Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| barfuoz./ Parzivâl bôt sînen gruoz/ dem grâwen rîter der dâ gienc;/ von des râte er sît gelücke enphienc./ ez mohte wol | |
| dâ liefen frouwen bräckelîn./ mit senften siten niht ze hêr/ gienc dâ rittr und knappen mêr/ mit zühten ûf der gotes | |
| site,/ daz er sunder wâpen rite/ ode daz er barfuoz gienge/ unt des tages zît begienge./ ___Parzivâl sprach zim dô/ "hêr, | |
| wie des jârs urhap gestêt/ ode wie der wochen zal gêt./ swie die tage sint genant,/ daz ist mir allez unbekant./ | |
| muotr unt [der] kinde./ er dâhte "ob ich erwinde,/ ich gên ungerne in dirre schar./ dise meide sint sô wol gevar,/ | |
| in übel stêt,/ sît man und wîp ze fuoz hie gêt./ sich füegt mîn scheiden von in baz,/ sît ich gein | |
| die reise mîn:/ sô tuot sîn güete helfe schîn:/ nu genc nâch der gotes kür."/ den zügel gein den ôren für/ | |
| legte,/ mit den sporn erz vaste regte./ ___gein Fontân_la_salvâtsche ez gienc,/ dâ Orilus den eit enpfienc./ der kiusche Trevrizent dâ saz,/ | |
| niht halden liez:/ Fontâne_la_salvâtsche hiez/ ein wesen, dar sîn reise gienc./ er vant den wirt, der in enphienc./ ___der einsidel zim | |
| ir rehter minne holt,/ sô minnt als nu diu minne gêt,/ als disses tages minne stêt:/ dient her nâch umbe wîbe | |
| ors durch ruowe stên./ bi einer wîle sul wir beide gên/ und brechn im grazzach unde varm:/ anders fuoters bin ich | |
| sunne hin erschein./ daz was ein wilder marstal:/ dâ durch gienc eins brunnen val./ //___Parzivâl stuont ûffem snê./ ez tæte eim | |
| schar./ ame satel ein turteltûbe stêt:/ daz ors von Munsalvæsche gêt./ diu wâpen gap in Anfortas,/ dô er der freuden hêrre | |
| klage:/ dô nâht ez dem mittem tage./ der wirt sprach "gê wir nâch der nar./ dîn ors ist unberâten gar:/ ich | |
| suochte mêre./ durch die gotes êre/ manegen tac ungâz er gienc,/ so er vermiste dâ sîn spîse hienc./ //___Die zwêne gesellen | |
| dâ sîn spîse hienc./ //___Die zwêne gesellen niht verdrôz,/ si giengen dâ der brunne flôz,/ si wuoschen würze unde ir krût./ | |
| gebende/ truoc Parzivâl îwîn loup/ fürz ors. ûf ir ramschoup/ giengens wider zuo den koln./ man dorfte in niht mêr spîse | |
| dô sô maneger frouwen varwe glanz/ ze Munsalvæsche für in gienc,/ da er wirtschaft vome grâle enpfienc./ ___der wirt mit triwen | |
| was und wart in bêden holt./ ___si stuonden ûf und giengen dan,/ Parzivâl unt der guote man,/ zem orse gein dem | |
| von rehte solde wesen?"/ "hêrre, ich sach in vor mir gên,/ unt vant daz ors bî mir stên."/ "wilt dus grâls | |
| lâ bî dn andern stên:/ wir suln ouch tâlanc ruowen gên."/ wênc wart in bette und kulter brâht:/ si giengn et | |
| ruowen gên."/ wênc wart in bette und kulter brâht:/ si giengn et ligen ûf ein bâht./ daz leger was ir hôhen | |
| erbeizte mîn hêr Gâwân./ dâ lac durchstochen ein man:/ dem gienc dez bluot in den lîp./ dô frâgter des heldes wîp,/ | |
| der wunde man./ "der wârheit ich dir jehen kan./ dar engêt niht kinde reise:/ ez mac wol heizen freise."/ ___Gâwân die | |
| tanzent unde singent liet,/ tambûren, floitieren./ swie si iuch condwieren,/ gêt durch si dâ mîn pfärt dort stêt,/ unt lœst ez | |
