Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| morgen guot getân./ wine der Gotelinde $s kom ze hove gegân./ dô sach er beidenthalben $s diu grœzlîchen sêr;/ daz weinte | |
| bestân./ ich wil ûf mînen füezen $s in daz ellende gân.«/ Dô sprach der künec Etzel: $s »wer hülfe danne mir?/ | |
| nâhete der tôt./ Dô sah man Rüedegêren $s under helme gân./ ez truogen swert diu scharpfen $s die Rüedegêres man,/ dar | |
| »wa gesâhet ir ie durch suone $s sô manegen helt gân/ mit ûf gebunden helmen, $s die trüegen swert enhant?/ an | |
| Unde welt ir niht erwinden $s ir$’n welt zuo z$’uns gân,/ slaht ir mir iht der vriunde, $s die ich noch | |
| man./ man sach si nâch ir herren $s vil degenlîche gân./ diu snîdenden wâfen $s si truogen an der hant,/ des | |
| ouch Hagene,/ Dancwart unde Volkêr, $s die guoten degene,/ die giengen, dâ si funden $s ligen die zwêne man./ dô wart | |
| sprach Gîselher daz kint./ »nu lâzet iuwer weinen, $s und gê wir an den wint,/ daz uns die ringe erkuolen $s | |
| $s swaz hie hânt getân/ die ellenden recken, $s des gât in michel nôt./ unde lât si des geniezen, $s daz | |
| bôt.«/ Dô sprach der küene Wolfhart: $s »ich wil dar gân/ unde wil der mære vrâgen, $s waz si hânt getân,/ | |
| in tuot.«/ Dô bat er Helpfrîchen $s vil balde dar gân/ und hiez in daz ervinden $s an Etzelen man/ oder | |
| getân,/ sô sold ez in allen $s an ir leben gân./ ob wirz in vertrüegen, $s des wære wir geschant./ jâ | |
| venster saz./ dô bat er Hildebranden $s zuo den gesten gân,/ daz er an in erfünde, $s waz dâ wære getân./ | |
| hant:/ er wolde in sînen zühten $s zuo den gesten gân./ von sîner swester kinde $s wart im ein strâfen getân./ | |
| Dô sprach der grimme Wolfhart: $s »welt ir dar blôzer gân,/ sô mag ez ân$’ ein schelten $s nimmer wol gestân,/ | |
| der degen./ Dô sach der küene Volkêr $s wol gewâfent gân/ die recken von Berne, $s die Dietrîches man,/ begürtet mit | |
| lant./ Dô sprach der videlære: $s »ich sihe dort her gân/ sô rehte vîentlîche $s die Dietrîches man/ gewâfent under helme: | |
| ich wæn$’ ez an daz übele $s welle uns ellenden gân.«/ In den selben zîten $s kom ouch Hildebrant./ dô sazt | |
| in daz gebôt./ den Dietrîches recken $s sach man trähene gân/ über berte unde über kinne: $s in was vil leide | |
| Guntheres man./ dô sach man Wolfpranden $s in strîte hêrlîche gân./ Dô vaht, alsam er wuote, $s der alte Hildebrant./ vil | |
| die Guntheres man/ und ouch die Dietrîches. $s Hildebrant was gegân,/ dâ Wolfhart was gevallen $s nider in daz bluot./ er | |
| daz si sich balde wâfen; $s wand$’ ich wil dar gân./ unde heizet mir gewinnen $s mîn liehtez wîcgewant./ ich wil | |
| schilt vil vesten $s nam er an die hant./ si giengen balde dannen, $s er unde meister Hildebrant./ Dô sprach von | |
| Dô sprach von Tronege Hagene. $s »ich sihe dort her gân/ den herren Dietrîchen, $s der wil uns bestân/ nâch sînem | |
| sîn wir niht sô schuldic«, $s sprach dô Hagene./ »ez giengen zuo disem hûse $s iuwer degene,/ gewâfent wol ze vlîze | |
| gegen dir stânt/ und noch ledeclîche $s vor ir vîanden gânt.«/ »Ir ensult iz niht versprechen«, $s sô redete Dietrich,/ »Gunther | |
