Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
küniginne stF. (3041 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| kêrte in die wal hin wider dan,/ dô er die küniginne vant/ in strîte ligen. alzehant/ sluoc er ze tôde si | |
| in den ziln und in den tagen,/ dô er die küniginne nam/ von Kriechen und dannen mit ir kam/ und ûf | |
| wider gæben gar,/ waʒ ir guotes wære dar/ mit der küniginne komen,/ daʒ in Pârîs hete genomen/ und ouch dar zuo | |
| beʒʒerunge./ dô nam der edel junge/ Dêîfebus der wîgant/ die küniginne dâ zehant/ sînes bruoders wîp ze wîbe,/ daʒ er dô | |
| vür/ al die rede, die mit bete/ gên im diu küniginne hete,/ diu schuldenhafte Helenâ,/ und sagete in gewærlichen sâ,/ wie | |
| gar gên ir verkorn./ Nû diu grôʒe unminne/ gegen der küniginne/ mit friuntlicher sicherheit/ versüenet wart und hin geleit,/ ir rât | |
| krieges gar,/ durch daʒ wan Ajax aller diet/ ûf die küniginne riet,/ durch die sô manic helt verdarp/ und alsô manic | |
| Artus begunde gewaltig konig zu werden. Nochda enhatt er die koniginne Gynovier nicht lang gehabt, und er hatt viel zu thun | |
| biß ir wiedder koment.’ Da ging der konig zu der koniginn und sagt ir wie yn Claudas hett gebetten syn burgk | |
| vierczig tagen, das ich yn gewaltig thu myner burg.’ Die koniginne @@s@entsaß sere enterbniß und riet im das er also dete, | |
| verretery.’ //Also als der konig vor sprach, also dett die konigin. Da sieß da alles hatt bereyt, da sagt sieß dem | |
| langk. //Al$/ denselben weg reyt der konig uß und die koniginn uff zweyn pferden sanfft gande und schon, und ein knecht | |
| clare wart, und saß off syn roß und ließ die koniginn und ir geselschafft uff dem lac, der vil groß was. | |
| lack was von heidenischen zytten geheißen Dyanen Lak. Dyana was koniginn zu Sicilien by Virgilius gezyten, der gůt auctor was. Da | |
| und sprechen fúrter von dem konig Ban und von der koniginne sim wybe, des wir lang geschwiegen hann. Nů sollen wir | |
| cleyn und jungk, und enmocht im keyn hilff gethun. Die koniginne was ein j#;vunge frauw und sanfft gezogen, wann sie was | |
| von des konig Davids geschlecht; und erbarmet yn das die koniginne und sin kint durch armut musten rumen das lant, und | |
| nyder von der höhe zu den andern pferden. Da die kóniginne das roß sah komen gelauffen, da sprach sie zu dem | |
| da gab er eynen so großen schrey das yn die koniginn hort und erschrack so sere das sie das kint ließ | |
| macht den grosten jamer der ie gehört wart. Da die konigin yren herren dot sah, da viel sie in onmacht uff | |
| tale und der felse wiedder halle. @@s@//So vil weynt die koniginne das sie nit me enmocht und so múde wart großes | |
| enwas auch nit ferre off den tag. Da sprach die kónigin zu der jungfrauwen: ‘Schöne jungfrauw, durch gott laßet mir das | |
| freud und alles gemach hat es hut verlorn.’ //Was die koniginne sprach, die jungfrauw sprach ein wort nicht; und da sie | |
| fuß zusamen und sprang mit dem kinde hininn. Da die konigin ir kint gesah in dem lac, da viel sie zuhant | |
| den sie machte. //Den ruwen und den jamer, den die koniginne macht, ist unmúglich yemant zu sagen. Zu der stunt da | |
| sprachen: @@s@‘Frauw, got gebe uch große freude!’ Da sprach die konigin: ‘Werlich frauw, des bedorfft ich gar wol, wann ich ein | |
| sie wer sie were. ‘So helff mir gott’, sprach die koniginn, ‘uch endarff nit viel ruchen wer ich sy zu dißer | |
| ebtißinn: ‘Werlich frauw, mich duncket wie es myn frauw die koniginn $t sy.’ Da begund die ebtißinn sere weynen und sprach: | |
| gott, frauw, sagent mir ob irs sint myn frauw die koniginne!’ Da viel die koniginne zuhant in unmacht. Da sie wiedder | |
| ob irs sint myn frauw die koniginne!’ Da viel die koniginne zuhant in unmacht. Da sie wiedder zu irselber kam, da | |
| nit, wann ich wol weiß das irs myn frauw die koniginn sint!’ ‘Werlich das ist war, liebe frauw, das ich wol | |
| war, liebe frauw, das ich wol mag heißen die Ruwig Koniginn.’ $t Dannen von, das sie irselber dißen namen gab, ist | |
| diß mere geheißen an dem anegenge ‘das mere von der koniginne mit den Großen Ruwen’. Da sprach sie wiedder zu der | |
| ersten wie es uch kumen sy!’ Da saget ir die koniginne $t was ir wiedderfarn was, von dem anbeginne biß an | |
| closter und stifftens zu allererst.’ @@s@//‘Durch got, frauw’, sprach die koniginne, ‘und durch uwer sele willen bitt ich uch das ir | |
| sins auch sere fro das uns gott ye so hoher koniginn gesellschafft geben wolt.’ Alda zuhant wurden der koniginne $t ir | |
| so hoher koniginn gesellschafft geben wolt.’ Alda zuhant wurden der koniginne $t ir schönen zöpff abgeschnitten von irm schonen heubt. //Zuhant | |
| wart gewihet, da trug man den konig aldar; und die koniginn fur aldar selb dritte nunnen und zwen cappellan und zwen | |
| selb dritte nunnen und zwen cappellan und zwen bruder. Die koniginn hett einen sitten: wann sie von der kirchen kam und | |
| kurcze wil wart mere uber alles das lant das die koniginn von Bonewig, Alene, ein nunne were, und die stat wart | |
| got und ir sele zu behalten und auch durch der koniginne willen. - Alhie múßen wir laßen die rede von der | |
| willen. - Alhie múßen wir laßen die rede von der koniginn und ir gesellschafft und furwert $t sprechen von dem konig | |
| das lant so sie allerlangst mochten. @@s@Und ir frauw die koniginn Evaine was off eyner burg, die ir zu morgengabe was | |
| was alles verlorn, biß an die burg alleyne da die koniginne uff was. //Da Claudas gewann alles das lant inn synen | |
| inn synen gewalt, da besaß er die burg da die koniginne inn was. Des wart die frauw erfert und hett angst, | |
| zu danck spad und fro. Des selben tags, als die koniginn fur von Můntlahyr, geschah das der konig Claudas $t eyn | |
| konig Claudas furen, und fůrt sie hinwegk. Ob da die koniginne unfro blieb, des endarff nymands zwyveln, wann dhein man enmöcht | |
| und furt sie da sie allergemachlichst waren und allerheimlichst. Die koniginne verleib in dem hofe und viel dem ritter zu fůß | |
| reyt aldare und fant die burgk offgegeben; wann da die koniginn nicht daroff getorst beliben, da getorst keyn man die burg | |
| múßen wir die rede laßen und sprechen furter wie die koniginn Evaine gefur, die des konig Bohortes wip was von Gaune. | |
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