Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| saczten sie einen helm, als sie da gegraben hetten. @@s@Myn herre Gawan und sin gesellen kamen des andern tages fru wiedder | |
| ob ymant me da vor were. ‘Ja es’, sprach myn herre Gawan. ‘Nu beytent myn!’ sprach der ander und ging hernyder | |
| hernyder von der muren in den kirchoff und det mym herren Gawan ein cleyn thúr off und hieß yn darinn gan. | |
| off und hieß yn darinn gan. Der pfaff der mit hern Gawan komen was begunde zu lesen allenthalben off jhenen sercken, | |
| des konig Artus hof und ußer sym lande. Da myn herre Gawan hort das sie also dot waren, da begunde er | |
| herczlich zu weinen. ‘Was hant ir nu funden?’ sprach myn herre Gawan. ‘Ich han werlich also großen jamer funden’, sprach er. | |
| jamer funden’, sprach er. ‘Was ist das?’ sprach er. ‘Werlich herre’, sprach er, ‘ich han hie funden das myn herre $p | |
| ‘Werlich herre’, sprach er, ‘ich han hie funden das myn herre $p hie lyt under dißem steyn.’ ‘Was wunders ist das?’ | |
| lyt under dißem steyn.’ ‘Was wunders ist das?’ sprach myn herre Gawan. ‘Hie lyt der best ritter von allen den guten, | |
| von allen den guten, der diße burg gewunnen hatt.’ Myn herre Gawan und sin gesellschafft schlugen ir hende zuhauff und machten | |
| es anders wesen, es were der wiß ritter den myn herre der konig an Sant Johans tag ritter machte, den sah | |
| hant yn dot geslagen.’ Sie machten großen jamer, und myn herre Gawan und myn herre Ywan machten vil großern dann die | |
| Sie machten großen jamer, und myn herre Gawan und myn herre Ywan machten vil großern dann die andern. Sie clagten sere | |
| jungfrauw gar jemerlich weynend, die sie ußermaßen schön ducht. Min herre Gawan fragt sie vil gutlich warumb sie so sere weynde. | |
| selber, und was mit all ein kint.’ ‘Jungfrauw’, sprach myn herre Gawan, ‘wie waren syn wapen gethan?’ ‘Herre’, sprach sie, ‘sie | |
| ‘Jungfrauw’, sprach myn herre Gawan, ‘wie waren syn wapen gethan?’ ‘Herre’, sprach sie, ‘sie waren wiß, und syn roß was wiß.’ | |
| stunde. – Nu múßen wir diße rede laßen von mym herren Gawan und von synen gesellen und sprechen furter von dem | |
| dem konig Artus ein wile. //An derselben zyt das myn herre Gawan hett den pfaffen thun lesen off dem großen sargk | |
| und fragt einen ritter wer das were der da seße. ‘Herre ritter’, sprach der konig selb, ‘ich bin der konig.’ ‘Ir | |
| weg wiedder den er komen was; und derselb ritter was herre gewesen zu der Dolorose$/ $t garden. Er was so unfro | |
| im gesagt hett das die porte unbeschloßsen were. ‘Ja ich, herre’, sprach er, ‘sie was offen da ich von hinnen reyt, | |
| sprach er, ‘hatt diße port bißherre offen gestanden?’ ‘Ja sie, herre’, sprach der man. ‘Gebent ir uns keynen radt’, sprach der | |
| sprach der ander. ‘Ich bin der konig Artus’, sprach er. ‘Herre, was ich uch gutes rates möcht gegeben das wolt ich | |
| mit uch ist?’ ‘Es ist die koniginn’, sprach der konig. ‘Herre’, sprach der ander, ‘was ich durch uch und durch myner | |
| jhenen grißgraen man und bat yn das er yn innließ. ‘Herre’, sprach der man, ‘ich mag uch nit innlaßen, wann sendent | |
