Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Brunen, und die jungfrauw mit im. ‘Herre Brun’, sprach myn herre Gawan, ‘was sagent ir mir nů von dem ritter?’ ‘Ich | |
| ich uch heische.’ ‘Ich wil es uch geben’, sprach myn herre Gawan, ‘mag ich uch es mit eren geben und das | |
| es nit, so wil ich uch der bethe erlaßen.’ Myn herre Gawan reyt hinweg und Brun mit im und die jungfrauwe, | |
| sie zu der burg kamen. Brun bleib daruß, und myn herre Gawan und die jungfrau ritten in die burg. Diß hort | |
| und sprach zu sym arczat das er sprech zu mym herren Gawan das er so siech were das nymant fur yne | |
| und ging daroff ligen. Die frau von Noaus was myns herren Gawans sere fro. Er ging zu dem arczat und batt | |
| $t siech.’ ‘Ob ich syn nit gesehen enmag’, sprach myn herre Gawan, ‘so laßet doch diße jungfrauw fur yn gan!’ ‘Das | |
| synen namen nymant seyte. Sie ging wiedder uß zu mym herren Gawan. ‘Was sagent ir mir, liebe jungfrauw?’ $t sprach er. | |
| kamen fur die porten, der ir da uß gebeitet hett. ‘Herre Gawan’, sprach er, ‘nu sint ir mir einer bethe schuldig.’ | |
| Dolorosen Garden. Da sie die burg sahen, da bekante myn herre Gawan die burg wol. ‘Jungfrauw’, sprach er, ‘ich weiß wol | |
| Brun was noch ußerhalb der porten. ‘Jungfrau’, $t sprach myn herre Gawan, ‘noch enweiß ich des ritters namen nit der myn | |
| Gawan, ‘noch enweiß ich des ritters namen nit der myn herren den konig herinn hieß komen.’ Die jungfrau die myn herren | |
| herren den konig herinn hieß komen.’ Die jungfrau die myn herren Gawan dar hett bracht růmde der jungfrauwen von dem thorn. | |
| Gawan dar hett bracht růmde der jungfrauwen von dem thorn. ‘Herre’, sprach sie, ‘ich wil uch synen namen sagen, koment dann | |
| zu eim grabe, was vor wilen geschriben: ‘Hie lyt myn herre Gawan des koniges $t neve, und das ist syn heubt.’ | |
| der porten kamen, da funden sie Brunen da vor halten. ‘Herre Gawan’, sprach er, ‘nu wil ich myn gabe!’ ‘Was ist | |
| sprach Brune. ‘Es was als ich gesprochen han’, sprach myn herre Gawan; ‘enwolt ir des nit glauben, so wil ich das | |
| Brun. Die jungfrauwen baten yn so vil das er mym herren Gawan frist gab biß an den nehsten thorney. So solt | |
| was Brandus von den Ylen gefangen gewesen, das was der herre von der Dolorosen Garden. Der einsiedel was des ritters sere | |
| nacht zu dem thorney. – Nu mußen wir von mym herren Gawan sprechen ein wile. //Da myn herre Gawan und die | |
| wir von mym herren Gawan sprechen ein wile. //Da myn herre Gawan und die zwo jungfrauwen und Brun von der Dolorosen | |
| sie yn nit enfunden, da waren sie ußermaßen unfro. Myn herre Gawan sprach, er enwónd keyn mere von im vernemen vor | |
| jungfrauw. ‘Wir enhaben nicht dann vier wochen dar’, sprach myn herre Gawan. ‘Da sol er sicherlichen syn, ist er gesunt.’ Sie | |
| ‘Ich wil uch ein ding sagen’, sprach Brun zu mym herren Gawan, ‘das uch diße zwo jungfrauwen ubel zu nemen weren, | |
| da ich uch helffen wolt.’ ‘Das ist ware’, sprach myn herre Gawan, ‘und enhulffent ir mir auch nit, so werent ir | |
| bliesen zu valle das der hircz gefangen $t were. Myn herre Gawan und sin gesellschafft kamen darzu geritten, und der ritter | |
| in dem pavilun das wer sin. @@s@‘Große gnad’, sprach myn herre Gawan, ‘wir wollen mit uch herbergen.’ Sie erbeizeten von irn | |
| mit im. Der ritter kam wiedder und sprach zu mym herren Gawan: ‘Herre, ich han uch dalang geherbergt, $t ir dorffent | |
| Der ritter kam wiedder und sprach zu mym herren Gawan: ‘Herre, ich han uch dalang geherbergt, $t ir dorffent kein angst | |
| angst biß morn han; furter versicher ich uch nit.’ ‘Lieber herre’, sprach myn herre Gawan, ‘dut ir mir ubel, das ist | |
| han; furter versicher ich uch nit.’ ‘Lieber herre’, sprach myn herre Gawan, ‘dut ir mir ubel, das ist mir leit.’ Der | |
| ritter herbergt sie wol und ersam. Des morgens fur myn herre Gawan dannen mit syn zweyn jungfrauwen, und Brun fur mit | |
| sprachen ein wort nit und bereiten sich zu justiern. Myn herre Gawan nam syne glene und nam das roß mit den | |
| halten. Der ein ritter stach syn glene enzwey off mym herren Gawan, und myn herre Gawan stach jhenen von dem roß. | |
| stach syn glene enzwey off mym herren Gawan, und myn herre Gawan stach jhenen von dem roß. Der ander kam off | |
| warens alle dry zu fuß. Sie schlugen beide off myn herren Gawan, und er werte sich manlich und det yn mere | |
| dann sie im kunden gethun. Sie stritten lang, und myn herre Gawan begund sie zu triben. Und die jungfrau die mit | |
| ‘Wer ist er dann?’ sprach der ein. ‘Es ist myn herre Gawan’, sprach sie, ‘des kónig Artus neve.’ Derselb sah synen | |
| er syn der uch herre brachte!’ ‘So helff uch got, herre, sint irs myn herre Gawan?’ sprach der ander. ‘Ja ich’, | |
| herre brachte!’ ‘So helff uch got, herre, sint irs myn herre Gawan?’ sprach der ander. ‘Ja ich’, sprach er. ‘Edel ritter’, | |
| farn, so ir mir myn roß hant dot geslagen!’ $t ‘Herre’, sprach jhener der es im dot stach, ‘ich wil uch | |
| und hett im Brun den meisten unfur gesagt von minem herren Gawan von aller der welt. Er gab mym herren Gawan | |
| minem herren Gawan von aller der welt. Er gab mym herren Gawan syn roß, und die zwen ritter namen urlob zu | |
| syn roß, und die zwen ritter namen urlob zu mym herren Gawan. Sie ritten hinweg, und Brun reyt ein wil mit | |
| reyt ein wil mit yn und kam wiedder zu mym herren Gawan und gebaret als er wiedder mit im furter wolt | |
| gebaret als er wiedder mit im furter wolt riten. Myn herre Gawan sah yn an und sprach, er gefúre dalang me | |
| sprach Brune, ‘ir wart doch ein wil gnug erfert.’ Myn herre Gawan und syn jungfrauwen schieden von Brunen und ritten so | |
| namen die jungfrauwen und furten sie enweg. Das sah myn herre Gawan und wart sere zornig. ‘Ir herren’, sprach er, ‘ir | |
| Das sah myn herre Gawan und wart sere zornig. ‘Ir herren’, sprach er, ‘ir sint sere verzagt und thut uch selb | |
| yn, ‘ir soltent mir han geleistet das ir mir gelobet!’ ‘Herre Brun, böser verreter’, sprach myn herre Gawan, ‘sint ir das, | |
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