Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| daz gantz werk der werlt entsleuzzet sich und wil vallen.’ Herre vater Jesu Criste durch den selben unschuldigen tod erloͤs uns | |
| trüege./ dô sprach der vil gefüege/ und der getriuwe jungelinc:/ ‘herr, ez ist einer hande dinc/ daz verre bî mir ist | |
| mîn fröudenrîch gebrehte./ nu lât si mich versmâhen die/ hôch$/ herren, ritter, cnehte:/ und ob ich daz beziuge hie,/ geniuze ich | |
| fürste rîch von Sahsen/ sprach aber als ein frevel helt:/ ‘herr, ich tuon allez daz ir welt,/ wan daz ich niht | |
| mich riuwen iemer mê/ daz ir beswæret sint von mir./ herr, ich enwânde niht daz ir/ dur die vertânen frâge mîn/ | |
| wære mir ein schande/ und ein êweclicher spot./ swie mîn her Mars, des strîtes got,/ den wider habe in sîner pfliht,/ | |
| alsus dô wider in:/ ‘der fürsten willen unde ir sin,/ herr unde vater, den sag ich,/ wan si des hânt gebeten | |
| verswunden/ noch balder denne ein windes brût./ seht, vater unde herre trût,/ dis âventiure mir geschach./ dâ bî mîn herze sich | |
| muoʒ iemer underweben/ mit jâmer und mit leide sîn./ ach, herre friunt, geselle mîn,/ wie lâst dû mich in riuwe!/ wie | |
| Lant; und syn nachgebur was geheißen Claudas, und der was herre von Bohorges und von dem land allumb. Der Claudas was | |
| gewústet was von Uterpandragone und von Aramůnde, der da was herre von Wenigen Brytanien, das da hieß Hocri zu zunamen. Der | |
| sich der konig Ban das er schlug Ponten Anthonien yren herren, und det so viel mit den wapen das er beleib | |
| rede, die wol gezimpt zu sprechenn eym unerforchten manne: ‘Hai herre gott, yczo sieh ich myn tötlichen fynt, der mir so | |
| myn tötlichen fynt, der mir so manig leytt hatt gethan. Herre gott, gebe hůt das ich yn zu tode muß erschlagen! | |
| gebe hůt das ich yn zu tode muß erschlagen! Ai herre got, nů gebe das ich mit im ersterbe $t ee | |
| wann ich thuns umb den konig Artus den ir zu herren habt, wann syn vatter Uterpandragon $t hatt mich enterbet. Ich | |
| rych alles, wann ich es gewinne, und ir solt syn herre alles myns gůts. Und muß ich uch vahen mit gewalt, | |
| im sichert zu helffen sin macht, one zu verraten synen herren noch zu verkauffen. Und Claudas sichert im zuhant, als schier | |
| frunt. ‘Was redest du das?’ sprach der konig Ban. ‘Was herre’, sprach er, ‘ich ratt uch wol das irselb farent zu | |
| thun, wann er eyschett mir das ich sende zu mym herren dem konig Artus, und er gitt mir frist vierczig tag, | |
| ich me thun wil? Ich wil selb farn zu mym herren dem konig Artus und wil yn bitten gnad von myner | |
| uns dienen sol, wann ich wen wol das wir unsern herren den konig sollen sere erbarmen, als er unsern großen ruwen | |
| wann er must zuhant ryten. Der knecht mynnet sere synen herren und det schier syn gebott. Er hett das roß groß | |
| sprechen zum konig Claudas das ich hab gesant an myn herren den konig Artus, und ir solt im dienen nach synem | |
| willen, und saget im: enhabe ich keyn hilff von mym herren konig Artus in dißen vierczig $t tagen, so thu ich | |
| solt wenig achten off das ich hinder mir han gelaßen!’ //‘Herre’, sprach der mörder, ‘ensorget nicht, wann ich sol uch das | |
| roß und treib vor im ein seymer und furt sins herren glene in der hant; die sömer warn geladen mit schönheit | |
| Er hub sich ußerm tor zu Claudas und sagt im: ‘Herre Claudas, ich bring dir gůte mere, das nye manne syn | |
| //Da wart der truchses sere fro und sagt im wiedder: ‘Herre, ich fare wiedder und entschließen uch alle die porten und | |
| Claudas’, sprach der verreter, ‘und han gewunnen einen fried mym herren dem konig, und Claudas hatt yn gemacht.’ Da der ritter | |
| hett große sorg vor verretniß. Da sprach er alsus: ‘Werlich herre truchses, zu dirre zytt spúlget nymand zu machen friede mit | |
| $t Da wart das geschrey so groß under yn, ach herre got von hymmel, ob es hett gedůnret, man enkunde in | |
| sich weren als er nichts darumb enwúst, und begunde synen herren vil sere zu clagene. Und Banin, der off dem großen | |
| ir uns alles gemacht! Ir hant verraten $t uwern rechten herren, der uch von nicht zu eim großen herren hatt gemacht! | |
| uwern rechten herren, der uch von nicht zu eim großen herren hatt gemacht! Ir hant im genomen alle die hoffnunge da | |
| $t lon múßent ir enpfahen als Judas enpfing, der unsern herren verriet allkußende, $t der komen was off ertrich yn zu | |
| ein unfro man, der sere befangen $t was mit engsten: ‘Herre Claudas, herre Claudas, ir sint wol wißen furwar, $t als | |
| man, der sere befangen $t was mit engsten: ‘Herre Claudas, herre Claudas, ir sint wol wißen furwar, $t als ich mich | |
| yn ob er den thorn wolt hiengeben $t oder behalten. ‘Herre’, sprach er, ‘ich han mich des wol beraten mit mynen | |
| Claudas, alda er stund under synen mannen, und sprach alsus: ‘Herre Claudas, ich han mich uch offgegeben also das mir hie | |
| recht haltent!’ Da sprach Claudas, das wolt er gern thun. //‘Herre richter, nu bitt ich uch durch rechtes willen das ir | |
| verreter, der meyneydig ist wiedder gott und wiedder synen rechten herren; wil er icht darwiedder sprechen, ich wil es ware machen | |
| synem, zu welchem tag irs uns machen wolt.’ ‘Hörent ir, herre truchses, was dißer ritter wiedder uch sprichet? So were ich | |
| und myn gut an uch, und ir mich dann verrietent.’ ‘Herre’, sprach der truchseße, ‘dheyn so gebryset ritter noch so hoch | |
| verretniß zu uch wert gethete, ich endete es yn liegen.’ //‘Her konig, des wil ich vollen sprechen’, sprach Banin, ‘des geben | |
| das ich han gesehen und gehort das er synen gerechten herren verriet.’ Da hort Claudas ein dinck das im lieb was, | |
| yn was er darzu antworten wolt. Da sprach der truchseß: ‘Herre, darzu ratent mirselb, wann dißer haßset mich sere durch uwern | |
| eim urkund das sie beyd fechten wolten. Da sprach Claudas: ‘Herre truchses, ich wond biß yczo das ir getruw weret, wann | |
| lant offzugeben zu lehen und zu erbe. Da sprach Banin: ‘Herre, ich nim es off also das es myn sy als | |
| – Alhie laßen wir die rede von Banin und von hern Claudas $t verliben und sprechen fúrter von dem konig Ban | |
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