Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| wil schwigen wie er gefur, und sprechen furter von mym herren Gawan und von dem konig Artus, der syn öheim was, | |
| ein groß rott zur porten inn rytende, das was myn herre Gawan und syn gesellschafft. Des wart der konig Artus frower | |
| die andern all. Die konigin was ußermaßen fro das myn herre Gawan noch lebte. Der konig fragt zuhant wo sie gewest | |
| hetten. ‘Ich enkans uch nit fast wol bescheiden’, sprach myn herre Gawan, ‘wann so viel das man uns zu eyner burg | |
| das wirs uch dancketen und myner frauwen der konigin.’ ‘Werlich herre’, sprach die konigin, ‘das was unser ritter der nechten von | |
| ir yn an wapen bloß?’ sprach der konig zu mym herren Gawan. ‘Neyn ich, herre’, sprach er, ‘er enwolt synen helm | |
| bloß?’ sprach der konig zu mym herren Gawan. ‘Neyn ich, herre’, sprach er, ‘er enwolt synen helm nye von synem heubt | |
| konig, ‘das ichs nit enweiß.’ ‘Was ist das?’ sprach myn herre Gawan, und die ritter die by im stunden sagten im | |
| der konig, ‘wie möcht ich uch erlösen ußer der gefengniß?’ ‘Herre’, sprach sie, ‘da hort groß arbeit zu.’ ‘Welch arbeit ist | |
| sie gern understan, $t weiß ich wie.’ ‘Jungfrauwe’, sprach myn herre Gawan, ‘sagent mym herren @@s@wie er uch gehelffen möge, er | |
| weiß ich wie.’ ‘Jungfrauwe’, sprach myn herre Gawan, ‘sagent mym herren @@s@wie er uch gehelffen möge, er thůt es.’ ‘Ich enkan | |
| werden’, sprach sie, ‘mir helff dann der ritter den myn herre der konig von im ließ farn.’ ‘Wie möchten wir den | |
| im ließ farn.’ ‘Wie möchten wir den erkennen?’ sprach myn herre Gawan. ‘Zu der ersten vergaterung, $t die úmmer geschicht in | |
| der andern vergaterung und zu der dritten.’ ‘Jungfrauw’, sprach myn herre Gawan, ‘ob er uch enböte das ir zu im kement, | |
| ußkomen?’ ‘Nein ich’, sprach sie, ‘ich sehe yn dann selber.’ ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘ich wil wol das irs wißent | |
| sprach sie, ‘ich sehe yn dann selber.’ ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘ich wil wol das irs wißent das ich nummer | |
| im sere ubel zu mut, und was im ußermaßen leit. ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘ich hore sagen das der konig | |
| zu mut, und was im ußermaßen leit. ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘ich hore sagen das der konig von Uber den | |
| bliben’, sprach der konig. ‘Des enmag nit syn’, sprach myn herre Gawan. //Der konig Artus sant zuhant einen botten dem konig | |
| des drytten tages nach unser frauwen tag zu herbst. Myn herre Gawan nam urlub zu dem konig und zu der koniginne | |
| Nu múßen wir ein wil schwigen des koniges und myns herren Gawans und sprechen furter von dem wißen ritter, der die | |
| da er die nacht gelegen hett da er von mym herren Gawan gescheiden was und von synen gesellen, da er sie | |
| gnadet im. ‘Jungfrauw’, sprach er, ‘warumb rytend ir so bald?’ ‘Herre’, sprach sie, ‘ich rytt an allen enden mere sagen allen | |
| felt, das litt zwúschen Godoazere und Maigne, da wil myn herre der konig Artus stryten mit dem konig von Uber den | |
| jungfrauw?’ sprach er. ‘Des konig Artus wip’, sprach sie. ‘Lieber herre’, sprach sie, ‘wißent ir keyn mere von dem ritter der | |
| da man vergatern sol, er blib dann dot biß dar.’ ‘Herre’, sprach sie, ‘ir hant mich nů wol getröstet, gott der | |
| den man ußermaßen schön und fragt yn wer er were. ‘Herre’, sprach er, ‘ich bin der konigin ritter, und haßent mich | |
| sint ir?’ sprach der wiß ritter. ‘Der konigin von Britanien, herre’, sprach er. Da sprach der wiß ritter das kein ritter | |
| sprach er, ‘und darnach wil ich yn thun verurteiln.’ ‘Lieber herre’, sprach der wiß ritter, ‘es ist nit ersam das irn | |
| umb das das sie yn wolten döten, wann yn ir herre enbott das sie schußen. Sie schůßen by im hien und | |
| leit was des ritters ungemach der da gefangen was. Der herre wart auch wol geware das sie den wißen ritter nit | |
| und gab es dem ritter den er da erlößt hett. ‘Herre ritter, siczet heruff und rytet dann mit mir!’ Er saß | |
| ‘So fart dar’, sprach er, ‘es ist mir lieb!’ ‘Lieber herre’, sprach der ritter, ‘von weswegen sol ich myner frauwen der | |
| betete. Der ritter grußt yn, und er gnadet im. ‘Lieber herre’, sprach der knappen einr zu dem geistlichen $t manne, ‘dißer | |
| das mirs númmer mer geschicht da ichs behalten mag!’ ‘Gut herre’, sprach der ritter, ‘was suchtent ir die zytt nachtes alda | |
| suchtent ir die zytt nachtes alda da wir uch funden?’ ‘Herre’, sprach er, ‘myn vatter und myn mutter ligent alda begraben | |
| einer stat da by in den zehen tagen die ir herre da gewesen was, umb das er sich anders zeichen wolt. | |
| er vier ritter stercke der yglicher als starck were als herre Gawan ist.’ ‘Wie’, sprach der wiß ritter, ‘sint ir einer | |
| roßbare wart ser herlich bereyt, und die knappen leyten yrn herren daroff und furen ir straß allgemehelich. – Wir mußen hie | |
| rede von dem siechen ritter und sprechen furter von mym herren Gawan, wie er den wißen ritter sucht und wa. //Uns | |
| sucht und wa. //Uns sagt die hystoria furter von mym herren Gawan: da er den ritter sucht der die Dolorosen Garden | |
| dem ritter der die Dolorosen Garden gewann?’ ‘Das ist ware, herre’, sprach sie, ‘ich weiß wol das ir myn herre Gawan | |
| ware, herre’, sprach sie, ‘ich weiß wol das ir myn herre Gawan synt, des koniges nefe, der die jungfrau $t in | |
| jungfrauw die zuletst wiedder den ritter geredet hett den myn herre Gawan sucht. Sie was auch dieselb jungfrauw die die frauw | |
| jungfrauw ußgesant die gefangen lag zu der Dolorosen Garden. Min herre Gawan kam rytende in eynen walt. Da er dardurch kam, | |
| die roßbare getragen da der wiß ritter uff lag. Myn herre Gawan beyt der roßbare biß sie zu im kam; er | |
| fragt den knappen der sie furt, wer da uff lege. ‘Herre’, sprachen sie, ‘da lyt ein wunt ritter uff.’ Und der | |
| tůch off heben und fragt were da were. ‘Ich bin, herre, ein ritter uß des konig Artus hoff’, sprach myn herre | |
| herre, ein ritter uß des konig Artus hoff’, sprach myn herre Gawan. Er ließ das tuch wiedder nyder und forcht das | |
| tuch wiedder nyder und forcht das er yn bekente. Myn herre Gawan fraget yn were er were. Er sprach, er were | |
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