Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bran./ ___dô kom der wirt mit triwen kraft:/ nâch dem gienc stolziu rîterschaft./ der enphienc den gast. dô daz geschach,/ der | |
| gesach./ ___Der wirt in mit der hant gevienc,/ geselleclîcher dannen gienc./ in vrâgt der fürste mære,/ welch sîn ruowe wære/ des | |
| iu unt ir./ hêrre, ir tuot genâde an mir."/ dô gienc der helt mit witzen kranc/ dâ man got und dem | |
| unde segnen sich,/ und gein dem tiuvel kêrn gerich./ ___dô giengens ûf den palas,/ aldâ der tisch gedecket was./ der gast | |
| der gotes gruoz./ im ist noch wirs dan den die gênt/ nâch porte aldâ diu venster stênt./ ___Ir sult bescheidenlîche/ sîn | |
| vil gevrâgen:/ ouch sol iuch niht betrâgen/ bedâhter gegenrede, diu gê/ reht als jenes vrâgen stê,/ der iuch wil mit worten | |
| si unt der gast wârn wol gevar./ ___dar nâch schier gienc diu maget widr./ sus pflac man des heldes sidr/ unz | |
| si armbrustes span/ mit senewen swanke trîbet dan:/ dar über gienc ein brükken slac,/ dâ manec hurt ûffe lac:/ ez flôz | |
| sol sîn mîn solt:/ ich pin iu dienstlîchen holt."/ dô gienc diu magt mit sinne/ für die küneginne,/ //und half im | |
| kômen allenthalben hie/ ritter die in enpfiengen./ die riten unde giengen:/ //ouch was diu jæmerlîche schar/ elliu nâch aschen var,/ oder | |
| jach der helt stæte/ daz er daz gerne tæte./ si giengen geinme palas,/ dâ hôch hin ûf gegrêdet was./ ein minneclîch | |
| schîn,/ dar zuo der ougen süeze sîn,/ von der küneginne gienc/ ein liehter glast, ê sin enpfienc./ ___Von Katelangen Kyôt/ unt | |
| die gotes minne/ heten se ûf gegebn ir swert./ dâ giengen die fürsten wert/ grâ unde wol gevar,/ mit grôzer zuht | |
| sîne kerzen wæren schoup?/ nein, si wâren bezzer gar./ dô gienc der junge wol gevar/ an ein bette rîche/ gehêrt küneclîche,/ | |
| ein teppich was geleit derfür./ er bat die ritter wider gên,/ diene liez er dâ niht langer stên./ kint im entschuohten, | |
| herze an sölhez krachen,/ daz ir ougen muosen wachen./ dô gienc diu küneginne,/ niht nâch sölher minne/ diu sölhen namen reizet/ | |
| frouwe umb ir lîp/ von samît einen mantel lanc./ si gienc als si der kumber twanc./ ___juncfrouwen, kamerære,/ swaz der dâ | |
| alsam der tac/ was vor sîner slâfstat./ gein sînem bette gieng ir pfat:/ //ûffen teppech kniete si für in./ si heten | |
| wider lîse./ nieman was dâ sô wîse,/ der wurde ir gêns dâ gewar,/ wan Parzivâl der lieht gevar./ ___Der slief niht | |
| geschach:/ die helde man sich scheiden sach./ ___Hin wider kom gegangen,/ dâ sîn ors was gevangen,/ der burgære kampfes trôst./ si | |
| pîn),/ mit seilen si die hiengen:/ die ronen in redern giengen./ daz was geprüevet allez ê/ si suochte sturmes Clâmidê,/ Nâch | |
| verbrant:/ //ir ebenhœhe unde ir mangen,/ swaz ûf redern kom gegangen,/ igel, katzen in den graben,/ die kundez fiwer hin dan | |
| sînen haz,/ zweinzec sir lebende geviengen/ ê si vom strîte giengen./ ___Parzivâl wart wol gewar/ daz Clâmidê mit sîner schar/ rîterschaft | |
| daz er sich selben êrte/ und mangen würfe werte./ Ez giengen ûf in slege grôz:/ die wârn wol mangen steins genôz./ | |
