Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| erhaben, der knapp myns herren Ywans gesell ging vor myn herren den konig und knyet fúr yn und sprach vil einfelticlichen: | |
| den konig und knyet fúr yn und sprach vil einfelticlichen: ‘Herre’, sprach er, ‘ir hant mich ritter gemacht mit uwern gnaden. | |
| ir sie wol zu end bringent, das ist uch nott!’ ‘Herre’, sprach der knappe, ‘diß ist die erst beth der ich | |
| es durch got und sendent mich zu der frauwen!’ Min herre Gawan kam erfur gesprungen und myn herre Ywan syn nefe | |
| der frauwen!’ Min herre Gawan kam erfur gesprungen und myn herre Ywan syn nefe und sprachen zu @@s@dem konig: ‘Herre, durch | |
| myn herre Ywan syn nefe und sprachen zu @@s@dem konig: ‘Herre, durch got gelobet es im! Wir wenen werlichen das er | |
| das ir da mit prise geholt und ere und lob!’ ‘Herre’, sprach der knapp, ‘das můß uch got vergelten!’ Er nam | |
| vergelten!’ Er nam urlob zu dem konig und zu mynem herren Gawan, und myn herre Ywan furt yn zu der herberg | |
| zu dem konig und zu mynem herren Gawan, und myn herre Ywan furt yn zu der herberg und wapent yne. Der | |
| die bottschafft bracht hett ging zu dem konig und sprach: ‘Herre, ich fare mit uwerm urlob, mich duncket das ir mir | |
| wol furware das uwer frauw wol da mit bewarnt sy.’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘mit uwerm urlob.’ ‘Got geleyt uch’, sprach | |
| senden als sieselb wil ritter der besten die ich han!’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘das vergelt uch gott!’ Er kerte umb | |
| vergelt uch gott!’ Er kerte umb und ging zu myns herren Ywans herberg und fand sich den knappen wapende. $t Da | |
| heubt und die hende, er bedacht sich und sprach: ‘Hei herre, wes ist mir vergeßen! Ich han zu myner frauwen noch | |
| urlob genomen der koniginne.’ ‘Ir hant wißlich gesprochen’, sprach myn herre Ywan, ‘wol$/ dann, geen wir zu ir!’ ‘Herre’, sprach der | |
| sprach myn herre Ywan, ‘wol$/ dann, geen wir zu ir!’ ‘Herre’, sprach der knapp zu dem ritter, ‘beident myn off dem | |
| des knappen schiltknecht ritten mit im. Der knapp und myn herre Ywan gingen zu hofe durch den sale da der konig | |
| off die erden @@s@und er schampt sich fast sere. Myn herre Ywan sprach: ‘Frauw, das ist der knappe den myn herre | |
| herre Ywan sprach: ‘Frauw, das ist der knappe den myn herre von nehte ritter macht, er ist herre komen zu uch | |
| yczunt hinweg?’ sprach die frauw. ‘Ja er, frauw’, sprach myn herre Ywan, ‘er muß faren vechten myns herren halben fur die | |
| frauw’, sprach myn herre Ywan, ‘er muß faren vechten myns herren halben fur die frauwen von Noaus.’ ‘Hey herre got’, sprach | |
| vechten myns herren halben fur die frauwen von Noaus.’ ‘Hey herre got’, sprach die konigin, ‘warumb gestattet das myn herre? Er | |
| ‘Hey herre got’, sprach die konigin, ‘warumb gestattet das myn herre? Er hatt so vil zu thun mit dem ritter den | |
| den er erlöst von den glenestucken.’ ‘Werlich frauw’, sprach myn herre Ywan, ‘es ist mym herren herczlich leyt; er bats ynselbs | |
| glenestucken.’ ‘Werlich frauw’, sprach myn herre Ywan, ‘es ist mym herren herczlich leyt; er bats ynselbs das er dar faren múst.’ | |
