Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| er zu hymmel wert und sprach als er mocht: ‘Eya herre gott, gnad! Ich lobe dich, herre gott, alles dynes willens. | |
| als er mocht: ‘Eya herre gott, gnad! Ich lobe dich, herre gott, alles dynes willens. Zu allererst lob ich dich myner | |
| in armut bin gevallen. Du mecht dich off ertrich arm, herre, durch unsern willen. Dwil ich off ertrich on sunde nit | |
| on sunde nit enmocht @@s@gewesen, des bitt ich dich gnad, herre, wann ich weiß wol das ich zu mym ende komen | |
| blut hast erlöset, enpfahe den geist den du mir gebest, herre, an dißem jungsten tag, wann es mym ende nahet, und | |
| hatt mißsethan uff ertrich, da nymant on sunde mag geleben, herre, das múßestu also hiennemen, das die arme sele nit ewiglich | |
| also hiennemen, das die arme sele nit ewiglich verdampnet sy. Herre vatter von hymelrich, erbarme dich uber myn armes wip, die | |
| der aventúren, uff das uwer name darmit solt werden gehohet. Herre, nu beratent die armen unberaten Aleine, die ye und ye | |
| uwer gebot hatt so wol behalten zu allen zyten. Gedencke, herre, mynes armen kindes, das so frů ein weise muß werden, | |
| schlug vor syn hercz und weynt syn sunde vor unserm herren gott und brach dru kit grases in die ere der | |
| dru kit grases in die ere der heyligen dryvaltikeit unsers herren des heiligen Cristes. //Da wart im das hercz so unfro | |
| dot ligen off der erden. Da er sah das syn herre der konig dot lag, da gab er eynen so großen | |
| grosten jamer der ie gehört wart. Da die konigin yren herren dot sah, da viel sie in onmacht uff yn und | |
| ranne, der wiß was als der schne, und vermůnte irs herren großen tugende und syner großen byderbkeit, und schrey so lut | |
| da stalte sie großen jamer und ermante mange stund irs herren frumkeit und syn große gúte. Darnach clagte sie yrn großen | |
| das end, wie sie ir lant verlorn hatte und ir herre der konig tot lege uff der höhe, und wie der | |
| alle tag teglichen ein meße inn sing úmmer men myns herren sele zu trost!’ ‘Frauw’, sprach die ebtißin, ‘ir enwißent nit | |
| uns alle syn, als es wol recht ist, wann myns herren des koniges vorfarn machten unser closter und stifftens zu allererst.’ | |
| ‘Frauw, sitt das es nů syn muß, so lobet unsern herren got das er úch ye den willen gab! Und wir | |
| fur sin sele, darinn manig schön dinst wart gethan unserm herren von hymelrich. Da die kirch wart gewihet, da trug man | |
| vertriben wart von manschlacht der fur zu Claudas, der syns herren fynt was, wann er wúst wol das er im wilkomen | |
| urlagende mit wem er wolt. Und der ritter diende synem herren wol zu danck spad und fro. Des selben tags, als | |
| sprach: ‘Frauw, ir hant mir viel leydes gethan und myn herre der da tod ist; aber myn hercz enleßt mich uch | |
| dienst, des uch alhie wol wirt gelonet: ir batent mynen herren vor mich und fristet mir mynen dot, und was uch | |
| $t wann so vil múßent ir thun das beyde myn herren, die alhie sint, múßent @@s@mit mir verliben. Ich wil sie | |
| ein der andern hett geclaget yrn großen schaden und irs herren dott des konigs und wie sie enterbt weren, da clagt | |
| ‘Owe leyder, ich han allzu vil verlorn, myn lant, mynen herren und mynen sone, der vor alle kint was schoner dann | |
| leyder beyde on kint!’ und saget ir schwester wie ir herre dot verleibe und wie ein jungfrauw mit irm kinde in | |
| böse geist yn gewann von syner mutter. Und gott unser herre hett des synen als vil darzu gethan das er wol | |
| sie yn nicht anders hießen dann den heyligen propheten und herre gott. @@s@//Die jungfrauw, von der wir nů sagen alle die | |
| was frůmme und stolcz und genant Phariens. Und Claudas sin herre ging so lang mit sym wibe umb, das ers geware | |
| rieff im zu eim rate beneben ab und saget im: ‘Herre, ich bin uwer man, durch gott haltent mich zu recht | |
| wip gelestert und gehönet, das clag ich gott und uch, herre, und allen mynen frúnden!’ ‘Were ist der?’ sprach Claudas. ‘Herre, | |
| herre, und allen mynen frúnden!’ ‘Were ist der?’ sprach Claudas. ‘Herre, ich enweiß wer er sy, myn wip wil mirs nicht | |
| uwer ritter eyner were. Nu gebt mir radt, als ein herre billich sol synem knecht!’ ‘Werlich’, sprach Claudas, ‘fúnd ich eynen | |
| mym wib also ligende, möcht ich, ich döte yn.’ ‘Werlich herr, ir hant wol gesprochen und recht.’ Phariens nam urlub zu | |
| Nu sagent mir wie, ich wil allen uwern rat thun.’ //‘Herre’, sprach sie, ‘er weiß vil wol das irs warent den | |
| von Phariens uwerm fynde, gethörret $t irs bestan.’ ‘Wie, lieber herre?’ sprach er. ‘Das wil ich uch sagen’, sprach Claudas, ‘ir | |
| bin, so solt yrn zihen verretery, das er syns rechten herren fynd behalten hab dru jare und me; wil er darwiedder | |
| man schuldig were zu riechten uber eynen verreter synes gerechten herren. ‘Ich han sie beid gesehen und gehöret; $t wil er | |
| bewern mit mynem libe uff den synen, das er mynes herren fynde, des konigs Bohortes beyd kind, hat behalten dru jare | |
| konigs Bohortes beyd kind, hat behalten dru jare und me.’ //‘Herre Phariens, hört ir ycht was dirre man off uch spricht? | |
| mir werlich leyt, wann ich han uch menig ere gethan.’ ‘Herre’, sprach Phariens, ‘ich wil mich des beraten.’ ‘Wie’, sprach der | |
| geheißen der retet uch das. Hant ir verrettery wiedder uwern herren gethan als uch der ritter zyhet, so thunt das seil | |
| ritter wurden.’ Da ging Phariens nefe vor Claudas und sprach: ‘Herre konig, herre, ich wil mynen oheym dißer verretery unschuldig machen | |
| Da ging Phariens nefe vor Claudas und sprach: ‘Herre konig, herre, ich wil mynen oheym dißer verretery unschuldig machen mit mym | |
| hantschuch in die hant und sprach, er wolt selb fechten. ‘Herre’, sprach er, ‘seht hien myn wette das ich nye verrettery | |
| ir des koniges Bohorts kinde nit habent in uwer hůtniß?’ ‘Herre’, sprach Phariens nefe, ‘all hat er die kint, er thut | |
| das es war sy, mit synem lib off den syn.’ ‘Herre’, sprach Phariens $t nefe, ‘hatt er sie behalten, da mit | |
| gethan. Ich wolt es yn thun lúgenen, wann er synes herren des konig Bohortes nye verleuckente noch syn manschafft ny offgab. | |
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