Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sprach er. ‘Ich wil uch wol herbergen’, sprach sie. ‘Ir herren, fart dann mit mir!’ sprach er zu synen gefangenen. Sie | |
| sprach er, ‘wes sint diße dry schilde die hie hangen?’ ‘Herre’, sprach sie, ‘sie sint eynes ritters alle dry.’ ‘Jungfrauw’, sprach | |
| uß zu im, und in jhener kamern waren viel liechter. ‘Herre ritter, wie behagent uch die schilt?’ sprach sie. ‘Sere wol’, | |
| nam yn mit der hant und furt yn einhalb abe. ‘Herre’, sprach sie, ‘myn jungfrauw von dem Lack hat mich herre | |
| die morn ee vesperzytt uwer sol syn, und ir solt herre daruff syn; also hatt mir myn frau furwar gesagt. Diße | |
| kam ußgeritten, wann das er des helmes off nit enhett. ‘Herre ritter’, sprach er zu dem wißen ritter, ‘was suchent ir?’ | |
| sehent das ir mir keyn unrecht da mit nicht thunt!’ ‘Herre ritter’, sprach er, ‘nů wißent das fúrwar das wir uch | |
| unmúßig das im syn schwert entfiel. ‘Was wolt ir thun, herre ritter?’ sprach jhener der wiedder yn gestochen hett und siczende | |
| im glichen möcht von stercken und von gůter ritterschafft. Der herre von der burg lag oben uff der muren und sah | |
| das er nahe ußer synen sinnen was komen. ‘Deus, gott, herre, wannen kompt dem jungen man die groß krafft vor allen | |
| den dryen der kam zu im und sprach: ‘In truwen, herre’, sprach er, ‘ir engeschlagent mich nymer tot, mag ichs geschaffen; | |
| burger von der statt, die syn allesampt sere fro waren. ‘Herre’, sprachen sie, ‘ir endörffent nit men darzu thun: dwil das | |
| das alle die unselikeit von der burg were abe gethan: ‘Herre’, sprachen sie, ‘ir múßent mit dem herren vehten ee dann | |
| were abe gethan: ‘Herre’, sprachen sie, ‘ir múßent mit dem herren vehten ee dann ir uch entwapent.’ ‘Darzu bin @@s@ich bereit’, | |
| sprach er, ‘wann er gebutet; wo mag ich yn finden?’ ‘Herre’, sprach ein knapp, stunt da by, ‘des herren mögent ir | |
| yn finden?’ ‘Herre’, sprach ein knapp, stunt da by, ‘des herren mögent ir nicht finden, er reyt yczunt hinweg $t was | |
| Die burger von der stat waren sere unfro das der herre yn also entfaren was, und namen den ritter und leyten | |
| enkunde, umb des gůten ritters namen zu wißen. Und der herre selb von der burg hett sich dick daran versucht, umb | |
| jungfrauw by im stund und hett synen namen gelesen. ‘Lieber herre’, sprach sie, ‘nu sagent mir: was hant ir funden?’ ‘Nichts | |
| yne und waren syn alle fro. Der pallast was des herren gewesen von der burg. Man fand alles des zu viel | |
| er viel hett. Die burgere waren fast unfro das der herre also entfaren $t was; were er gefangen gewesen, so hett | |
| von der statt fro und unfro und machten mit yrm herren groß freude. – Nu mußen wir dieße rede laßen, biß | |
| ist als ir gesprochen $t hant.’ ‘Ich sage uch furware, herre, das die Dolorose$/ garde gewůnnen ist’, sprach er, ‘ich sahe | |
| konig, ‘du solts uns nit sagen, es sy dann ware!’ ‘Herre’, sprach er, ‘ist es unware, so wil ich das ir | |
| ‘Aiglins’, sprach der konig, ‘ist das din bruder?’ ‘Ja er, herre’, sprach er, ‘er ist sicherlich myn bruder.’ ‘So mag man | |
