Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dîns künnes vier frouwen/ und ander frouwen wol gevar,/ sô gên ich gerne mit dir dar."/ dô sprach Gahmuretes kint/ "op | |
| junchêrrelîn/ mangen tiwern kopf guldîn/ mit edelem gesteine./ der schenke gienc niht eine./ dô daz schenken geschach,/ daz folc fuor gar | |
| sprach "hie solte niemen stên./ welt ir, ich heize fürder gên/ daz volc ûzen snüeren./ wil mîne frouwen rüeren/ solch ungenâde | |
| si sprach "stêt verre dort hin dan/ unz ich iuch gêns zuo mir man."/ ___von Bênen der süezen maget/ ime gezelde | |
| sô gefüege sint,/ gar bewart vor missetât,/ daz si wol gênt an disen rât?/ eintweder pfligt der sinne,/ daz er sîns | |
| artanticus/ gein dem tremuntâne stêt,/ der neweder von der stete gêt:/ unser minne sol in triwen stên/ unt niht von ein_ander | |
| unser minne sol in triwen stên/ unt niht von ein_ander gên./ nu gedenke ane mir, werdiu magt,/ waz ich dir kumbers | |
| ich muoz mîner freuden jehn?"/ //___Artûs der wîse höfsche man/ gienc her ûz zuo den kinden sân:/ er gruozte si, dô | |
| der Berteneyse künegîn./ sîn œheim Brandelidelîn/ vorem künege inz poulûn gienc:/ Ginovêr den mit kusse enpfienc./ der künec wart ouch enpfangen | |
| truog ouch trinken dort hin_în/ Artûs und Brandelidelîn./ der schenke gienc her wider dan:/ Artûs sîn rede alsus huop an./ ___"hêr | |
| zuht der sinne,/ die drî küneginne/ lie si vor ir gên dar_în./ die kuste Brandelidelîn:/ Orgelûse in ouch mit kusse enpfienc./ | |
| Brandelidelîn:/ Orgelûse in ouch mit kusse enpfienc./ Gramoflanz durch suone gienc/ und ûf genâde gein ir dar./ ir süezer munt rôt | |
| arme erswungen:/ fiurs blicke ûz helmen sprungen,/ von ir swerten gienc der sûre wint./ got ner dâ Gahmuretes kint./ der wunsch | |
| daz si Sangîven ê/ unt die süezen Cundrîê/ næmen unde giengen dar/ aldâ der heiden bunt gevar/ saz, unt daz si | |
| si pflægen sîn./ Feirefîz Anschevîn/ sach dise frouwen gein im gên:/ gein den begunder ûf dô stên./ als tet sîn bruoder | |
| neven den heiden küssen ê:/ si selbe dô dar nâher gienc,/ Feirefîzen si mit kusse enpfienc./ Artûs und Gramoflanz/ mit getriulîcher | |
| Gramoflanz, Artûs und Parzivâl/ unt der wirt Gâwân,/ die viere giengen sunder dan./ den frouwen wart bescheiden/ in ir pflege der | |
| der grêde/ si wurden wol enpfangen./ in den palas wart gegangen./ ___dâ lac nâh ir gewonheit/ hundert sinwel teppech breit,/ ûf | |
| unz manz harnasch von in enpfienc./ ein kamerær dar nâher gienc:/ der brâht in kleider rîche,/ den beiden al gelîche./ si | |
| für si manegen tiwern schâl./ Feirefîz unt Parzivâl/ trunken unde giengen dan/ zAnfortase dem trûrgen man./ ___ir habt wol ê vernomen | |
| durch sant Silvestern einen stier/ //Von tôde lebendec dan hiez gên,/ unt der Lazarum bat ûf stên,/ der selbe half daz | |
| sælde erwarp,/ diu von Sigûn gebürte erstarp./ Kyôt gein Parzivâle gienc,/ in unt die sîne er wol enpfienc./ er sant ein | |
| begunde och al den frouwen sagn/ daz se ûzme gezelte giengen./ si tâtenz, dô si enpfiengen/ ir hêrrn von langer reise./ | |
| Parzivâl, "dâ sah ich stên/ eine klôsen, dâ durch balde gên/ einen snellen brunnen clâr:/ ob ir si wizt, sô wîst | |