| dannen schiet/ den ê sîn hôchvart verriet./ Parzivâl der wîgant/ gienc da er sîn ors al müede vant./ sîn fuoz dernâch | |
| vâre,/ diu mîne sicherheit enpfienc,/ dô ich gevangen für si gienc."/ Artûs vil getriwer munt/ verkôs die schulde sâ zestunt./ ___Dô | |
| war:/ sô danket als man iwer pflege./ hüet iuch: dâ gênt unkunde wege:/ ir muget an der lîten/ wol misserîten,/ deiswâr | |
| sus muoser von dem orse stên./ in bâten ritter fürbaz gên:/ die fuorten in an sîn gemach./ harte schiere daz geschach,/ | |
| anders hân vernomn,/ wan daz der vischær sî komn./ dar gêt: ir sît im werder gast:/ und schütet ab iu zornes | |
| im werder gast:/ und schütet ab iu zornes last."/ ___si giengen ûf ein palas./ hundert krône dâ gehangen was,/ vil kerzen | |
| vröude:/ er lebte niht wan töude./ ___in den palas kom gegangen/ der dâ wart wol enpfangen,/ Parzivâl der lieht gevar,/ von | |
| in dâ niht langer stên:/ in bat der wirt nâher gên/ und sitzen, "zuo mir dâ her_an./ sazte i’uch verre dort | |
| ___zende an dem palas/ ein stählîn tür entslozzen was:/ dâ giengen ûz zwei werdiu kint./ nu hœrt wie diu geprüevet sint,/ | |
| tische maz;/ dâ obe der wirt durch rîchheit az./ si giengen harte rehte/ für den wirt al ehte,/ gein nîgen si | |
| hie sulen ahzehen frouwen stên./ âvoy nu siht man sehse gên/ in wæte die man tiure galt:/ daz was halbez plîalt,/ | |
| er het och ir mantel an./ mit zuht die sibene giengen dan/ zuo den ahzehen êrsten./ dô liezen si die hêrsten/ | |
| in wîze tweheln brôt/ mit zühten vor dem grâle./ die giengen al zemâle/ und teilten für die taveln sich./ man sagte | |
| ich vernim/ wiez dirre massenîe stêt."/ in dem gedanke nâher gêt/ ein knappe, der truog ein swert:/ des palc was tûsent | |
| hât./ sît ir müede, so ist mîn rât/ daz ir gêt, leit iuch slâfen."/ nu solt ich schrîen wâfen/ umb ir | |
| manec wol_geborner knabe./ vlætec wârn diu selben kindelîn./ dar nâch gienc dô zer tür dar_în/ vier clâre juncfrouwen:/ die solten dennoch | |
| strîtes antwurte,/ zwei swert er umbe gurte./ zer tür ûz gienc der werde degen:/ dâ was sîn ors an die stegen/ | |
| die porten/ vander wît offen stên,/ derdurch ûz grôze slâ gên:/ niht langer er dô habte,/ vast ûf die brükke er | |
| im gar gebrast./ swie vil er nâch geriefe,/ reht alser gênde sliefe/ warp der knappe und sluoc die porten zuo./ dô | |
| lieht sîn schîn./ ___er kom ûf eine niwe slâ./ wandez gienc vor im aldâ/ ein ors daz was wol beslagen,/ und | |
| hunger dicke erwecket./ ez was dürre als ein zunder./ sîn gên daz was wunder:/ wandez reit ein frouwe wert,/ diu selten | |
| wâren strîts die besten/ mit hurte an ein_ander kumen,/ ez gê ze schaden odr ze frumen/ den küenen helden mæren./ swie | |
| Jeschûte und er gewurben sus./ ___diu senfte süeze wol getân/ gieng ouch ûz ir bade sân/ an sîn bette: dâ wart | |
| ir Orilus./ //___Dô zôch man der frouwen wert/ starc wol gênde ein schœne pfert,/ gesatelt unt gezoumet wol./ man huop si | |
| man vorn an den satel hienc./ von fuoz ûf gewâpent gienc/ Orilus zem orse sîn:/ er spranc drûf vor der herzogîn./ | |
| unt niemen mêr./ der unlôse Artûs niht ze hêr/ was gegangen, dô ers âbents gaz,/ ûf einen plân. umb in dâ | |
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