Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| riten./ do si urloup nemen wolden,/ die dâ rîten solden,/ her Gâwein der getriuwe man/ vuorte hern Îweinen dan/ von den | |
| die dâ rîten solden,/ her Gâwein der getriuwe man/ vuorte hern Îweinen dan/ von den liuten sunder./ er sprach ‘ezn ist | |
| wîp verligen./ kêrt ez niht allez an gemach;/ als dem hern Êrecke geschach,/ der sich ouch alsô manegen tac/ durch vrouwen | |
| ich daz noch rîcher sî/ âne huobe ein werder man./ her Îwein, dâ gedenket an,/ und vart mit uns von hinnen,/ | |
| guot/ in manegem lande von uns zwein./ des volget mir, her Îwein.’/ //Nû versuochter zehant/ an die vrouwen daz er vant:/ | |
| wol deste baz leben/ der ez treit und an siht./ her Îwein, nûne verliesetz niht./ sînes steines kraft ist guot:/ er | |
| wê,/ als wol an ir gebærden schein./ daz senen bedahte her Îwein/ als er dô beste kunde:/ mit lachendem munde/ truobeten | |
| sî sprach ‘sage an, Hartman,/ gihstû daz der künec Artûs/ hern Îweinen vuort ze hûs/ und liez sîn wîp wider varn?’/ | |
| wehselten beide/ der herzen under in zwein,/ diu vrouwe und her Îwein:/ im volget ir herze und sîn lîp,/ und beleip | |
| ich ‘mîn vrou Minne,/ nu bedunket mîne sinne/ daz mîn her Îwein sî verlorn,/ sît er sîn herze hât verkorn:/ wan | |
| zweier wehsel niht:/ wan als diu âventiure giht,/ sô was her Îwein âne strît/ ein degen vordes und baz sît./ //Her | |
| her Îwein âne strît/ ein degen vordes und baz sît./ //Her Gâwein sîn geselle/ der wart sîn ungevelle./ durch nôt bescheid | |
| ê nie,/ ez geschach doch im, und sage iu wie./ her Gâwein was der höfschste man/ der rîters namen ie gewan:/ | |
| gie diu zît mit vreuden hin./ man saget daz mîn her Gâwein in/ mit guoter handelunge/ behabte unde betwunge/ daz er | |
| mit vreuden sunder leide/ von einem turneie komen/ und hete her Îwein genomen/ den prîs ze beiden sîten./ nû was mit | |
| den prîs ze beiden sîten./ nû was mit hôchzîten/ ir herre der künec Artûs/ ze Karidôl in sînem hûs./ dô sluogens | |
| diu rede was wan von in zwein./ nû kam mîn her Îwein/ in einen seneden gedanc:/ er gedâhte, daz twelen wær | |
| iu sîn unmære/ als ein verrâtære./ daz ist hie der her Îwein,/ der niender in den siten schein,/ dô ich in | |
| tæte ir leides mêre/ und benæme ir lîp und êre./ //Her Îwein, sît mîn vrouwe ir jugent,/ schœne, rîcheit, unde ir | |
| vrumer man/ âne triuwe werden kan./ //Nû tuon ich disen herren kunt/ daz sî iuch haben vür dise stunt/ vür einen | |
| und schiet von dan./ //Daz smæhen daz vrou Lûnete/ den herren Îweinen tete,/ daz gæhe wider kêren,/ der slac sîner êren,/ | |
| //Dô diu juncvrouwe gereit,/ nû was dem künege starke leit/ hern Îweines swære,/ und vrâgte wâ er wære./ er wold in | |
| zehant./ sî sprach her wider zuo den zwein/ ‘vrouwe, lebet her Îwein,/ sô lît er âne zwîvel hie,/ ode ichn gesach | |
| von bezzern zühten wart geborn/ nie rîter dehein/ danne mîn her Îwein,/ den ich sô swache sihe leben./ im ist benamen | |
| ‘bistûz Îwein, ode wer?/ hân ich geslâfen unze her?/ wâfen, herre, wâfen!/ sold ich dan iemer slâfen!/ wand mir hât mîn | |