| durch gott’, sprach der konig, ‘wißent ir keyn mere von hern Gawan und von syner geselschafft?’ ‘Herre’, sprach der ander, ‘ir | |
| ir keyn mere von hern Gawan und von syner geselschafft?’ ‘Herre’, sprach der ander, ‘ir solt licht ettwas von yn vernemen, | |
| der porten was fragt den ritter was er suchte. ‘Min herre der konig sante mich herre’, sprach er. Und jhener sant | |
| ritter was er suchte. ‘Min herre der konig sante mich herre’, sprach er. Und jhener sant yn wiedder. Zu messezytt sante | |
| konig und von syner gesellschafft und sprechen fúrter von mym herren Gawan und von synen gesellen, was abentur yn sittherre ist | |
| in die burg kamen. //Uns sagt die hystoria das myn herre Gawan und sin gesellen gefrieschen das der ritter dot was | |
| vavasor, der ducht sie ein byderber man. Er fragt myn herren Gawan wer er were. ‘Warumb fragent irs?’ sprach myn herre | |
| herren Gawan wer er were. ‘Warumb fragent irs?’ sprach myn herre Gawan, ‘ir duncket mich ein so byderber man.’ ‘Ich fragens | |
| so byderber man.’ ‘Ich fragens nicht dann umb uwer ere, herre’, sprach er, ‘und umb uwer gůt.’ ‘Ich wils uch sagen’, | |
| ‘und umb uwer gůt.’ ‘Ich wils uch sagen’, sprach myn herre Gawan, ‘ich bins Gawan des konig Artus nefe.’ Da der | |
| er so sere weinde. ‘Ich weyne’, sprach er, ‘umb myns herren des koniges gesellen, die er hie off verlorn hatt in | |
| dißer burg und da begraben $t ligent uff dem kirchoff.’ ‘Herre’, sprach er, ‘nu ensint nicht zu unfro, ir wißent dann | |
| in dißem land nit gut fried @@s@ist, alldiewil das der herre des diße burg was mit so großem zorn befangen ist. | |
| das sie all tot sint oder da ligent.’ //Da myn herre Gawan diße rede vernam, er wart ußermaßen fro und sprach, | |
| yn ein schiff. Sie schifften und furen uber, und der herre furt sie unden in ein huß, da sie sich entwapenten. | |
| sie. Sie wonden wiedder keren, und sie enmochten. Da myn herre Gawan sah das sie sich nit erwern mochten, da verbot | |
| zu tot geslagen was. Er wart sere gewunt, und myn herre Gawan ging zu im und ving ynselb. Sie namen sie | |
| diep, ir hettent uns doch gut herberg gelobet und getruwe!’ ‘Herre ritter’, sprach er, ‘ich han uch beherberget in der festesten | |
| allerhande ding Galeguentinen dot geslagen han, wann das im der herre halff das er bleib lebende. Man leyt sie furter und | |
| was genant Lisanors. Die all waren in gefengniß. Da myn herre Gawan und sin gesellen zu yn kamen, sie waren allesampt | |
| wißen ritter der die Dolorosen Garden gewann. @@s@//Alsus was myn herre Gawan und syn gesellen lange gefangen, das der wiß ritter | |
| macht.’ ‘Warumb ist das?’ sprach der ritter. ‘Sie clagt myn herrn Gawan fast sere und myn herrn Ywan und ir gesellen | |
| ritter. ‘Sie clagt myn herrn Gawan fast sere und myn herrn Ywan und ir gesellen allsament.’ ‘Wo ryt sie?’ sprach der | |
| und ir gesellen allsament.’ ‘Wo ryt sie?’ sprach der ritter. ‘Herre’, sprach er, ‘sie reit die straß die zu Galle wert | |
| reit die straß die zu Galle wert geet.’ ‘Hei myn herre Ywan, ir leistet mir doch fast gut gesellschafft, ir wart | |
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