, das er kiesen sal / das recht;
unrecht, gewalt verstoßen hin zutal; / ein brunlich recht sal durch sin herze
fließen Mügeln
26,3
(vgl. Anm. z.St.)
MWB 1 1048,29; Bearbeiter: Tao
brûnlûter
Adj.
‘glänzend hell’
her [Helm] was lieht und wol getân, / brûnlûter als
ein glas En
5705
(vgl.
lûterbrûn ebd.
8800
);
sin helm brûnlutir stâlin / mit lîstin wol gezierit
Athis
E 102;
ir harnasch [...] / brûnlûter als ein zin
UvZLanz
8884;
brûnlûter was ime daz hâr Tr(M)
3334
MWB 1 1048,35; Bearbeiter: Tao
brûnlûtervar
Adj.
wie
brûnlûter
:
brûnlûter [La. brun lutervar
] was ime daz hâr Tr(M)
3334
MWB 1 1048,41; Bearbeiter: Tao
brunn|âder, burnâder
F.
‘Quelle’, bildl.:
dv [Maria] bist di lebinde
burnadre, / uze dir der rinne floz allir gnade Litan
293;
von dînem reinem lîbe vlôz / ein brunnader alsô grôz, / sît
dich genâden nie verdrôz KvHeimHinv
1206
MWB 1 1048,43; Bearbeiter: Tao
brunnære
stM.
‘Brunnenbauer’ oder ‘Brünnenmacher’, als
Beiname:
Heinriches des Brvnners hube UrkCorp (WMU)
365A,37,43.
399,17
u.ö.
MWB 1 1048,48; Bearbeiter: Tao
brünnære
stM.
‘der brünnen anfertigt, Harnischmacher’
man vant ouch dâ zuo der stunde, / swer iht hantwerkes kunde: /
[...] brunnære, / sarwurken und schuostære, / satlær,
becken unde smit Ottok
35026;
Helbl
2,1263
MWB 1 1048,51; Bearbeiter: Tao |