Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Nu ir herren’, sprach er, ‘die da sprechent das uwer herre syn ere verlorn habe, ob er sich nicht enreche von | |
| sprechen getar das die von Gaune dheinerhand dinck wiedder ir herren hant gethan, darumb er sie vertriben sol oder döten, das | |
| dann vechten mit mynen rittern von mynen dotschlagenden $t finden?’ ‘Herre’, sprach Phariens, ‘uwer man enbin ich nicht, uwer dotschlagende fynd | |
| nicht’, sprach Claudas, ‘das ir mich icht me darumb bittent.’ ‘Herre’, sprach Phariens, ‘ich han uch uwer manschafft offgeben, ich wil | |
| Phariens, ‘sint ir so kúne das ir uch geturret weren.’ ‘Herre Phariens’, sprach Claudas, ‘ir sint fast dorecht das ir mit | |
| keyn ding darumb irs mir zu recht mögent off gegeben.’ ‘Herre Claudas’, sprach er, ‘were ich uwer man nit gewesen, ich | |
| nochdann lege uwer tode in myner hant. Ob ir den herren von Sant Zirren ye lieb gewůnnent, so thunt syner selen | |
| wert was er úmmer mocht, und Claudas rieff yn ane: ‘Herre Lambegus, herre Lambegus, nu rytent wol sanffte, vergahent uch nicht! | |
| er úmmer mocht, und Claudas rieff yn ane: ‘Herre Lambegus, herre Lambegus, nu rytent wol sanffte, vergahent uch nicht! Ir solt | |
| synen nefen so zurhauwen sahen. Lambegus sprach zu sym öheim: ‘Herre lieber oheim, warumb laßt ir mich diße dry verreter nicht | |
| anders mannes boßheit hant sie den dot nit verdient; ir herre der konig Claudas getet nye verreterye wiedder mich dann zu | |
| darumb forcht er sere das sie Lambegus dot hett geschlagen. ‘Herre Phariens’, sprach Claudas, ‘ir hant mir uwer manschafft uffgegeben zu | |
| der stat waren. Claudas sprach zu yn one gruß: ‘Ir herren allesampt, ir sint myn man allesampt’, sprach er, ‘ir enkónnent | |
| welch man im wurde, das er den dot múst kiesen. ‘Herre’, sprach Leonces von Paerne, ‘wir hant uwern willen wol gehört. | |
| ‘Das thun ich’, sprach er: ‘Lambegusen, Phariens nefen.’ ‘In truwen herr’, sprach Leonces, ‘des mag nit syn; so wurden wir ungetrúw | |
| untrúw mit thun und verretery.’ ‘Wie’, sprach Claudas, ‘wolt ir herren allesampt uchselber laßen uneren und uwer stat umb eynes mannes | |
| nicht vernomen habent, ob sie tot sint oder noch lebent!’ ‘Herre’, sprach Leonces, ‘von den kinden wißen wir nicht, ir gabent | |
| den thorn und sah zu eyner zinnen uß das meiste here das ye wart, und das felt was alles mit lúten | |
| synem herczen das die von der stat wiedder das starck here nicht gestan mochten, wann die stat nicht viel spise enhett | |
| wachsenne, und kam fur gesprungen und sprach zu sym oheim: ‘Herre’, sprach er, ‘nu enweynent nicht me! So mir die trúwe, | |
| Claudas begund sere lachen und nam yn mit dem kien. ‘Herr Lambegus’, sprach er, ‘der uch zu gesellen hatt der mag | |
| nach im hett gesant, und reyt zu im. Claudas sprach: ‘Herre Phariens, nu han ich uch ein wenig uwers dinstes vergolten | |
| dienen umb die ere die ir mir hut gethan hant. Herre’, sprach er, ‘ir wöllet das ich uwer man werde: ich | |
| mere von des konig Bohorts zweyn kinden, die myn recht herren sint.’ //‘Nu hant ir gesprochen’, sprach Claudas, ‘das ir woltent | |
