Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gan und herre Gawan mit ir. Der konig sah myn hern Ywan ane und sprach: ‘Meynent ir den schönen knappen mit | |
| knappen mit den wißen cleydern?’ ‘Denselben meyn ich’, sprach er. ‘Herre, wil derselb yczunt ritter werden?’ sprach der konig. ‘Ja er, | |
| wil derselb yczunt ritter werden?’ sprach der konig. ‘Ja er, herre’, sprach er, ‘morn des nehsten tages.’ @@s@‘Hört ir des icht, | |
| sprach er, ‘morn des nehsten tages.’ @@s@‘Hört ir des icht, herre Gawan’, sprach der konig, ‘wo unser knappe yczunt ritter werden | |
| yczunt ritter werden wil, den uns die frauw nechten bevalh?’ ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘er důt alrecht, ich wene wol | |
| wil, den uns die frauw nechten bevalh?’ ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘er důt alrecht, ich wene wol das er ein | |
| ist der knapp?’ sprach die konigin. ‘Werlich frauw’, sprach myn herre Ywan, ‘er ist ein der schönst knappe den ir ye | |
| dheynen so schönen noch so wol gemachten’, sprach der konig. ‘Herre Ywan’, sprach er, ‘geet nach im und thút yne gůte | |
| und belanget sie wann sie den knappen solt sehen. Myn herre Ywan ging zu dem knappen und hieß yn sich bereyten | |
| roß, das groß und starck was, und reyt mit mym herren Ywan. Die straßen waren all vol volckes, umb den knappen | |
| konig und die koniginne lieffen allesampt uß gegen im. Min herre Ywan nam den knappen mit der hant und leyte yn | |
| was sie frau uber all frauwen die off erden lebten. ‘Herre Ywan’, sprach die koniginn, $t ‘wie heißt der knappe?’ ‘Frau’, | |
| was, wedder er sinnig were oder enwere. ‘Frau’, sprach myn herre Ywan, ‘wir enwißen nicht wol wie im zu můt sy | |
| nit. Die koniginne ging in ir kamern. Umb vesperzitt myn herre Ywan nam den knappen mit der hant und leyte yn | |
| baumgarten off einen rivier, der by der burg abfloß. Min herre Ywan geleyte den knappen dar. Darnach kam ein groß schare | |
| stoppen die lut ir nasen?’ sprach der knappe zu mym herren Ywan. ‘Lieber frunt’, sprach myn herre @@s@Ywan, ‘hie lyt ein | |
| der knappe zu mym herren Ywan. ‘Lieber frunt’, sprach myn herre @@s@Ywan, ‘hie lyt ein wůnt ritter inne, und stinckent im | |
| gemechelicher dort nyden in eyner herberge?’ ‘Ja er’, sprach myn herre Ywan, ‘er lyt aber hie durch hilff und durch gnad, | |
| yn rechen solt; und saget im wie ern rechen solt. //‘Herre’, sprach der knapp, ‘ich wolt yn fast gern sehen, wer | |
| wer es uch lieb.’ ‘Geet dann mit mir’, sprach myn herre Ywan, ‘ir mögent yn wol sehen’, und gingen beid fur | |
| yn wol sehen’, und gingen beid fur den ritter stan. ‘Herre ritter’, sprach der knapp, ‘wer hatt uch so sere gewunt?’ | |
| recht?’ sprach der knappe. ‘Das ist das recht’, sprach myn herre Ywan, ‘also als es der ritter eyschet; zwenczig ritter mochtens | |
| daroff gesaczt were. Der knapp begund sich zu bedencken. Myn herre Ywan nam den knappen mit der hant und sprach das | |
| sach gedenckent.’ ‘Warumb?’ sprach der knappe. ‘Darumb’, $t sprach myn herre Ywan, ‘das in dißem huse die besten ritter sint von | |
| ‘Enist er noch nit ritter?’ ‘Neyn er noch’, sprach myn herre Ywan, ‘er sol aber morn fru ritter werden; er hatt | |
