Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
küniginne stF. (3041 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| von rittern, und Galahot ging neben im. Da ging die konigin mit großer gesellschafft von frauwen und von jungfrauwen, und die | |
| zu des kónigs gesellschafft und gingen mit yn. Da die konigin off die stat kam da sie sin wolt, sie saßen | |
| mit im bysit, da sprachen sie lang. Innendes stunt die konigin off und die frauw von Maloaut und hiesch Galahoten und | |
| da dicke riser gewachsen stunden, und saßen da nyder. Die koniginn wiste Lanceloten $t die frauwen die yn so lang gefangen | |
| ersten vergaterung die geschee in dem konigrich von Logers. Die konigin nam ein guldin fingerlin, das fast rilich was, und gab | |
| gesellen, da sie geschieden herdan, so er meist mocht. Die konigin kam zu dem konig und bat yn das er die | |
| das das yn sin meister hett geheißen und geleret. Die konigin und die frau von Maloaut hetten andersitt groß freud und | |
| gerecht urteil daroff gesprochen. An dem funffczehenden tag was die konigin zu radt worden und die frau von Maloaut das sie | |
| mit großen unfreuden und ging in die kamern zu der konigin und sagt ir wie im geschehen was, und bat sie | |
| wol den rat’, sprach sie, ‘das er hie belibet.’ Die konigin stunt off unde ging zu myns herren Gawans herberg, der | |
| an das heubt und an die hende. Da er die konigin sah komen, da stund er off und ging sere frölich | |
| ir, wann er allwegen unverzagt was. ‘Lieber nefe’, sprach die koniginne, ‘ich sieh, ir wollent diße reise ye riten.’ ‘Ja ich, | |
| gut ritter selber, ob er hie were.’ Da vernam die konigin wol das ir beth nicht enhalff, und sprach: ‘Vil lieber | |
| möge.’ ‘Nu thunt so vil durch mynen willen’, sprach die konigin, ‘da ir zu mym herren dem konig koment und besprechent | |
| dem guten ritter gefreische.’ //‘Lant yn farn, herre’, sprach die konigin, ‘sit er nicht bliben enwil, er ist zu maniger suchung | |
| viel er off ein bette und macht großen jamer. Die konigin bleib by mym herren Gawan und nam yn einhalb hien. | |
| dann by im. Min herre Gawan nam urlob zu der @@s@konigine und fur hinweg. Da er uß der stat kam, er | |
| suchten den guten ritter mit mym herren Gawan; und die konigin was mit im uß der stat geritten mit großer geselschafft | |
| listig was, bedacht sich eins dings und sprach zu der koniginne und zu den rittern die mit ir waren alsus: //‘Frauw’, | |
| er zu synen gesellen. Sie sprachen, sie lobetens wol. Die konigin bevalh sie allsament gott, also daten all die ritter die | |
| mit großen freuden enpfangen von dem konig und von der konigin; sie daten ir groß ere, wann sie nye me zu | |
| der geczwerg $t bat den truchseßen urlobes, das er die konigin bespreche. ‘Es ist mir lieb’, sprach der truchseß, ‘ich wil | |
| ‘ich wil mit uch gan.’ Sie kamen beide fur die kónigin, und das geczwerg sprach: ‘Ach edele frau, habent myn gnade | |
| libes unselig hab gemacht.’ ‘Nu enhabet kein angst!’ sprach die konigin, ‘ir werdent nymer me also geleitet, mag ichs geschaffen.’ ‘Das | |
| tages darnach kam die frau von Rodestock wiedder zu der konigin und spracheten sere lang mit einander. Die konigin batt sie | |
| zu der konigin und spracheten sere lang mit einander. Die konigin batt sie eyner bete, und sie sprach, sie wolt gern | |
| sies nit thun wolle.’ ‘So helff mir gott’, sprach die konigin, ‘wil sie yrn vettern da mit nit lösen, so sol | |
| darnyder was gevallen in onmacht. Er kam wiedder zu der konigin und seit ir das sies kein wise nit endete, ‘ich | |
| fleisch das ich nu lebendig weiß.’ ‘Nu enruchent’, sprach die koniginn, ‘ich thu ir all ir schalkeit gelten ee dann sie | |
| gelten ee dann sie von mir icht verre kům.’ Die konigin nam die frauwen von Rodestock und leit sie in ein | |
| sie des nehsten tages heimwert wolt riten. ‘Myn frauw die konigin bat mich sere das ich blieb, ich wolts aber dhein | |
| sie sich und kamen wiedder zu hofe umb urlob. Die konigin bat sie sere das sie belieb, das es alles ir | |
| uff und nam die frauwen mit der hant, und die konigin nam Hestors amien einsitt und runde mit ir. ‘Helffent ir | |
| ir. ‘Helffent ir mir uwer frauwen nicht betriegen’, sprach die konigin, ‘ich werd uch nymer holt.’ ‘Wie möcht ich das gethun, | |
| gethun, frauw?’ sprach sie. ‘Sie hatt mich gebeten’, sprach die konigin, ‘das ich sie nicht bitten soll umb den geczwerg, nochdann | |
| gesprochen, frauwe, als die best frauw die nu lebet.’ //Die koniginn und die jungfrauwe gingen zu der frauwen von Rodestock, und | |
| die jungfrauwe gingen zu der frauwen von Rodestock, und die konigin sprach: ‘Frau von Rodestock’, sprach sie, ‘ich bitt uch und | |
| ‘Gelobet mirs herre, jungfrau, $t mit uwer truwe!’ sprach die konigin; und sie gelobets ir mit ir truwe in ir @@s@hant. | |
| ‘Wißent ir, frau, was ir mir gelobet hant?’ sprach die konigin, ‘ir hant mir gelobet das ir den geczwerg mit gnaden | |
| ymant. Uber ein gůte wil sprach die jungfrauwe zu der koniginne: ‘Ach frauw, frau kóniginne, wie unnah ist also viel gůtes | |
| wil sprach die jungfrauwe zu der koniginne: ‘Ach frauw, frau kóniginne, wie unnah ist also viel gůtes an uch als man | |
| yn ummer gebet.’ ‘Ich glaub es werlich wol’, sprach die koniginne, ‘ir wert anders des geczwerges nifftel nicht, ir wert dann | |
| schalckechter dann andere wip. So helff mir got’, sprach die konigin, $t ‘ir mußent es thun, oder ir verliesent alles das | |
| dann ers mit mym urlob dete.’ ‘Hutent uch’, sprach die konigin, ‘das ir kein ding enthúnt, ir werdent dann darzu beczwungen; | |
| sprach die jungfrau. $t ‘Das ist nemelich war’, sprach die koniginn und stunt off. ‘Frauw von Rodestock’, sprach sie, ‘nů hutent | |
| sprach sie zu dem geczwerg, ‘hastu mich darumb gein der konigin verraten das sie mich also betrogen hatt? Du gewinnest doch | |
| Hestor sere unfro, und der geczwerg ging wiedder da die konigin was und sin frau und sagt yn wie syn nifftel | |
| und wie sie den grösten jamer mechte. Das erbarmet die konigin ußermaßen sere, wann sie wol wúst wie ir zu můt | |
| der jungfrauwen und bracht sie weynende gar sere fur die koniginne geleitet; sie hette sie sere geflehet und gebeten und geraten | |
| verseit noch gelobet, und schweig alschone und bedacht sich. Der koniginne was sere leit das sie ir so viel gesprochen hett, | |
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