Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
küniginne stF. (3041 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Des nachtes da alles das slaffen qwam das in der konigin pavilun was, der konig stunt off so er behendiclichst mocht | |
| Lionel hielt yn ir roß, und sie gingen da die konigin was und die frau von Maloaut. Und da nam ieglich | |
| bette geleit, ieglich mit syner frauwen. Zu mitternacht stunt die konigin off und ging zum schilde den ir die frauw von | |
| den schilt und fand yn zugeheilt. ‘Frau’, sprach sie zur koniginne, ‘nu sieh ich wol das man uns steteclich minnet.’ Sie | |
| dem kinne; des schampt sich Lancelot ußermaßen sere, und die konigin prúfet es. ‘Frau’, sprach sie zur frauwen von Maloaut, ‘bin | |
| es. ‘Frau’, sprach sie zur frauwen von Maloaut, ‘bin ich konigin, so ist er koniges kint.’ Das sprach sie darumb yn | |
| dann ich.’ Da fraget Lancelot was sie meynde. Und die konigin begund im sagen wie ir die frau von dem Lac | |
| nicht gebrest dann ein ding. ‘Was ist das?’ sprach die konigin. ‘Wer Lancelot myns herren des koniges geselle’, sprach sie, ‘so | |
| schilt volkumen als er zu recht solt.’ Da sprach die konigin sere húbschlichen zu Lancelot: $t ‘Mins herczen frunt und myns | |
| groß unfreud in dem here, und die mere wurden der konigin gesagt alda sie off yrem bet lag. Sie wart ußermaßen | |
| beliben alle dot oder gefangen. Des abendes kam Lyonel zur konigin, und sie bat yn das er Lancelot und Galahot sie | |
| wurden enbunden, und man det sie in ein kamer. Die konigin wacht die nacht alle und wonde von wil zu wile | |
| er sah das sie nit qwamen, er reit zu der koniginn und seyt ir wie sie ein jungfrau hinweg gefurt hette, | |
| by des koniges schilt an ir zinnen. Das gefriesch die koniginn und wart so unfro das ir der dot vil lieber | |
| sere unfro @@s@und zornig. Da reit myn herre Ywan zur konigin und wolt sie trösten. Er enbot ir das sie den | |
| erloßt und gewan mich mit den wapen.’ Da viel die konigin mynem herren Ywan zu fůßen und bat yn das er | |
| so sere gemynnett wurde von ir herren lútden als die kónigin Jenovere was, des konig Artus wip. //Desselben tages streyt man, | |
| were. Da das here alles uber yn geritten was, die konigin reit zu im mit irn jungfrauwen, und furten yn mit | |
| irn jungfrauwen, und furten yn mit großem jamer in der konigin kamer. Und die konigin det sin pflegen, als man zu | |
| yn mit großem jamer in der konigin kamer. Und die konigin det sin pflegen, als man zu recht eins konigs pflegen | |
| gemút von dem volck das er mit abenture in der konigin herberg qwam. Und zuhant da sie yn mit den augen | |
| dem sprang er off und lieff in ein kamer. Die konigin ging bald nach im, umb das sie forcht aber in | |
| er ein stein und wolt sie werffen. Da sprach die konigin das er sie nit enwurff! Zuhant da er sie hort, | |
| schempt. Die frau von Maloant getorst yn nirgent beruren. Die konigin ging zu im und nam yn mit der hant. ‘Stent | |
| Er enwolte durch nymant@@s@ $t nit thun wann durch die konigin allein; sie schuff mit im was sie wolt, sie sant | |
| yn rurt, er wolt yn zuhant slagen; darumb kam die konigin von sym libe nit. Also was Lancelot gut wil mit | |
| sym libe nit. Also was Lancelot gut wil mit der konigin in ir kamer; und alle nacht det sie die kerczen | |
| in eilff nachten nie me geslaffen hett. Des was die konigin ußermaßen fro; sie saß bi im und stunt off, so | |
| ergreiff den schilt den die frau von dem Lac der konigin gesant hett, und hing yn umb synen hals. Darnach begreiff | |
| er were. Man sagt im zuhant das er in der konigin Jenovern herberg were. Da viel er zuhant wiedder in unmacht. | |
| zuhant wiedder in unmacht. Da er aber sprechen mocht, die konigin fragt yn wie es im yczunt stunde. ‘Wol, frau!’ sprach | |
| sitherre das myn frau hie nit enist!’ Da verstunt die konigin das er sich ein wenig bedacht, und nam yn in | |
| hals, und er tobet als von erst. Da viel die konigin aber in unmacht. Underdes $t das sie also lag, kompt | |
| dem pferde, und sie ging mit iren jungfrauwen zu der konigin in die kammer. Underdes was die koniginn von der unmacht | |
| jungfrauwen zu der konigin in die kammer. Underdes was die koniginn von der unmacht komen und stunt gein den jungfrauwen off | |
| der kammerthúre dobende und slagende. Da freget die jungfrauwe die konigin was im were. ‘Ach leider frau’, sprach sie alweynende, ‘er | |
| off ein bette, und er begund ußermaßen sere weynen. Die konigin wundert sich sere wer die jungfrau sin mocht. ‘Liebe frauw’, | |
| slaffen und růgen; und die jungfrau ging wiedder zu der konigin. ‘Frau’, sprach sie, ‘mit urlob, ich wil zuhant hinweg. Ir | |
| icht fure dann dißen selben schilt!’ ‘Ay frau’, sprach die konigin, ‘saget mir wer ir sint! Mich duncket das ir den | |
| ‘Das ist ware, frau’, sprach sie. ‘Liebe frau’, sprach die konigin, ‘nu bitt ich uch das irs durch got thunt und | |
| alle freude abe kumpt.’ Vil sprachen sie sampt, und die konigin bat sie ußermaßen sere das sie ein wil mit ir | |
| schönst.’ Da kůste sie yn und bevalh yn got. //Die konigin was ser fro und ging wiedder fur Lancelot und bleib | |
| in kurczer stunt wiedder und syn stercke. Da begunde die konigin sagen wie das er getobet hett und alles sin thun | |
| des was er ußermaßen unfro und forcht das yn die konigin deste unwerder solt han in irm herczen. Er dorfft aber | |
| er haben wolt, er hett es. Da sagt im die konigin wie sin frau von dem Lack da was gewesen, und | |
| bosen geberde alsamt gesehen hetten. Er forcht das yn die koniginne haßen wurde, des sie nit endet: sie hett yn úmmer | |
| genesen und hatt alles das sin hercz erdencken mag. Die konigin was allweg by im und dett alles das er wolt. | |
| yn alle die welt zu wunder besah. Da was der konigin leit das er so schier genesen was, umb das sie | |
| an maniger stat groß und starck. Lancelot was mit der konigin in ir kamer und horte das gerúff. Er lieff zu | |
| was. ‘Ay liebe frau, durch gott gnad’, sprach er zur konigin, ‘laßt mich durch got zu jhenem stritt farn!’ ‘Vil lieber | |
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