Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mich mîn geselle/ habe überwunden danne erslagen.’/ die rede begunde her Îwein clagen/ und wart von leide schamerôt,/ daz er im | |
| ir ir wider geben,/ welt ir nâch gerihte leben.’/ //‘Nein, herre,’ sprach sî, ‘durch got./ ez stât ûf iuwer gebot/ beide | |
| dô diz ergienc,/ ‘neve Gâwein, entwâfen dich:/ so entwâfen ouch her Îwein sich:/ wan iu ist beiden ruowe nôt.’/ dô tâten | |
| dâ er dâ in versperret wart,/ und jaget ûf sînes herren vart,/ unz si in zuo in sâhen/ dort über velt | |
| vlôch man unde wîp/ durch behalten den lîp,/ unz daz her Îwein sprach/ ‘ern tuot iu dehein ungemach:/ er ist mîn | |
| hôrten sagen/ und der den risen het erslagen./ //‘Geselle,’ sprach her Gâwein dô,/ ‘ich mac wol iemer sîn unvrô,/ daz ich | |
| lewen wol.’/ sus lief ter lewe zuo im her:/ sînem herren erzeicte er/ vreude unde vriuntschaft/ mit aller der kraft/ als | |
| in gnâde und gemach/ zuo ir wunden geschach./ arzte gewan her Gâwein,/ im selben unde in zwein,/ ze heilenne ir wunden./ | |
| siechhûs/ vil unlange stunt/ unz daz sî wâren gesunt./ //Dô hern Îwein wart gegeben/ kraft und gesundez leben,/ noch wâren im | |
| vrouwen minne.’/ diu vrouwe sprach ‘die sinne/ der mir unser herre gan,/ die kêr ich alle dar an,/ beide lîp unde | |
| was ir bî dem lewen erkant:/ ouch erkande sî ir herre,/ dô er sî sach von verre./ mit guotem willen gruozter | |
| daz ist iuwer spot:/ od hât ir mich gesuochet?’/ ‘jâ, herre, ob irs geruochet.’/ ‘waz ist daz ir gebietet?’/ ‘dâ habt | |
| iu verendet/ die rede alsô verre/ daz ir aber mîn herre/ werden sult in kurzer vrist,/ alse sî mîn vrouwe ist.’/ | |
| //Hie was grôz vreude von in zwein./ done wart mîn her Îwein/ vordes nie alsô vrô./ von grôzen vreuden kuster dô/ | |
| wârheit/ deheinen bezzern vriunt dan er ist./ ez wolde unser herre Krist,/ und wîste mich ûf die vart,/ daz er sô | |
| ander vrouwen hât/ noch gewinnet noch nie gewan./ diz ist her Îwein iuwer man.’/ //Diu rede dûhte si wunderlich,/ und trat | |
| mich lieber welle hân/ danner mich noch habe getân.’/ //Der herre Îwein vrœlichen sprach,/ dô er gehôrte unde sach/ daz im | |
| iemer heizen mac/ mîner vreuden ôstertac.’/ //Dô sprach diu künegîn/ ‘her Îwein, lieber herre mîn,/ tuot genædiclîchen an mir./ grôzen kumber | |
| mîner vreuden ôstertac.’/ //Dô sprach diu künegîn/ ‘her Îwein, lieber herre mîn,/ tuot genædiclîchen an mir./ grôzen kumber habet ir/ von | |
| vuoz/ und bat in harte verre./ ‘stât ûf,‘ sprach der herre,/ ‘irn habt deheine schulde:/ wan ich het iuwer hulde/ niuwan | |
| ſi gotlichen nieht. uon diu irſlůgen ſi$/ _ ir $t herren den haltenden chriſt. dennan werdent ſi uerlorn. wante ſi tumbin | |
| sâhen,/ duo si di rede vernâmen./ si sprachen: ‘wol dû, hêrre trehtîn!/ waz sol dise rede sîn?/ wol dû, hêrre Pêter,/ | |
| vernam,/ er antwurte im sus:/ ‘Te deum laudamus./ lop dich, hêrre trehtîn,/ der vil micheln genâden dîn,/ want dû allen dînen | |
| sîne boten er sante/ von lande ze lande/ allen gelêrten hêrren,/ daz si durh des wâren gotes êre,/ alt unde junge,/ | |
| iedoch nâch dînen chuniclîchen êren’,/ sprah sante Silvester der hailige hêrre./ $sDer bâbes vie ze dem alre obersten an,/ vil tiure | |
