Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
komen stV. (9649 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| nie./ nû merche selbe rehte wie/ möhte er von gote chomen sîn:/ ez wart manic tûsent chindelîn/ ze sîner gebürte verlorn./ | |
| fürste under in/ und was etwanne hin/ nahtes zuo Jêsû chomen/ und hæte von im vernomen/ wie man in gote geborn | |
| niht hât verchorn/ und hât ôt zuo der phliht,/ der enchumt ze gotes rîche niht,/ des nieman teilnümftic wirt/ wan er, | |
| hâr/ mir selben enmohte gefromen/ noch von der stat niender chomen/ niuwan als man mich truoc./ schiere hôrte ich genuoc/ zeichen | |
| mir dô seite/ daz siechen vil von im genas,/ dô quam ouch ich dâ er was/ und ruofte in an umbe | |
| daz von Sabâ,/ von Tharsô und von Arabiâ/ drîe chünige quâmen gevarn/ in zwelf tagen ûf tromedarn,/ die ze sîner wiegen | |
| Israhêle bechomen.’/ dô daz hêten vernomen/ die gotes widerwinnen,/ si quâmen von ir sinnen/ in eine starche tobesuht./ si vergâzen êre | |
| vater? ob er/ in vor dem tôde welle ernern,/ sô chome! und die uns in hiute wern,/ die vâhet swâ man | |
| ez ist niuwan eclypsis./ der mâne ist für die sunne chomen/ und hât ir den schîn genomen./ irn sult ez niht | |
| die rede fürder tuon’,/ sprâchen die juden wider in./ nû quam ouch Jôsêp hin,/ ein edel decuriô/ von Aramathî, er warp | |
| im die juden gehaz./ Hœret waz si nû tâten:/ si quâmen für Pylâten/ und sprâchen: ‘herre, wir hân vernomen/ daz uns | |
| sprâchen: ‘herre, wir hân vernomen/ daz uns ze schaden mac chomen,/ wes dirre trügenære jach/ und ze sînen jungern sprach:/ «ich | |
| daz Christ erstanden wære./ diu rede was in swære./ si quâmen schiere dar/ und sprâchen zuo den rîtern: ‘war/ ist dirre | |
| dar/ und sprâchen zuo den rîtern: ‘war/ ist dirre trügenære chomen,/ oder wer hât in iu genomen?/ ist er verstoln oder | |
| liezet geschehen.’/ ‘wir getorsten nie dar gesehen./ dô die engel quâmen/ und den stein abe nâmen,/ dâ schein ein lieht vaste,/ | |
| niht umb ein hâr./ Diu wortzeichen sint ouch hie:/ ezn quam dehein mensche nie/ wan armiu wîp, die suochten in/ vor | |
| Jôsêp tôten want./ dô giengen si weinende dan./ dar nâch quâmen zwêne man,/ die luogten ouch in daz grap./ sine truogen | |
| gereit.’/ dâ si hêten hin geleit/ Jôsêben ir gevangen,/ dar quâmen si gegangen./ die tor si balde hiezen,/ rigel und tür | |
| sehen’,/ sprâchens, ‘waz ist hie geschehen?/ ist er hin? wâ quam er ûz?/ nûne ist doch sô tiure als umbe ein | |
| daz wir niht wizzen chunnen/ wie si von hinnen sint chomen/ oder wer sie uns hât genomen./ sie habent die christen/ | |
| bî.’/ Alsus schieden si sich dâ./ vor dem bischof Cayphâ/ quâmens aber zesamen./ dô seit man in daz benamen/ daz Jôsêp | |
| enliezen/ daz der sêle solde fromen/ nie gegen einem worte chomen./ Ein immer wernde erbenôt/ und einen endelôsen tôt/ wurben si | |
| niht von iu alsô/ daz ir mîn êwiclîche enbert./ ich chume iu swanne ir mîn gert,/ dar an enzwîvelt niht!/ swes | |
| umbe sîn vart?/ als er hiute von iu vert,/ sô chumt er, des sît ir unbehert,/ der werlde ze angesihte/ strenge | |
| die stat/ und wâren drinne als er sie bat./ und quam in an dem phingestage/ nâch der wâren schrift sage/ der | |
