Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| diu süeze maget wol gevar./ der wirt nâch dem orse gienc./ ein schilt an sîner wende hienc,/ der dicke unt alsô | |
| sô waldes diu gotes gebe,/ so ir in die kemenâten gêt/ dâ Lît_marveile stêt./ daz bette und die stollen sîn,/ von | |
| lant,/ ob si hie’rlœset iwer hant./ ___welt ir nâch âventiure gên,/ sô lât daz ors al stille stên:/ des hüete ich, | |
| die frowen gesezzen./ dine heten niht vergezzen,/ sine wæren dan gegangen./ von in wart niht enpfangen/ ir freuden kunft, ir sælden | |
| in dienen wolte./ //Dâ wârn si doch unschuldec an./ dô gienc mîn hêr Gâwân/ beidiu her unde dar,/ er nam des | |
| daz Gâwân kûme aldâ begreif/ mit den fuozen stiure./ er gienc nâch âventiure./ //Immer, als dicke er trat,/ daz bette fuor | |
| tet sich gein im ûf ein tür./ ein starker gebûr gienc dar für:/ //Der was freislîch getân./ von visches hiute truoger | |
| der hende truoc,/ des kiule grœzer denne ein kruoc./ ___er gienc gein Gâwâne her:/ daz enwas doch ninder sîn ger,/ wande | |
| guoz/ daz Gâwân mohte vaste stên:/ her unt dar begundez gên./ der lewe spranc dicke an den gast:/ durch die nasen | |
| si den rîter nerte/ unt im dô sterben werte./ ___si gienc ouch dar durch schouwen./ dô wart von der frouwen/ zem | |
| begên noch strîtes site,/ sô bint mirn helm ûf [und] gêt ir hin:/ den lîp ich gerne wernde bin."/ si jâhn | |
| do gebôt si an den stunden/ vier frouwen daz si giengen/ unt sîn harnasch enpfiengen,/ daz siz sanfte von im næmen,/ | |
| umbe iuch nemen,/ unde entwâpentn in dem schate./ op danne gên sî sîn state,/ daz dolt, ode tragt in hin/ aldâ | |
| wande im in sînen jâren/ kein wîp sô nâhe nie gegienc/ etswâ dâ er minne enpfienc/ ode dâ im minne was | |
| dise frouwen vor mir stên:/ gebiet in daz si sitzen gên,/ oder heizt si mit mir ezzen."/ "alhie wirt niht gesezzen/ | |
| er gæze,/ daz ir enkeiniu sæze./ dô daz geschach, si giengen wider:/ Gâwân sich leite slâfen nider,/ //Swer im nu ruowe | |
| dô gienc mîn hêr Gâwân/ ûz zer kemenâten tür./ sus gienc er wider unde für,/ unz er den rîchen palas vant./ | |
| daz si dem glîchen möhte./ //Uf durch den palas einesît/ gienc ein gewelbe niht ze wît,/ gegrêdet über den palas hôch:/ | |
| diu âventiure kuont/ //Waz diu wunders mohte hân./ durch schouwen gienc her Gâwân/ ûf daz warthûs eine/ zuo manegem tiwerem steine./ | |
| grôzen berge ein_ander./ in der siule vander/ liute rîten unde gên,/ disen loufen, jenen stên./ in ein venster er gesaz,/ er | |
| die kunden,/ die hât man drinne funden./ über sehs mîle gêt sîn glanz:/ er ist sô veste und ouch sô ganz/ | |
| unde wert/ fuorten Gâwânen wider./ er bat se vor im gên dar nider,/ dâ die andern frouwen wâren,/ die süezen und | |
| daz het ir drumbe erworben./ ___mîn herz nâch ander minne gêt,/ dâ helfe an iwern genâden stêt,/ sît ir ze Terr_marveile | |
| daz noch vor iwerr porten stêt,/ dâ tiwerz gelt engegen gêt./ der künec in mîme dienst erwarp/ dâ von mîn freude | |
| in einem ussier./ verre ûf den plân si gein im gienc:/ diu maget in mit freude enpfienc./ ___Gâwân bôt ir sînen | |
| sîn/ und bat erbeizen den man./ diu frouwe unde Gâwân/ giengen an des schiffes ort./ ein teppich unt ein kulter dort/ | |