| gesaget’, sprach der konig. ‘Er getörst uch keyn unwarheit sagen, herre’, sprach Aiglins, ‘wann diß ist so ungleublich das es ymant | |
| $t ‘Wie waren des ritters wapen gethan?’ sprach der konig. ‘Herre’, sprach er, ‘syn wapen waren wiß und syn roß was | |
| waren wiß und syn roß was wiß.’ ‘Werlich’, sprach myn herre Gawan, $t ‘das ist der nůw ritter den ir ritter | |
| besehen obs war were. ‘Das wer nicht gut’, sprach myn herre Gawan, ‘das ir alle dar fúret mit ein, es ist | |
| mich gůt’, sprach der konig und nant sie allsampt. Myn herre Gawan was der erst und myn herre Ywan der ander, | |
| sie allsampt. Myn herre Gawan was der erst und myn herre Ywan der ander, der dritt was Glaleguentins de Galois, der | |
| zehend was Aiglins de Vaus. //Mit der gesellschafft reyt myn herre Gawan von Carlion. Des nachtes lagen sie mit eim einsiedel | |
| @@s@und syns gesindes. Nach eßsens sprach der einsiedel zu mym herren Gawan war sie můt hetten zu farn. ‘Herre’, sprach er, | |
| zu mym herren Gawan war sie můt hetten zu farn. ‘Herre’, sprach er, ‘wir wollen farn zu der Dolorosen-$/ garden.’ ‘Gůte | |
| sprach er, ‘wir wollen farn zu der Dolorosen-$/ garden.’ ‘Gůte herre’, sprach der einsiedel, ‘was wolt ir da schaffen?’ ‘Man hatt | |
| ist bliben. Also hant uns wise lút laßen wißen.’ Myn herre Gawan, und syn gesellschafft $t stunden des morgens frú off | |
| reyt ein mul und hett ein blae kappen an. Myn herre Gawan grůßt yn und fraget yn was mannes er were. | |
| Gawan grůßt yn und fraget yn was mannes er were. ‘Herre’, sprach er, ‘ich bin ein begeben man.’ ‘Sint ir gelert?’ | |
| ‘ich bin ein begeben man.’ ‘Sint ir gelert?’ sprach myn herre Gawan. ‘Ja ich, herre, ob gott wil.’ ‘Wißent ir den | |
| man.’ ‘Sint ir gelert?’ sprach myn herre Gawan. ‘Ja ich, herre, ob gott wil.’ ‘Wißent ir den weg zu der Dolorosen$/ | |
| ‘Wißent ir den weg zu der Dolorosen$/ garden?’ ‘Ja ich, herre, wol’, sprach er, ‘warumb fragt irs?’ ‘Darumb’, sprach myn herre | |
| herre, wol’, sprach er, ‘warumb fragt irs?’ ‘Darumb’, sprach myn herre Gawan, ‘das ich gern sehe das ir mit uns dar | |
| ir dann?’ sprach er. ‘Ich bin ein ritter’, sprach myn herre Gawann. ‘Wie heißent ir dann?’ sprach der ander. ‘Man heißet | |
| dann?’ sprach der ander. ‘Man heißet mich Gawan.’ ‘Eya lieber herre, sint ir diß’, sprach er, ‘ich wil vil gern mit | |
| ir da schaffen wollent.’ ‘Man hatt uns gesagt’, sprach myn herre Gawan, ‘das sie ein ritter gewunnen hab.’ ‘So mir got, | |
| Gawan, ‘das sie ein ritter gewunnen hab.’ ‘So mir got, herre, darumb enweiß ich nit; ich kans auch nit glauben, ich | |
| kamen fur die andern porten und funden die besloßen. Min herre Gawan sah einen man ob der porten und sprach zu | |
| hie mit mir sint die sint gesellen von der tafelrunde.’ ‘Herre’, sprach der man, ‘nů fart dalang me herbergen in die | |
| die stat da niden und koment morn frú herwiedder!’ Min herre Gawan det als im der man gesaget hett; und der | |
| ging zu dem wißen ritter und saget im das myn herre Gawan vor der porten was gewesen mit zehen gesellen. ‘Nu | |
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