| unholde/ unt sizzest hie behangen mit golde.’/ $sSi sprach: ‘gotewaiz, her guot kneht,/ ir tuot mir michel unreht,/ want ich iu | |
| daz./ nû muoz ich mit itewîzzen sîn,/ daz erbarme dir, hêrre trehtîn,/ durch dîne guote!/ jâ sint die mîne nôte/ noch | |
| phlac./ daz enliez er dô nehainen tac,/ er nebesuochte sîne hêrren,/ er bevalch in sîne sêle./ er hiez im in dem | |
| zwaier minre denne drîzech tûsent mêre./ sante Uodalrîch der heilige hêrre/ der flêgete gote dar umbe/ alle wîle unt alle stunde,/ | |
| sciere was daz getân./ dô îlte man vur man,/ die hêrren lantes grâven,/ di der allez mite wâren,/ si hiwen aine | |
| mac, swie selten mich diu herzeliebe hât gemachet frô./ //Ach herre got, wie schœne ein wîp! jâ milter got, wie rehte | |
| iuwern sac./ wie pflegent ir der fürsten?/ war kumt der herren guot?/ unschuldic wilt ir ehtent,/ gîtic ist iuwer hac,/ buoz | |
| weben./ swer swalwen spîse vrâge,/ der kenne ouch muggen leben./ her hirz und ir, her valke,/ der kennet iuwer niht,/ swer | |
| vrâge,/ der kenne ouch muggen leben./ her hirz und ir, her valke,/ der kennet iuwer niht,/ swer kunstelôsem schalke/ der meisterschefte | |
| guot niht êre enlât,/ des armuot wirt wol rât./ //Ein herre der vor schanden in sîner jugent ist behuot/ mit tugende | |
| vrôn Êren dienest tuot,/ swaz ieman bœser sage./ vil manic herre schande hât/ der doch daz beste tæte,/ wan daz im | |
| im in sîn ôren gât/ einz heizet valsche ræte./ swelch herre wol beslieze/ sîn ôren vor der valschen rât,/ dur daz | |
| ûz valschen ræten missetât,/ der habe im êren wât./ //Eim herren wol gezæme, schüef er dur êre und durch gewin/ swar | |
| bî tugenden an./ diz edel guot gewæte/ vil baz ein herren kleidet/ dan samît pfellol purpur golt,/ wan ez von sünden | |
| wâ vindent ir ein sicherheit/ vor den gerihten zweien?/ die herren hant, daz sî iu leit,/ den pfaffen widerseit./ //Manc herre | |
| herren hant, daz sî iu leit,/ den pfaffen widerseit./ //Manc herre mich des vrâget dur waz der gernden sî sô vil./ | |
| wîp, ein tohter unbehuot./ den gebent niuwe und virne/ die herren durch ir tœrschen muot:/ si gebent durch kunst niht guot./ | |
| meiste menge zuo iu hab gesworn./ ir gâhent an der herren rât mit snellem sprunge./ sus wirt des bœsen vil getân, | |
| milten sam die nehte zuo den tagen./ ich kiuse ouch herren êren vol und schanden lære/ an gar verschamten rîchen tugendelôsen | |
| ir kleit/ grüene und weit,/ swie siz sneit,/ sît die herren sint verzeit/ hiure an miltekeit./ //Schande starc als ein helfant | |
| und heizet dort daz beste./ //Mich vrâget manic edel man ‘her Kanzeler, ir kündet mir,/ man seit ir künnet künste vil:/ | |
| ob ich kan,/ dur waz ich guotes ofte enbir./ die herren kargent âne zil,/ swar ich der lande var./ hæt ich | |
| hæt ich gelücke und dâ bî kunst/ und ouch die herren milte bî ir guote,/ erwurbe ich dan der edelen gunst,/ | |
| iht kan, waz sol mich daz genützen?/ mir sint die herren milte niht,/ mich schiuht ir guot sam wildiu krâ den | |
| himel künc, in himel vogt, gewaltic vürste in lüften gar,/ herr ûf der erde und in dem sê,/ got, meister in | |
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