| manec rückelachen/ in dem palas wart gehangen./ aldâ wart niht gegangen/ wan ûf tepchen wol geworht./ ez het ein armer wirt | |
| //___Diu selben kleider leiten an/ die zwêne unde Gâwân./ si giengen ûf den palas,/ dâ einhalp manec rîter was,/ anderhalp die | |
| sach/ bî der herzoginne stên./ er bat die zwêne nâher gên/ durch sîne kurtôsîe:/ die jungeren drîe/ hiez er küssen dise | |
| dise zwêne./ nu was ouch frouwe Bêne/ mit Gâwân dar gegangen:/ diu wart dâ wol enpfangen./ //___Der wirt niht langer wolde | |
| wirt niht langer wolde stên:/ er bat die zwêne sitzen gên/ zuo den frouwen swâ si wolden./ dô si sô tuon | |
| man der naht ze boten jach,/ manegen stern, der balde gienc,/ wand er der naht herberge vienc./ nâch der naht baniere/ | |
| ir freude er si niht irte./ manec frouwe wol gevar/ giengen für in tanzen dar./ sus wart ir tanz gezieret,/ wol | |
| man dâ schouwen/ ie zwischen zwein frouwen/ einen clâren rîter gên:/ man mohte freude an in verstên./ swelch rîter pflac der | |
| schar./ diu herzoginne wol gevar/ her umb zuo Gâwân sitzen gienc./ ir hant er in die sîne enpfienc:/ si sprâchen sus | |
| alle geniezen:/ nu lâts iuch niht verdriezen."/ diu künegîn Arnîve gienc,/ dô si ze hove urloub enpfienc:/ Bêne ein lieht vor | |
| trabe./ enruoch dîn runzît iemen habe:/ dâ von soltu balde gên/ aldâ die werden rîter stên./ die vrâgnt dich âventiure:/ als | |
| im kumber mêren/ und niwen site lêren."/ ___der knappe kom gegangen/ dâ er wart wol enpfangen./ er gap der küneginne den | |
| ân nôt:/ ich leist daz mir der eit gebôt."/ ___er gienc da er sînen hêrren vant./ der turkoite Flôrant/ und der | |
| diu herzogîn/ saz dâ mit grôzer frouwen schar./ der knappe gienc ouch zuo zin dar./ ûf stuont mîn hêr Gâwân:/ er | |
| erz verswîgen bat./ al sîner sorge er gar vergaz,/ er gienc hin wider unde saz,/ und was mit freuden dâ ze | |
| ___Ez ist lanc daz mir freude enpfiel./ von segel balde gêt der kiel:/ der man ist sneller der drûf gêt./ ob | |
| balde gêt der kiel:/ der man ist sneller der drûf gêt./ ob ir diz bîspel verstêt,/ iwer prîs wirt hôch unde | |
| muose tragn/ kappeln unde kamergewant./ manec soum mit harnasche erkant/ giengen ouch dar unden,/ helm oben drûf gebunden/ bî manegem schilde | |
| Flôrant./ gein disen liuten wert erkant/ Artûs ûz dem poulûn gienc,/ der si dâ friwentlîche enpfienc./ //Als tet diu künegin sîn | |
| unt der herzoge von Gôwerzîn,/ von Ginovêrn der künegîn./ ___si giengen wider inz gezelt./ mangen dûhte daz daz wîte velt/ vollez | |
| dannen rite:/ daz was ein höfschlîcher site./ //___Artûs erbeizte und gienc dar_în./ er saz zuo dem neven sîn:/ den bestuont er | |
| swâ sînes friundes prîs gestêt,/ daz schande flühtec von im gêt./ Gâwân âne valschen haz/ manlîcher triwen nie vergaz:/ //Kein unbilde | |
| in wider./ sus warber tougenlîche sider./ in sîne kameren er gienc,/ mit harnasche er übervienc/ den lîp zen selben stunden,/ durch | |
| Gâwân/ vor unkraft niht langer stên./ er begunde al swindelde gên,/ wand imz houbt erschellet was:/ er strûchte nider an dez | |
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