Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
komen stV. (9649 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| enbîzen solde/ und den tisch rihten wolde,/ dô sprach der phaffe Amîs:/ “ir sult den êwigen prîs/ mit disem inbîze bejagen,/ | |
| tor/ dar in din herʒe liſe:/ in einer tuben wiſe/ quam er ʒuo dir geſwungen,/ und het doch e geſungen/ alſam | |
| zwei zesamne truogen./ doch kunden si mit fuogen/ zuo einander komen niht/ alsô daz si zer minne pfliht/ ir gernden willen | |
| minne die si treit/ dem werden ritter vil gemeit’./ /Alsus quam er des überein/ daz er den gelieben zwein/ ir trûtschaft | |
| sprach si, ‘lieber lîp,/ mîn man ist an den willen komen,/ als dû wol selbe hâst vernomen,/ daz er mich flœhen | |
| wîbe guot,/ der werde ritter hôchgemuot/ wære niht von lande komen’./ sus wirt der zwîvel im benomen/ den wider mich sîn | |
| rehte frô,/ got gefuoctez danne alsô/ daz er ze lande quæme/ und etewaz vernæme/ von der lieben frouwen sîn./ des wart | |
| leit des grimmen tôdes pîn./ /Dô er zuo der veste quam/ dâ diu frouwe tugentsam/ was inne bî der selben zît,/ | |
| daz leben und den lîp benomen,/ der von sînen gnâden komen/ was durch hôher schulde werc./ Nu hæte er dâ ze | |
| wît/ gemachet eine hôchgezît,/ und was diu zeinen ôstern./ des quâmen ûzer clôstern/ vil hôher ebbete in den hof/ und manic | |
| und manic werder bischof,/ der mit êren îlte dar./ ouch quâmen dar in liehter schar/ grâven, frîen, dienestman,/ die daz rîche | |
| die daz rîche hôrten an/ und den keiserlichen voget,/ die quâmen alle dar gezoget/ in wünneclicher presse./ nu daz gesungen messe/ | |
| der keiser Otte/ mit sîner fürsten rotte/ von deme münster quæme,/ daz er dâ wazzer næme/ und er enbizze sâ zehant./ | |
| sich/ rîlicher manheit an genomen./ er was mit deme kinde komen/ von Swâben dar, als ich ez las,/ wand er sîn | |
| unde ein lût gebrehte grôz./ /Nû was ouch der keiser komen/ und hæte wazzer dâ genomen/ und was gesezzen über tisch./ | |
| der sînen lîp benomen,/ sô ist er uns ze früeje komen/ von Swâben her in ditze lant./ er werde schiere nû | |
| für den keiser freissam./ und als er für sîn ougen quam/ unde er in von êrste ersach,/ mit zorne er wider | |
| êrsten grîfet an./ sît daz ich niht genesen kan,/ sô kumt der wirt ze freisen,/ ich stiche im ab den weisen/ | |
| was an êren offenbâr./ Dar nâch wol über zehen jâr/ quam ez von geschihte alsô/ daz der kaiser Otte dô/ eins | |
| lêhen von dem rîche,/ daz im der snelliclîche/ ze helfe quæme bî der stunt./ dâ bî tet er den fürsten kunt:/ | |
| den ritter wol bescheiden/ von Kempten hiez er für sich komen,/ er sprach: ‘ir hânt daz wol vernomen,/ daz der keiser | |
| und ich der fürsten einer bin/ der im ze helfe komen hin/ über daz gebirge sol./ dar zuo bedarf ich iuwer | |
| wol daz ich/ für den keiser niht getar/ ze hove komen, wande ich gar/ verwürket sîne hulde hân./ ir sult der | |
| Kempten Heinrich allez barc/ sich vor des keisers angesiht/ und quam für in ze liehte niht,/ wand er in durch den | |
| wol bedâht/ was gesezzen in daz bat,/ dô sach er komen ûz der stat/ ein teil der burgære,/ und ouch den | |
