Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
küniginne stF. (3041 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sint!’ @@s@Der ritter nam urlub und reit hinweg zu der konigin und gnadet ir sere das sie yn von lesterlichem tode | |
| der herczog von Yberge und manig ander meisterlich ritter. Die kónigin Genover was oben off die mure gegangen, den thorney zu | |
| den roten schilt umb synen hals; er reyt fur die konigin zu dem thorney wert. Er macht sich zu jostiern wiedder | |
| und sie entwapenten yne und bunden im syn wunden. Die konigin und alle die mit ir waren sahen wol das der | |
| ritter gewunt was. ‘Ich wil yn faren sehen’, sprach die kónigin. Sie saß uff ir pfert und reyt darwert, und ir | |
| yglicher rieff: ‘Kert uch umb, hie kompt myn frauw die kóniginne!’ Der ritter was wiedder komen zu imselber und hort das | |
| also sprachen, er slug die augen uff und sah die konigin zu im komen, er hub sich off úber macht und | |
| off úber macht und bleib siczende. ‘Lieber herre’, sprach die koniginne, $t ‘wie sint ir farnde?’ ‘Ich fare wol, frauw’, sprach | |
| ‘Er ist tot’, sprach yglicher der da by stunt. Die kónigin reit von im und mocht den jamer von im nit | |
| Dolorosen Garden dem konig Artus off det thun und der koniginne. Er antwurt im krancklich: ‘Doch’, sprach er, ‘ich bin ein | |
| lieb. //Der konig Artus reyt zu lande und auch die koniginne. Das here schied sich, und wart der thorney also gerufft. | |
| off getan?’ Das sprach er zu der porten da die konigin so lang vor hielt, da er vor ir inn reyt | |
| nach im zu ging. Er wond wol das yn die konigin darumb úmmer solt haßen. ‘Kament ir ye off diße burg?’ | |
| jemerlich botschafft.’ ‘Was ist das?’ sprach er. ‘Myn frauwe die konigin ist gefangen innen der Dolorosen Garden!’ ‘Welch koniginn ist das?’ | |
| frauwe die konigin ist gefangen innen der Dolorosen Garden!’ ‘Welch koniginn ist das?’ sprach der ritter. ‘Des konig Artus wip’, sprach | |
| ‘ob derselb ritter zu der Dolorosen Garden keme, wurd die koniginne erlößt?’ ‘Ja sicherlich’, sprach der knappe. //‘Nu kere wiedder zuhant | |
| knappe. //‘Nu kere wiedder zuhant und sag myner frauwen der koniginn das sie sicherlich noch hint erlößt werde, und derselb ritter | |
| gande der yn gesucht hett. ‘Wo ist myn frauw die koniginn?’ sprach der ritter. ‘Ich wil uch dar geleyten’, sprach er, | |
| der knapp war hett, und der knapp verriet yn: die koniginn enwas da nit. Und der knecht besloß die thúr so | |
| darumb nit enwúst.’ ‘Frauw’, sprach er, ‘ist myn frauwe die koniginn noch erloßt?’ ‘Sie ist erlößt’, sprach die jungfrauwe, $t ‘und | |
| im gesant $t hetten, das er im sagte das die koniginn gefangen were. ‘Da gedachten wir wol das uwer byderbekeit und | |
| sah, da was er syn ußermaßen fro, also was die koniginn und alle die in dem hofe waren. ‘Lieber nefe’, sprach | |
| sich an treum nit keren.’ Der konig ging zu der koniginne und sagt ir wie im getreumet was. Sie saget im | |
| nit wust was er thun solt. Er ging zu der koniginne und sagets ir. ‘Ob got wil, herre’, sprach sie, ‘es | |
| mere wúst. ‘Ja ich, herre’, sprach er, ‘min frauw die koniginne ist hie by zu Kamahelot.’ ‘Welch konigin?’ sprach der ritter. | |
| ‘min frauw die koniginne ist hie by zu Kamahelot.’ ‘Welch konigin?’ sprach der ritter. ‘Des konig Artuses wip’, sprach der ander. | |
| ist sie dann?’ sprach er. ‘Es ist myn frauw die konigin’, $t sprach der fremd ritter. ‘So mir gott’, sprach der | |
| der ander, ‘das ir mir nit getúrret volgen fur die koniginn, da hien ich wol gan und riten getare.’ ‘Werlich’, sprach | |
| rifier was zwuschen dem ritter und des koniges huß. Die koniginn lag off einem fenster off einer loren und sah in | |
| und sprach: ‘Frauw’, sprach er, ‘sagent mir ob irs die konigin sint!’ ‘Ja ich, herre’, sprach sie, ‘warumb fragent irs?’ ‘Ich | |
| fragens darumb, frau’, sprach er, ‘das ir wol zu recht koniginn sollent syn; und enwerent irs auch nit, so glichent ir | |
| syn; und enwerent irs auch nit, so glichent ir eyner koniginne doch wol. Ich besiehe uch gern, sicherlich, frauw, umb eins | |
| ander.’ Er kert umb und reit zu wald wert. Die koniginn rieff im wiedder und fragt yn wer der ritter were, | |
| ritters nit gesehen der da fur geritten was. Da die koniginn hort das im nymant saget wo der ritter hien were, | |
| wald wert.’ Er hub das heubt off und ersah die koniginn off der loien; er wúst wol das sies was, da | |
| ‘Ritent bald’, sprach sie, ‘er ist lang da!’ Da die koniginn sprach ‘Rytent bald!’, da nam er das roß mit den | |
| endeth anders nit dann das er hinder sich geyn der konigin sah. Das roß durst und lieff zu dem waßer und | |
| tieff und breit, und sin augen waren allweg off der koniginn. Das waßer was groß und ging an die muren von | |
| und ging an die muren von den loien da die koniginn off was. Da das roß uber geswamm $t biß an | |
| gewerden wies wolt, und saß er allschone. $t Da die koniginn sah das der ritter so tieff in dem waßer was, | |
| das er lang enweg were. Da fragt er wo die koniginn $t were. Man sagt im das sie zu den loien | |
| Er stunt ab und ging zu ir. Da yn die koniginn sah, da begund sie im zuruffen: ‘Herre, myn herre Ywan’, | |
| er uber was komen, da begund er aber off die koniginne zu sehenne, und sin roß ging jhens waßer nyder. Da | |
| keyn were darwiedder. Myn herre Ywan was wiedder zu der koniginn kumen und sprach, der ritter wer ertruncken, were er im | |
| und der ritter mit im. ‘Ensehent ir nicht?’ sprach die koniginn zu mym herren Ywan, ‘ich enweiß wer unsern ritter gevangen | |
| wesen möcht. Myn herre Ywan furt sie beid fur die koniginn. ‘Frau’, sprach er, ‘Dagenot $t hatt dißen ritter gefangen. Nu | |
| myn herre Ywan. ‘Das ist mir lieb’, sprach Dagenot. Die koniginn begund fast sere zu lachen und alle diß horten. Da | |
| er, er hett zwen ritter dot geschlagen oder dry. Die koniginn sah wol das der ritter sere wol gemacht was von | |
| Der ritter hielt syn glen neben im. Da er die konigin hort reden, da hub er zuhant syn heubt off und | |
| entfiel im die glene, und schoß das ysen durch der kóniginn mantel. Sie sah den ritter an und rúmde mym herrn | |
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