Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sagen was sie mir dete: das ist war das myn herre der konig, des sele got haben múß in sym ryche, | |
| uch und fur uwer kint, das ob got wil noch herre sol werden uber das lant zu Bonewig. Man went es | |
| wol da er yczunt ist, das er noch ein groß herre werde.’ //Diß hort die koniginn von Gaune alda sie in | |
| were.’ ‘Frauw’, sprach der bruder, ‘nů gehabent uch wol! Unser herre mag uwer zwey kint als wol generen als er uwern | |
| und gesunt sint und wol farnt. Ir mogent beide unsern herren wol loben das ir alhie samet sint nach anderm ungemach | |
| so sint ir úmmer fro! Also mögent ir wol unsers herren rich verdienen. Ich weiß wol, thunt ir das das ich | |
| mich der ein sundiger mensch bin, soltent ir dann unsern herren nit erbarmen der ein vatter ist aller barmherczikeit? $t Ich | |
| was wise und hobisch und sprach: ‘Got múß uch lonen, herre, ich sy gut oder böse! Ich bitt uch auch das | |
| umb das ein converß gesprechen mocht, und sprach zu im: @@s@‘Herre convers, lat diße rede beliben biß das myn herre der | |
| im: @@s@‘Herre convers, lat diße rede beliben biß das myn herre der konig gesse, so moget ir mit guten staten sprechen | |
| ir wolt! Ir hantt alle die betrubt die in mynes herren hofe sint mit uwerm sprechen, das sie all ir eßsen | |
| sie all ir eßsen hant gelaßen durch uwern willen.’ ‘Wie, herre ritter, sol ich durch uwern willen laßen zu redende’, $t | |
| sprach er, ‘das aller der welt gut ist und myns herren des konigs ere? Das enwil ich nymer durch uwern willen | |
| durch uwern willen gelaßen, ich woll reden alles das myns herren des konigs ere und briß ist. Ich wil yn eren | |
| ders wiedderredet, ee es daling nacht werd, vor allen myns herren des koniges barunen. Mich duncket auch werlich das ir ein | |
| groß not dirre clag was und wie groß ere myn herre der konig Artus mit gewinnen sol. Ich wene auch wol | |
| und der künest ritter nit ensint den ich in myns herren des koniges Uterpandagrones hofe gesehen han. //Ich sah dainn eynen | |
| guten ritter bedorfft. Sie verrieten nie keynen man wiedder yrn herren. Sie beßserten alle die die ir herre haßete, mit worten | |
| man wiedder yrn herren. Sie beßserten alle die die ir herre haßete, mit worten und mit reten. Sie waren auch als | |
| det im groß ere. Da sprach Hervius zum konig sym herren: ‘Herre, ir möget dißem manne wol glauben alles das er | |
| im groß ere. Da sprach Hervius zum konig sym herren: ‘Herre, ir möget dißem manne wol glauben alles das er uch | |
| myn heubet.’ ‘Wer ist er dann?’ sprach der konig Artus. ‘Herre’, sprach er, ‘er ist genant Adragarys der Brun, Amadors bruder | |
| sich ußermaßen sere. Der konig sprach zu dem bruder: ‘Liebe herre, dalangk me sprechent was ir wollent, myn laster oder myn | |
| reden was uch lieb ist.’ Da sprach der bruder anderwarb: ‘Herre konig, und enwere ein ding allein, so enwústen was an | |
| clagen dann ich alleyn, der ein begeben man bin.’ //‘Werlich herre biederber man, ich gleub uch wol das ir gesprochen hant, | |
| man ir das sie noch gefangen weren und das ir herre Claudas seße in irs vatter rich und hett synen sun | |
| schon ritter milte, kune und starck, und der konig unser herre hatt nit me kinde dann yne’, sprachen sie. ‘Er gab | |
| ir meister mit yn. Der truchses det als im syn herre gebot und ging zu dem thorn da beide kint inn | |
| Lancelot alleyn. Das wiste wol Galahůt der gut man, der herre was von den Fremden Werden; der nante yne zu eynem | |
| sint und mym bruder das ir mirs sagent!’ ‘Aya lieber herre, durch gott gnad’, sprach er, ‘was sol uch das, das | |
| dann ir ungeßen darumb verliebent.’ ‘Nu sagent mir!’ sprach Lyonel. ‘Herre’, sprach Phariens, ‘ich weyn darumb, und jamert mich fast sere, | |
| solt halten? Nu sagent mir zuhant wer er sy!’ ‘Entruwen herre, das thut der konig Claudas von der Wustung, der ist | |
| angefangen. Da ging Phariens zu im und sprach: ‘Eya lieber herre, warumb hant ir diß gethan das ir von uwerm eßsen | |
| eßsen als es mir fuget!’ ‘Werlich’, sprach Phariens, ‘vil lieber herre, unser dheyner enbißet daling eßsens one uch. Laßt ir uwer | |
| eynen gedanck geendet der in mynem herczen stecket.’ ‘Eya schöner herre’, sprach Phariens, ‘sagent uns was das sy! Wir wellen uch | |
| ich ummer eßsens enbiß.’ ‘Wie wolt ir dann gethun, lieber herre?’ ‘Das wil ich uch sagen’, sprach Lyonel. ‘Ich wil im | |
| er vil mechtiger und stercker dann er ist.’ ‘Nu lieber herre’, sprach Phariens, ‘als ir yn tot geschlagent, wie wolt ir | |
| enterbet mocht lieber dot syn dann schentlich leben.’ //‘Eya lieber herre, durch gottes gnade’, sprach Phariens, ‘des ensolt ir nicht thun, | |
| und wacheten; und Phariens hett groß angst, wann er synen herren so zornig sah. Und Lyonel enwart nye gutes můtes des | |
| was er thun solt, er knyt vor yn und sprach: ‘Herre, myn herre der konig grúßet uch und bittet uch das | |
| thun solt, er knyt vor yn und sprach: ‘Herre, myn herre der konig grúßet uch und bittet uch das ir zu | |
| Lyonel sprach zu sym meyster: ‘Lieber meyster, sint by dißem herren der nah mir komen ist, biß ich uß jhener kamern | |
| han, das mir ein myn lieber frunt gab.’ ‘In truwen herre, ir ensint nit wise, tragent ir diß meßser mit uch. | |
| da waren die lieffen uß, umb das sie irn rechten herren gern sahen. Da sie yn gesahen, $t da begunden sie | |
| nicht gelaßen möchten, sie musten weynen da sie ir rechten herren schone sahen und wolfarnde. Lyonel ging herlich und frech und | |
| als sie lebte. Die jungfrau schrey fast und sprach: ‘Eya her Claudas, ich han uwere spise sere engolten, die ir hůt | |
| schwert gebrochen was: ‘Ich wene wol furware das diß unser herre gott hatt gethan, umb myn ere zu meren und zu | |
| sich ander lut da by ziehent, die willen hant yren herren laster zu thun.’ Da warff er das stuck nyder das | |
| das sie der konig zuhant getötet solt han und ir herren beyde. – Nu mußen wir die rede laßen von Claudas | |
| wann alle die von Gaune waren zornig umb ir gerechten herren, die Claudas verderben wolt vor ir aller augen. Alle die | |
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