| künec Artûs/ von ir vuorte ze hûs./ mîn geselle was her Gâwein,/ als mir in mînem troume schein./ sî gap mir | |
| bin ich erwachet./ mich hete mîn troum gemachet/ zeinem rîchen herren./ nu waz möhte mir gewerren,/ wær ich in disen êren | |
| ruofet mir? wer?’/ er sprach ‘vrouwe, kêret her.’/ sî sprach ‘herre, daz sî.’/ sî reit dar und habet im bî./ sî | |
| in der mære/ wie er dar komen wære./ //Dô sprach her Îwein/ als ez ouch wol an im schein/ ‘dâ hân | |
| im aller sîn schade/ harte lützel an schein./ hie hete her Îwein/ sîn nôt überwunden/ und guoten wirt vunden./ //Diu vrouwe | |
| hân.’/ hie mite was der zorn ergân./ //Sus twelte mîn her Îwein hie/ unz in diu wilde varwe verlie,/ und wart | |
| wer/ die rîter vonme lande/ unde ir sarjande,/ unde mîn her Îwein/ zaller vorderest schein./ sî wârn ê vaste in getân,/ | |
| nû wer möhte diu sper/ älliu bereiten her/ diu mîn her Îwein dâ brach?/ er sluoc unde stach,/ und die sîne | |
| und die andern gevangen./ hie was der strît ergangen/ nâch hern Îweines êren./ si begunden an in kêren/ den lop unde | |
| und wîs,/ und in enmöhte niht gewerren,/ heten sin zeinem herren/ od einen im gelîchen./ sî wunschten vlîzeclîchen/ daz sî des | |
| sô stechel und sô lanc,/ daz in sunder sînen danc/ her Îwein ergâhte an dem tor:/ dâ vienc er in vor/ | |
| //Ezn wart nie rîter mêre/ erboten grœzer êre/ dan mînem hern Îweine geschach,/ dô man in zuo rîten sach/ unde sînen | |
| al ir muot./ si bedûhte des, er wære guot/ ze herren in ir lande:/ und endûhtez sî niht schande,/ sî hete | |
| hôrter eine stimme/ clägelich und doch grimme./ nune weste mîn her Îwein/ von wederm si wære under den zwein,/ von wurme | |
| er den lewen des betwanc/ daz er alsô lûte schrê./ hern Îwein tete der zwîvel wê/ wederm er helfen solde,/ und | |
| unz sî beide schiet der tôt./ //Der lewe und sîn herre/ die vuoren unverre/ unz er ein tier ersmahte./ nû twanc | |
| und souc im ûz daz warme bluot:/ dazn wær sînem herren doch niht guot./ nû schant erz dâ erz weste/ veizet | |
| überiges schein,/ daz âz der lewe unz an diu bein./ //Her Îwein leite sich und slief:/ der lewe wachet unde lief/ | |
| und wolt sich stechen durch den bûch,/ wan daz im her Îwein/ dannoch lebende vor schein./ er rihte sich ûf und | |
| dem lewen daz/ daz er sich niht ze tôde stach./ her Îwein clagete unde sprach/ ‘unsælec man, wie verstû nû!/ der | |
| dâ? wer?’/ ‘wer vrâget des?’ sprach aber er./ sî sprach ‘herre, daz hie claget,/ daz ist ein alsô armiu maget/ daz | |
| ir leider an:/ die schulde legent sî ûf mich./ nû herre got, waz moht ich/ daz ir an im missegie?/ deiswâr | |
| ouch entrûw ichs niemen wan den zwein.’/ dô sprach der her Îwein/ ‘nû nennet mir die drî man/ die iuch mit | |
| hulfe ûz dirre arbeit/ sweder ez weste von in zwein,/ her Gâwein ode her Îwein.’/ //‘Welhen Îwein meinet ir?‘ sprach er./ | |
| arbeit/ sweder ez weste von in zwein,/ her Gâwein ode her Îwein.’/ //‘Welhen Îwein meinet ir?‘ sprach er./ sî sprach ‘herre, | |
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