| lút genug die mit uch farn, und bringent die kint herre oder anderswar dar ir wollent. Ich wil uch ir lant | |
| ir myn man werdent, wann ir die kint funden hant.’ ‘Herre’, sprach Phariens, ‘als ir gesprochen hant das keme mir licht | |
| er zu im nicht komen was als Lambegus zu Bohorten. //‘Herre Phariens’, sprach er, ‘das ir zu mir sint komen, des | |
| unfro und antwurt im gezogenlicher dann im zu můt was: ‘Herre’, sprach er, ‘ich bin wol schuldig zu vertragen alles das | |
| mit also gutem rechten thun als ich da deth.’ ‘Neyn herre’, sprach der knappe der sie dar geleitet hett, ‘ir solt | |
| Bonewig, alldiewil das sie lebte biß an ir ende. Unser herre gott det ir so groß gnade das sie nye so | |
| sie nye von irm bette kam. Sie batt allwegen unsern herren gott das sie múst gewar werden, ee dann sie @@s@stůrbe, | |
| dru vil schöne kint. Darnach kamen dru, die mochten wol herren wesen uber die anderen allesampt, des ducht sie wol das | |
| er das thet: das deth er umb das, wann unser herre Jhesus_ Cristus, der durch unsern willen gemartert wart und an | |
| höffe. Zu pfingsten wart der hoff allerfrölichst: darumb das unser herre Jhesus_Cristus nach syner urstende zu hymmel fure und sante synen | |
| justieren. Da Banin gedient hett von dem ersten geriecht, myn herre Gawan qwam und herre Key der truchsesse, und namen yn | |
| hett von dem ersten geriecht, myn herre Gawan qwam und herre Key der truchsesse, und namen yn mit der hant und | |
| $t das ern ußer der schemde wolt bringen, und sprach: ‘Herre ritter, ir solt uch zu dem eßsen nicht als sere | |
| dann ein kirß. Der konig fraget yn wie er hieß. ‘Herre’, sprach er, ‘ich heiß Banin.’ ‘Von welchen landen sint ir | |
| heiß Banin.’ ‘Von welchen landen sint ir geborn?’ sprach er. ‘Herre’, sprach @@s@er, ‘ich wart geborn im konigrich von Bonewig.’ ‘Von | |
| meyn ich’, sprach er. ‘Bekantent ir dann den konig Banen?’ ‘Herre’, sprach er, ‘er was myn herre und myn pfetter.’ Und | |
| dann den konig Banen?’ ‘Herre’, sprach er, ‘er was myn herre und myn pfetter.’ Und die trehen sprungen im zu den | |
| ghen tafeln. Diß sah ein knappe und ging zu myme herren Gawan und zu dem truchseßen und saget es yn. ‘Was | |
| ers uns undanck sagen sol.’ ‘Das ist war’, sprach myn herre Gawan, ‘gedecht er umb ein hohe sach. Es sy aber | |
| hoch oder nyder, ich wil yn daruß bringen’, sprach myn herre Gawan. ‘Es fúget nicht wol under allen dißen fremden rittern’, | |
| ‘Es fúget nicht wol under allen dißen fremden rittern’, sprach herre Key. ‘Ich bring yn daruß, und solt er mich ummer | |
| daruß, und solt er mich ummer darumb haßen’, sprach myn herre Gawan. Er ging darwert, und Key ergreiff yn mit dem | |
| ging darwert, und Key ergreiff yn mit dem arm. ‘Beydent, herre!’ sprach er, ‘ich wil uch sagen wie wirn daruß bringen. | |
| und wúst nicht wie im gescheen was, und fragt myn hern Gawan was das were. ‘Was was das, gut herre’, sprach | |
| myn hern Gawan was das were. ‘Was was das, gut herre’, sprach myn herre Gawan, ‘darnach ir also lang gedacht hant? | |
| was das were. ‘Was was das, gut herre’, sprach myn herre Gawan, ‘darnach ir also lang gedacht hant? Es ist daling | |
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