| glenenstuck ußer dem lib zoh; er hatt groß kunheit gethan.’ ‘Herre got’, sprachen sie, ‘wie schön er ist und wie wol | |
| den knappen mit der hant und sprach: ‘Stent off, lieber herre! Ir sint licht vil edeler dann nymant wenet, ir hant | |
| zu den jungfrauwen und nam zu yn allen urlob. Myn herre Ywan furt yn wiedder zu der herberge und wapent im | |
| herberge und wapent im das heubt und die hende. Myn herre Ywan solt im das schwert umb gurten, und gedacht im | |
| konig das schwert nicht het umbgegúrt. ‘So mir myn lip, herre’, sprach er, ‘ir ensint nicht ritter noch!’ ‘Warumb?’ sprach der | |
| nicht ritter noch!’ ‘Warumb?’ sprach der knapp. ‘Darumb’, sprach myn herre Ywan, ‘das uch der konig uwer schwert nicht umb hatt | |
| gurt dann mynselbs schwert.’ ‘Ich wil darnach ryten’, sprach myn herre Ywan. ‘Ir solt hie bliben’, sprach der knap, ‘und ich | |
| wiedder komen zu uch.’ Der knapp reyt @@s@hinweg, und myn herre Ywan beit syn in der herberg. Er mocht lang beyten, | |
| da er sich me mit beßsert. Lang beyte syn myn herre Ywan. Da er sah das er nicht wiedder kam, er | |
| kam, er ging zu dem konig und sagt es im. ‘Herre’, sprach er, ‘wir sint bößlich betrogen mit uwerm knappen den | |
| zu Noaus gesant hant.’ ‘Wie so?’ sprach der konig. ‘Werlich herre’, sprach er, ‘ir hant im syn schwert noch nit gegurtet’, | |
| wundert sere warumb er nit wiedder komen was und im her Ywan gesagt hett das er nit ritter enwere. ‘Werlich’, sprach | |
| gesagt hett das er nit ritter enwere. ‘Werlich’, sprach myn herre Gawan, ‘ich wen das er ein hart edelman was und | |
| es wetlich von großer unwird gethan, umb das im myn herre syn swert nicht zu dem ersten umbgurt vor den andern, | |
| und groß, mitten eins lands. ‘Nu wil ich uch sagen, herre’, sprach der ritter, ‘warumb ich dißen weg nit ryten wolt.’ | |
| seßsel und sprach zu dem knappen: ‘Ir thúnt úbel, lieber herre’, sprach er, ‘uch bestett darinn nit zu gane.’ ‘In truwen, | |
| er mit gewalt ins pavilune brechen wolt. ‘Stent schon, lieber herre!’ sprach der ritter, ‘ir mögent darinn nicht, wann myn jungfrau | |
| sie blieben all schon siczen, und die ein sprach: ‘Ay herre gott’, sprach sie, ‘wie durch schön ein ritter kómpt hie | |
| und synen helm hinweg zu furn. ‘Was wolt ir thun, herre’, sprach der ritter, ‘wolt ir die jungfrauwen faren suchen?’ ‘Ja | |
| ‘Ich hort wol’, sprach der knapp, ‘das ir zu mym herren dem kónig sprachent das der tag noch nit @@s@bescheiden were | |
| knappen in die ahseln gestochen hett, und lachte. ‘Seht hie, herre’, sprach er, ‘ich wil uch myn swert geben darzu, bedorffent | |
| muß ich die jungfrauw han’, sprach der knappe. ‘Nement sie, herre’, sprach der groß ritter, ‘die stund múß unselig syn das | |
| sie dem ritter der yn dar hett bracht. ‘Seht hin, herre’, sprach er, ‘nu hant ir zwo!’ ‘Myn ensint sie nicht’, | |
| han sie uch gelobet, $t und ir solt sie han.’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘ob ir der jungfrauwen keyne wolt, so | |
| das ir sie furet zu des konig Artus hoff myns herren und gebent sie myner frauwen der koniginne; und sprechent das | |
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