| friundes sarke:/ diu ist rehter güete ein arke./ unser reise gêt ir nâhe bî./ man vint si selten jâmers vrî."/ der | |
| mit krône vor uns stêt./ ir blic mir inz herze gêt./ ich wânde sô starc wær mîn lîp,/ daz iemmer maget | |
| grâl./ urloup gab in Parzivâl./ //___Wie diu wirtîn selbe dan gegienc,/ unt wie manz dâ nâch an gevienc,/ daz man sîn | |
| heidenschaft,/ mit der Trinitâte kraft./ ime wazzer er ze toufe gienc,/ von dem Adâm antlütze enpfienc./ von wazzer boume sint gesaft./ | |
| lîp?/ er widerriet ir vrâgen ê,/ do er für si gienc vome sê./ hie solte Ereck nu sprechen:/ der kund mit | |
| ist veste./ Die nature ist die beste./ An wirdeclichem leben/ Get ir daz geluck eben./ Die sint colerici genant,/ Die werden | |
| ist auch ir hoffen/ Zu keiner hande wisheit./ Niht nahe get in lieb und leit,/ Sie sint niht milde noch zu | |
| nu went vergezzen,/ Daz rechent sie mit hezzen./ Mit kunsten get ez in niht eben./ Ir hant wil auch niht gerne | |
| mit alle,/ Wann den iht missevalle,/ Daz in die augen wankende gen,/ Die mak vil toblich mut besten./ Gra augen, die ein | |
| dem himel, ʒe glicher weiſ alſ der einen ſantigen wech get, irret er in niht gar, ſo ſovmet er in doch | |
| ʒe totlichen ſvnden, ʒe gleicher wis die weil daʒ waʒʒer get vnden in daʒ ſchef datʒ den chleinen loͤchlin, ſo ertrinchent | |
| iſt div mit boſen dingen vmb get (ich ſprich niht: giench). Div ander toͤrin iſt div boſe dinch gern tæte, voͤrht | |
| vnſer herre ſin wunden ʒaiget vnd di heiligen hin fur gent vnd ieglicher ʒaiget waʒ er erliten habe durch got – | |
| vnrehtiv vorhte vnd vnrehtiv minne. Iuſtvm dedvxit dominus etc. Eʒ gent ʒwen wege ʒe dem himelrich, der ein treit ʒe dem | |
| wech der gebot vnſers herren, der iſt alſ liht ʒe genne alſ ʒe laʒen; der ander wech daʒ iſt der wech | |
| beʒʒernt ſi; die ſelben, ſwie vnſchuldich ſi in daʒ capitel gent, ſo mvʒen ſi da nach verlorn werden vmb ir ſwigen. | |
| vngehorſam oder eigenſchaft wellent laʒʒen biʒ daʒ ſi ʒe alter gent vnd ſi denne her wider nement. Di mietlinge ſint die, | |
| iſt auch vil gvͦt. Vnd denne ſo gedenche: Herre, nv gan ich ʒe dir, ʒe minem got, ʒe minem ſchephær, ʒe | |
| daʒ man ſich iht vber dich ervalle. Welleſtv den wagenwech gen, ſo irre di niht, die den ſteich gent. Chlaffe niht | |
| den wagenwech gen, ſo irre di niht, die den ſteich gent. Chlaffe niht vor in, ſpotte niht vor in, ʒvrne niht | |
| dich bechorvnge an ſtoʒe, den wider ſtant. Zwick dich ſelben oder gench vnder di lvte. Daʒ dritte iſt, tvͦ diner minne alſ | |
| Daʒ waʒ vnſers herren bet do er ʒe der marter giench: ‘Vater, ich pit dich, daʒ ſi ein dinch in vnſ | |
| ſol man enphahen reht alſ ob eʒ vʒ minem mvnde gienge.’ Daʒ ander, wir ſulen auch leben mit vnſerm gelichen vil | |
| was genesin. der tûvel hete daz lût betrogin, daz sie giengin vur ein holz, dâ was ein grab, dar brâchtin si | |
| ûwir êre wollit behaben unt daz lant." Mit der rede giengin si vur die kuniginne. dô sprach die vrowe: "Ir herrin, | |
| vil vaste unt nam eine houwen an sîne hant unt gienc hine zû der stat unt tet sîn gebet vil vlîzichlîche | |
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