| snelle degene,/ dô ir mich gewâfent $s zuo z$’iu sâhet gân?/ ir jâhet, daz ir eine $s mit strîte woldet mich | |
| durch gen. Jst auer, dat de nase von eyn ander get, vnde daz plaster se nicht heylet, so nym ez ab | |
| dane wart jâmer niht vermiten,/ do er für sîne muoter gienc/ und si in sô vaste zuo ir vienc./ ___"fil li | |
| holt der künegîn./ dar nâch diu frouwe niht vergaz,/ si gieng och dâ der wirt saz/ und des wîp diu burcrâvin./ | |
| dar umbe ich iuch beidiu man."/ si nam urloup, dô gienc si dan/ aber hin wider für ir gast./ des herze | |
| vînde wellent lân."/ ___dô wart gevolget Gahmurete/ einer höfschlîchen bete./ //"gêt nâher, mîn hêr Razalîc:/ ir sult küssen mîn wîp./ Als | |
| küneginne rîch/ //in küssen unde vâhen zir./ er sprach "nu ging ouch her ze mir."/ der wirt in kuste selbe dô:/ | |
| hêr/ nâmen den Schotten Hiutegêr/ und Gaschiern den Orman,/ si giengen für ir hêrren sân:/ der liez si ledic umb ir | |
| ersprenget/ und swerte vil erklenget./ ___Ein schifprücke ûf einem plân/ gieng übr einen wazzers trân,/ mit einem tor beslozzen./ der knappe | |
| den sîn,/ Einen andern künec si viengen./ dâ liefen unde giengen/ manc werder man in îsenwât:/ den wart dâ gâlûnt ir | |
| kleiner junchêrren dri:/ den riten starke knappen bî,/ zwên soumær giengen an ir hant./ die boten hete dar gesant/ diu küneginne | |
| nâch an gesigt."/ ir hurte gab in rûmes vil:/ dô giengez ûz der kinde spil./ si worhten mit ir henden/ daz | |
| ûf ir sicherheit./ die wârn hin_ûz gevangen,/ und kômn her_în gegangen./ daz eine daz was Kaylet./ der sach den künec Gahmuret/ | |
| den ougen vlôz./ er schuof den rittern ir gemach,/ und gienc da er sîne kamern sach,/ ein kleine gezelt von samît./ | |
| Tampanîs,/ ir mannes meisterknappe wîs,/ und kleiner junchêrren vil./ dâ giengez ûz der freuden zil./ die sagten klagende ir hêrren tôt:/ | |
| künec übr driu lant./ ieglîchez im der krône jach:/ dâ giengen rîche fürsten nâch./ er was von Anschouwe erborn,/ und hât | |
| geladen genuoc,/ als unzerworht hin heim erz truoc./ ___Eins tages gieng er den weideganc/ an einer halden, diu was lanc:/ er | |
| brach durch blates stimme en zwîc./ dâ nâhen bî im gienc ein stîc:/ dâ hôrter schal von huofslegen./ sîn gabylôt begunder | |
| ez iu an êren,/ sô wil ich hinnen kêren."/ dô gienger zuo dem bette sân:/ ein ander kus dâ wart getân./ | |
| kür./ eine strâze er dô gevienc,/ diu gein den Berteneysen gienc:/ diu was gestrîcht unde breit./ swer im widergienc od widerreit,/ | |
| mîn muoter,/ //des sol vil wênic von mir komn,/ ez gê ze schaden odr ze fromn."/ daz dûhte wunderlîch genuoc/ Iwâneten | |
| wir sehn/ an des wæte ein wunder ist geschehn."/ ___Si giengen dâ si funden/ Parzivâln den wunden/ von eime sper, daz | |
| gast erwachte der dâ slief./ der junge werde süeze man/ gienc sitzen in die kuofen sân./ //___ine weiz wer si des | |
| vor in wolt erz niht umbe nemn./ die juncfrouwen muosen gên:/ sine torsten dâ niht langer stên./ ich wæn si gerne | |
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