Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| duncket mich das ich nicht mißsethun ob ich mym rechten herren hilff zu sym recht, der mir beide, libes und gutes, | |
| zuhant thun liegen an dißer stat.’ Da sie horten das hern Phariens so ernst was Claudas zu helffen, da erferten sie | |
| #;vuch wollen helffen wern mit lib und mit gut.’ ‘Ir herren’, sprach Phariens, ‘da diß der konig gern gethan hett, da | |
| lang das er ein wenig mit yn gerette. ‘In truwen, herr Claudas, das ennimet mich keyn wunder, und sint sie unfro | |
| wunder, und sint sie unfro und zornig umb ir rechten herren, das sie nicht wißen wedder ir sie getötet habent oder | |
| mit Claudas den lip behielt. @@s@Da sprach er zu Claudas: ‘Herre, ir hant diß dingk fast sere off mich geworffen. Nu | |
| kinden stee. Der ein von dißen dryen sol syn der herre von Sant Cyrren, der ander sol wesen der herre von | |
| der herre von Sant Cyrren, der ander sol wesen der herre von Důn, und der dritt sol sin welhen ir darzu | |
| und zu syner geselschafft und sagt yn wie er synen herren den konig gesprochen hett, und das ern hart kum und | |
| mynen willen; des sollen wir im allesampt großen danck wißen.’ ‘Herr Claudas’, sprach er, ‘kument herfúre und sichert mir in myn | |
| die in uwerm land sint. Der ein sol sin der herre von Sant Cyrren, und der herre von Důn, wann es | |
| ein sol sin der herre von Sant Cyrren, und der herre von Důn, wann es ist wol billich das konig hohe | |
| zwen ritter ob sie in gefengniß wolten komen mit irm herren. Da sprachen sie: ‘Ob gott wil, war unser herre fert, | |
| irm herren. Da sprachen sie: ‘Ob gott wil, war unser herre fert, da wollen wir mit im!’ ‘Nu sichert mir beide | |
| und mir sichert in myne hant das ir dißen dryen herren nummer arg gethút, es sy dann mit mym willen, noch | |
| wunden. Da wart ein michel gerúf in dem thurne. Der herre von Sant Cyrren ergreiff den spieß da mit Lambegus synen | |
| spieß da mit Lambegus synen gesellen gestochen hett, und der herre von Důne ergreiff ein glene neben im. Phariens engurt die | |
| geschworn heten, da bliben sie allesampt steen, biß an den herren alleyn von der Hohen @@s@Muren, der Lambago hett gelobet das | |
| Phariens waren ye und ie gut frunt gewesen. Der was herre von einer burgk die was genant Lambrions. Er was ein | |
| wil uch úmmer deste lieber han in myme herczen! //Eya herre’, sprach er, ‘ist doch Claudas dot?’ ‘Nein er nicht’, sprach | |
| ir zuhant. Sie sprach wiedder yn und saget im: ‘Werlich herre’, sprach sie, ‘man hat uch fur ein fast getruwen man | |
| wer auch uwer ere und uwer gefure großlich und uwer herren beider.’ ‘Von welichen herren saget ir mir?’ sprach er. ‘Ich | |
| und uwer gefure großlich und uwer herren beider.’ ‘Von welichen herren saget ir mir?’ sprach er. ‘Ich sag von des konig | |
| er, ‘ich wil @@s@gan und wil schaffen das ir myner herren meister beide besprechent. Und ist es uch lieb, so wil | |
| sagen das ich gute mere hab vernomen von unsern zweyn herren; des sollen sie als fro werden das sie vor freuden | |
| als fro werden das sie vor freuden nicht gebaren kúnden.’ ‘Herre’, sprach sie, ‘mir ist lieb das ir die lút fro | |
| sagt yn was mere er gefreischet $t hett von yren herren. Da wart alle die stat so fro das sie enwusten | |
| danckes, sie haben dann die kint zum ersten gesehen.’ ‘Entruwen herren, das getörsten ich off mich nit nemen’, sprach die jungfrauw, | |
| ryten an ein schöne wißen. Die jungfrauw sprach zu Leonzen: ‘Herre’, sprach sie, ‘ich bin ein jungfrauw die mit mir selb | |
| so wol, were alle die welt myn, er mocht baß herre daruber sin gewesen dann ichselb. Und ir wagetent uwern lip | |
| gehalset. ‘Jungkherre’, sprach Lambegus, ‘got behut uch diße jungfrauw lang! Herre’, sprach er, ‘myn oheim uwer meister hieß uch sere grußen.’ | |
| jamer zu freuden gemacht. Wie fert Phariens doch?’ sprach er. ‘Herre’, sprach er, ‘gott siß gelobet, er ist gesunt und fert | |
| noch wines trúnck. ‘Wie’, sprach er, ‘ist er dann tot?’ ‘Herre’, sprach er, ‘ich sah yn dot ligen off der bare.’ | |
| sie ensollen nit ymmer @@s@enterbt syn, wann es sol unsern herren got erbarmen, ob es syn gnad sy. Vahent sie auch | |
| die da mit ir waren. Da sprach sie zu dem herren von Paerne: ‘Gůte, enhabent dhein sorg umb die kint, ich | |
| wol behalten und beschirmen vor allen mannen! Das ist ware, herre’, sprach sie, ‘mit uch enkoment sie nymer, ich han der | |
| sie lieb durch irselbes willen und auch durch anders willen. Herre Lambegus’, sprach sie, ‘ir solt mir uwerm öheim sagen das | |
| solt mir uwerm öheim sagen das er kum und sin herren gesehe @@s@so er erst möge, und saget im das er | |
| der frauwen und darnach zu den andern und fůrt den herren von Paerne mit großer krafft mit im, der syn augen | |
| Lambeguse wie sie gefůren. //Alhie spricht das bůch das der herre von Paerne und Lambegus, Phariens nefe, kamen rytend so ferre | |
| sie auch nit wiser dann ein ander frauw, unser zwen herren weren auch nicht zu ir komen. So mir gott helff’, | |
| Lambegus, ‘von wes halben mocht er syn nefe syn? Min herre der konig Bohort hett keynen bruder dann alleyn den konig | |
| thun. Die verretery wolten thun die waren all mit dem herren von der Hohen Muren; er was ir heubt. Sie daten | |
| sagen die wiedder Phariene dhein verretery hetten gethan mit dem herren von der Hohen Muren, und wurden fast sere erfert. Sie | |
| und deth wol die glich das er im lieb was. ‘Herre’, sprach Phariens, ‘ich wil wol das irs wißent das ich | |
| so solt ir schwern darinn zu komen als ein getruwer herre und in gůte, ich wil das gemachen das man uch | |
| sy dann mit irm großen schaden der die dainn sint.’ ‘Herre’, sprach Phariens, ‘ich han die lut in myner hůt, ich | |
| hůt, ich bitt uch, als mit recht der man synen herren bitten sol, das ir mich nit uneret, wann nemet die | |
| er gewúnne nymer men ere. Phariens trat furbaß und sprach: ‘Herre, ich bin uwer man, das ist ware, ich han wiedder | |
| und da man gern myne bethe horen sol. Nu ir herren’, sprach er, ‘die da sprechent das uwer herre syn ere | |
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