| siech ritter sprach das yn gott gůt múst machen. Myn herre Ywan leyte yn in den sal da die tafeln waren | |
| tafeln waren gesaczt; man ging eßsen. Nach eßsen nam myn herre Ywan synen knappen und furte yn in syn herberg. Des | |
| wachet biß an den tag und sprach sin gebete. Myn herre Ywan was alle die nacht mit im. Des morgens da | |
| dem múnster kamen. Zuhant da die messe wart gesungen, myns herren Ywans geselle saß off syn roß und reyt von mym | |
| Ywans geselle saß off syn roß und reyt von mym herren Ywan so er allerbaldest mocht zu dem ritter der da | |
| andern rittern ir schwert umb gurt, und sagt diß mym herren Ywan. Myn herre Ywan lieff dar als er tobete und | |
| schwert umb gurt, und sagt diß mym herren Ywan. Myn herre Ywan lieff dar als er tobete und sah wo dem | |
| der wunt ritter, ‘hett ich eynen gůten arczat.’ ‘Hey lieber herre’, sprach der schöne knappe, ‘lieber herre, thunts durch gott und | |
| gůten arczat.’ ‘Hey lieber herre’, sprach der schöne knappe, ‘lieber herre, thunts durch gott und gewinnet im einen arczt!’ ‘Wie’, sprach | |
| durch gott und gewinnet im einen arczt!’ ‘Wie’, sprach myn herre Ywan, ‘hant ir im die stuck ußgezogen?’ ‘Herre’, sprach er, | |
| sprach myn herre Ywan, ‘hant ir im die stuck ußgezogen?’ ‘Herre’, sprach er, ‘ir mögent es wol sehen, es erbarmet mich | |
| kunt vertragen.’ $t ‘Ir hant nicht wißlich gethan’, sprach myn herre Ywan, ‘man sol es uch dick zu großer affenheit zelen. | |
| sint die besten ritter von aller der welt in myns herren huß, die sich nit daran kerent darumb das es nymand | |
| das der ritter one hilff hinweg gefaren were, wie myn herre der konig die schande uberwúnde und syn ritter. Solt ir | |
| leben, ir mögent noch zu hohen dingen komen.’ ‘Hei lieber herre, was sprechent ir? Es ist beßer das ich sterbe ob | |
| das des koniges laster sy noch synes huses. Durch gott, herre’, sprach er, ‘sittherre das diß ding so ferre komen ist, | |
| ferre komen ist, so heißet im einen arczat gewinnen!’ Myn herre Ywan sprach, er solt arczatt gnung han, und sant zuhant | |
| hören sagen wie der knapp gethan hett mit dem ritter. //‘Herre Ywan’, sprach der konig, ‘hatt der knapp den ritter erlößt | |
| ‘hatt der knapp den ritter erlößt von den glenenstucken?’ ‘Ja herre’, sprach myn herre Ywan. ‘Das mag uch werlich leyt syn’, | |
| den ritter erlößt von den glenenstucken?’ ‘Ja herre’, sprach myn herre Ywan. ‘Das mag uch werlich leyt syn’, sprach der konig, | |
| understunt, das er on zwyvel den lip darumb verliesen můß.’ ‘Herre’, sprach myn herre Ywan, ‘by den truwen die ich uch | |
| on zwyvel den lip darumb verliesen můß.’ ‘Herre’, sprach myn herre Ywan, ‘by den truwen die ich uch schuldig bin, ich | |
| dinck understanden das keyn man zu end bringen mag.’ ‘Hei herre, durch gott gnad’, sprach er, ‘es ist vil beßer das | |
| gewinnen mag. Herumb gebút dir myn frauw als irm rechten herren, sie ist uwer eigen wip, das ir ir zustatten steet | |
| geßsen hett und die tafeln wurden erhaben, der knapp myns herren Ywans gesell ging vor myn herren den konig und knyet | |
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