| diu zît alsô, des bin ich wer,/ daz er geriten quam dort her,/ gewæfens îtel unde bar./ ein tougenlîchiu harmschar/ was | |
| wan diu triuwelôse diet,/ diu tougen sînen schaden riet,/ diu quam ûf in geriuschet dar/ mit blôzen swerten liehtgevar/ und wolte | |
| zuo der hende/ unde ein swert gar ûzerwelt./ dâ mite quam der blôze helt/ geloufen zuo dem keiser hin./ von den | |
| er tet dâ vor./ /Der keiser ûf der flühte spor/ quam gerennet in daz her./ wer in mit manlicher wer/ hæte | |
| sîn gestüele wider/ vil zorniclichen bî der zît./ die fürsten quâmen alle sît/ für in gedrungen schiere dar./ er sprach: ‘ir | |
| wîte erkennet/ sprach dâ wider sâ zehant:/ ‘und ist er komen in diz lant,/ daz weiz ich gerne sunder wân,/ wer | |
| ie gestrîchen her ze mir/ oder iemer für mîn ougen komen?/ nu habent ir doch wol vernomen/ war umbe ich iuwer | |
| gefrumet iuwer hant./ daz ir getorstent in diz lant/ ie komen, dar an wirt wol schîn/ daz ir hôchvertic wellet sîn/ | |
| und übermuotes künnet phlegen’./ ‘genâde, herre!’ sprach der degen,/ ‘ich quam betwungenlichen her./ dâ von sô bite ich unde ger/ daz | |
| diu vil manges herzen spil/ machent wunnebære;/ meien zît uns komen wil/ aller sorgen lære:/ doch sint frouwen bezzer vil/ uns | |
| rehte sol./ /Zwelf schâcher zeines türsen hûs in einem walde quâmen:/ der fraz er einlif sunder wer, die schiere ein ende | |
| daz sîn geburt an ir den bresten hæte,/ dâvon im quæme niemer kint daz im gelîche tæte:/ sô zergienge unstæte,/ diu | |
| der fürste rîch von Sahsen/ liez grôzen schaden wahsen./ /Er quam geriten in ir lant/ mit gewalticlicher hant/ und mit sô | |
| daz der künec Karle dô/ rîlichen als ein rœmscher voget/ quam in daz Niderlant gezoget/ und wolte drinne rihten/ und allez | |
| wolte drinne rihten/ und allez daz verslihten/ daz für in quæme dâ ze clage,/ als noch hiute und alle tage/ billîche | |
| hiute und alle tage/ billîche ein rœmscher künec tuot./ er quam in eine veste guot/ mit <al> der hovediete sîn,/ diu | |
| im hæt iht ze clagen,/ daz der für in dâ quæme/ und guot gerihte næme/ nâch sîme rehten alzehant./ Diu herzogîn | |
| Diu herzogîn ze Brâbant,/ als si vernam diu mære,/ dô quam diu tugentbære/ mit ir tohter wünnevar/ für den erwelten künec | |
| bî dem künge reine/ wâren ûf dem wîten sal./ geloufen quâmens überal/ hinab dem hûse alzuo dem sê./ nieman beleip von | |
| zuo der veste dan/ und was mit ir ze lande komen;/ dâvon der ritter ûzgenomen/ der in dem schiffelîne slief/ was | |
| wart der helt mit starken/ êren schône enphangen,/ wan Karle quam gegangen/ im engegen an daz mer/ mit eime ritterlichen her,/ | |
| lougen/ den liuten ab den ougen/ schier unde balde wâren komen. / /Der gast hin ûf daz hûs genomen/ von <dem> | |
| für mangen fürsten wîte erkant./ /Nu Karle an sîn gerihte quam/ und aber sich des an genam/ daz er dô wolte | |
| liez,/ und uns Brâbant besitzen hiez,/ ob er niht wider quæme./ gebære und ouch gezæme/ was dannoch sîner frîen hant,/ daz | |
| noch hiute scheiden lân./ <ob> ieman welle mich bestân,/ der kome her, ich bin bereit,/ daz ich des kampfes arebeit/ wil | |
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