| sprâche sîn/ endeclîche dâ vernam,/ von swelhem lande er dar quam./ man sach dâ dannoch mêre/ ir antlütze brinnen sêre,/ doch | |
| der gewære./ er bereite sich und fuor mit in/ und quâmen mit ein ander hin./ dô man in der stat vernam/ daz | |
| man in der stat vernam/ daz Jôsêp mit den boten quam,/ die juden wâren harte vrô/ und bereiten ime dô/ einen | |
| gân,/ sînen müeden gast ruowen lân,/ und fruo hin wider quæmen,/ spræchen und vernæmen/ swes si ze rehte gerten./ die herren | |
| aber die juden enein/ daz der besten under in/ sumelîche quæmen hin/ dâ si den herren liezen./ die tumben si hiezen/ | |
| her unde hin/ ûf dem anger sâzen,/ als ez in quam ze mâzen/ und ieglîchem tohte,/ daz er gehœren mohte/ waz | |
| in churzer zît/ fuor er hin ze himel wider/ und chumt von dannen her nider/ gewaltic an gerihte./ dâ müezen sich | |
| gebete./ sine grüezent wîp noch man/ und sehent niemen an./ chomt selbe oder sendet dar/ iuwern boten, der iu rehte ervar/ | |
| ir uns dar an gefromen’,/ sprâchen die juden, ‘daz si chomen/ zuo dem templô hie bî,/ dâ unser meisterschaft sî/ und | |
| alse vil/ niuwan swaz ieglîcher wil./ dâ von ist guot, choment si her,/ daz des hie ieman enber/ si enfinden die | |
| und ez die juden vernâmen,/ mit aller ir maht si quâmen/ und enphiengen sie sô rehte wol,/ sô man werde geste | |
| reinen/ sîne triuwe aber bescheinen,/ daz er in ze staten quæme/ und sich die rede ane næme,/ die herren er sô | |
| chünic Christ,/ der aller tugende orthabe ist,/ ze der helle chomen solde,/ den gewalt er stœren wolde,/ dô bat der alte | |
| und obedach,/ daz ist alles leides vol./ der dar în chomen sol,/ swelher unsæliger leides gert,/ der wirt mit leide hie | |
| vil nâch âne wer benomen.»/ si sprâchen: «sol der her chomen/ der solhiu wunder dort begie/ vleischlîcher, sol des geist hie/ | |
| ichz rehte habe vernomen,/ si jehent daz nû her sül chomen/ ein starc gewaltigære./ waz ob sich unser swære/ mit dem | |
| chraft gevie/ rehte als dô ich von hûse gie./ der quam mit einem winde,/ sô senfte und sô linde,/ alsô diu | |
| mîn ger/ danne der wint wæte her,/ und wære gerne chomen dar,/ daz ich der wünne garten gar/ innen hæte gesehen./ | |
| gesehen./ des enmohte leider niht geschehen./ Ein engel mir engegen quam,/ der mich von dem gedinge nam./ ‘Sêth, wâ wil dû | |
| fümf hundert jâr/ und fümf und fümzic dannoch mê;/ sô chumt er selbe und niht ê,/ der die helle brichet,/ die | |
| daz unser vreude nie man/ erdenchen noch erahten chan./ schiere quam aber ein stôz/ alsô chreftic und sô grôz/ daz rigel | |
| geschach,/ des vergâze wir dô gar./ nû was einer ê chomen dar,/ den bechande unser dehein./ an wæte und an antlütze | |
| sprach mit jæmerlîchen siten:/ ‘herre, nû gedenche mîn,/ sô dû chumest in daz rîche dîn.’/ ‘für wâr’, sprach er, ‘sag ich | |
| mit mir.’/ alsô bin ich», seite er,/ «in sînem geleite chomen her/ und warte sîner genâden hie./ ich gesach dehein hellewîze | |
| sol dâ ûze sîn:/ daz lêhen hân ich im verlân.”/ dô begunden die ritter zuo gân:/ sumelich gâben im ir gewant,/ | |
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