| pfärt dort stêt,/ unt lœst ez ûf: nâch iu ez gêt."/ //___Gâwân von dem orse spranc./ dô het er mangen gedanc,/ | |
| ûf alsus riwebæriu zil."/ ___manec wert man dâ gein im gienc,/ der in mit armen umbevienc/ durch friwentlîch enpfâhen./ dar nâch | |
| von dem wart ez beweinet/ daz Gâwân zuo dem pfärde gienc./ mit süezer rede ern doch enpfienc./ //___Er sprach "welt ir | |
| "ir sult niht langer stên:/ lât diz pfärt nâh iu gên./ des hant dez mer gesalzen hât,/ der geb iu für | |
| hie unde dort./ si sprâchen alle klagendiu wort./ daz pfärt gienc einen smalen wec/ zer porte ûz nâch im ûf den | |
| liehter blic mich des erlât./ ___dô Gâwân zuo der frouwen gienc,/ ir süezer munt in sus enpfienc./ si sprach "west willekomn, | |
| rechen/ mit slahen unt mit stechen."/ ___Gâwân zuo dem pfärede gienc,/ mit lîhtem sprunge erz doch gevienc./ dâ was der knappe | |
| daz ich muoz ziwerm gebote stên,/ ich mege rîten oder gên."/ ___al stênde bî der frouwen/ daz marc begunder schouwen./ daz | |
| niht twingen solt ein wîp/ sînen werlîchen lîp./ //___Lât nâher gên, hêr minnen druc./ ir tuot der freude alsolhen zuc,/ daz | |
| sich der riwen pfat./ sus breitet sich der riwen slâ:/ gienge ir reise anderswâ/ dann in des herzen hôhen muot,/ daz | |
| durch minne arbeit enphienc./ sîn frouwe reit, ze fuoz er gienc./ ___Orgelûse unt der degen balt/ die kômn in einen grôzen | |
| degen balt/ die kômn in einen grôzen walt./ dennoch muoser gêns wonen./ er zôch dez pfärt zuo zeime ronen:/ sîn schilt, | |
| viere undr in von arde hêr./ //___Von passâschen ungeverte grôz/ gienc an ein wazzer daz dâ flôz,/ schefræhe, snel unde breit,/ | |
| er sus ze mîme gebote stên,/ gesunt lieze i’n hinnen gên."/ mit rede warb erz an in sô:/ daz enwart niht | |
| kom des schiffes hêrre/ //Von dem wazzer ûfez lant./ er gienc unt truog ûf sîner hant/ ein mûzersprinzelîn al grâ./ ez | |
| ob sîn mûzersprinzelîn/ ein galandern lêrte pîn./ von anders nihtiu gienc sîn pfluoc:/ daz dûht in urbor genuoc./ er was geborn | |
| geborn von rîters art,/ mit guoten zühten wol bewart./ ___er gienc zuo Gâwâne,/ den zins von dem plâne/ den iesch er | |
| darf iuch nimmer des gezemn/ daz ich ze fuoz hinnen gê./ wan daz tæte mir ze wê,/ solt diz ors iwer | |
| sunne kan sô nider stên:/ hêrre, ir sult ze schiffe gên."/ des bat in der schifman./ Lischoysen fuorte Gâwân/ mit im | |
| gemach/ mîme hêrren der hie stêt./ ir zwei mit ein_ander gêt./ nu diene im unverdrozzen:/ wir hân sîn vil genozzen."/ ___sîme | |
| daz wart getân./ mit der meide Gâwân/ ûf eine kemenâten gienc./ den estrîch al übervienc/ niwer binz und bluomen wol gevar/ | |
| ___mit urloube erz undervienc,/ der wirt, ê daz er slâfen gienc./ Gâwân al_eine, ist mir gesagt,/ beleip aldâ, mit im diu | |
| glas./ der venster einez offen was/ gein dem boumgarten:/ dar_în gienc er durch warten,/ durch luft und durch der vogel sanc./ | |
| zêren/ mich an slâfen kêren."/ wider an sîn bette er gienc:/ der meide mantel übervienc/ in: daz was sîn decke./ op | |
| muoter lac,/ si brach ir slâf des si pflac,/ unt gienc hin ûf zir gaste:/ der slief dennoch al vaste./ //Diu | |
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