Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| veinten. do stund diu sunne, daz si ze abent niht engie. da vor noch sit noch dar nach enwart nie dehein | |
| fuͤr ein tuͤr bei dem wege, da die wege ze sammen giengen, und hiezz im sei bringen. und do si ims brahten, | |
| fuͤr die tuͤr zů den wegen, da die wege ze sammen giengen. nu schuͤllen wir doch merchen waz diu eslinn und waz | |
| waren. si waren an dem gewikke, da die wege ze sammen gent, do si manigem wege des irretums volgten. daz si von | |
| fræuent sich groͤzlich von eines suͤnders becherung’. so getan ruf get nach uns. merch wir den ruf und becher wir uns, | |
| hertz sein genad in der waren minne entzuͤndet het, die giengen und chauften da si teur salben auz machten. ez waz | |
| leben, daz der waz und der gůt leumt von uns ge, daz wir der christenheit gezemen und daz von unserm rehten | |
| unsers herren. die hiligen frowen, do si hintz dem grabe giengen und dehein man mit in gie und si wol westen | |
| ob lach. do der engel den stein ab gewarf, do giengen die frawen in daz grap und sachen einen juͤngelinch sitzen | |
| in die hiligen urstende chunt getet, do hiez er si gen, daz si den hiligen jungern saiten und næmlich sant Peter | |
| grozzer minne ir hertz bran. do die junger alle danne giengen, daz si aine da beleip und in aver sucht den | |
| ir ein grozzes lait daz si niht enwest wa si gen solt da si irs laides getroͤst wuͤrde. do si also | |
| vor den die da ze der wirtscheft $t sazzen, si gieng zů im und twug im sein fuͤzze mit ir zæhern | |
| hiligen marter, do er untoͤtlich waz, ob er da in gegen mocht ze der tuͤr in diu verspart waz? daz er | |
| die gutes willen sint.’ do unser herre zů der marter gen scholt, do sprach er aver ze sinen jungern: ‘pacem meam | |
| inne niht. daz waz sant Thomas, der waz her auz gegangen von in, under diu do erschein in unser herre. do | |
| mit dinem vinger an die stat da die nagel durch giengen und greiff in mein sitten und wiz nicht ungelæubikch.’ do | |
| wainen auf die fuͤzspor da unsers herren fuͤzze stunden und giengen wider in diu stat ze Jerusalem und dienten dem almæchtigen | |
| gebet. er sprach: swelher eur einer einen freunt hat und get ze mitter nacht hin ze dem selben freunt und spricht | |
| wir fuͤr in legen, der geistlichen fuͤre, so schuͤllen wir gen hintz einem andern freunt, hintz unserm herren, und schuͤln den | |
| und wolt getrunchen haben. do sprach der pischof: ‘nicht trinch! ginch wider und sag dinem herren: daz eiter trinch ich in | |
| wissagen eroffent wart, sant Danieli. er sach eines menschen sun gen zů dem alten der tag, dem gab der alt daz | |
| mannes tische vielen, die engab im nieman. die hunt die giengen auch uͤber in und lekchten im sein wunden. der selb | |
| mocht, do bat er daz er in sines vater haus gieng, da het er inne fuͤmf bruͤder, das er die warnt, | |
| geseit, do zurnt der herre und sprach ze dem chnecht: ‘ginch vil drot in diu stat, in diu strazze, und fuͤr | |
| geboten hast und ist noch stæt’. do sprach der herre: ‘ginch auz der stat an die weg und noͤt alle die | |
| weg und noͤt alle die du vindest her in ze gen, daz mein haus vol werde. ich sag eu daz ze | |
| chomen, do zurnt der herre und sprach ze dem chnecht: ‘ginch vil drat in diu stat und fuͤr inher die arm, | |
| het, und sin dannoch stæt wære, do sprach der herre: ‘ginch auz der stat an die witen weg, ginch zů den | |
| der herre: ‘ginch auz der stat an die witen weg, ginch zů den zuͤnen und noͤt her in ze gen alle | |
| weg, ginch zů den zuͤnen und noͤt her in ze gen alle die die du da vindest.’ alz ir vernomen habt, | |
| vernomen habt, er hiez in ze erst in diu stat gen und hiez in die arm und die blinden dar in | |
| selben. diu weil diu tuͤr der genaden offen sei, so gen dar in; versumen wir uns und wirt diu tuͤr gespert, | |
| liez diu niun und neuntzikch in der wuͤst und er gieng nach dem daz da verlorn wær untz er iz fuͤnd; | |
| leit hast getan, la dein oppher vor dem alter und ginch und gehuldig dich dinem bruder und brinch dein oppher denn’. | |
| irrær, die tunt auch vil dikch sam si vasten, si gent ze chirchen, si betent, si vallent manich venige ze der | |
| der sprach: ‘ich sol zehenzech chorn weitzes’. an den chorn gent drizzich mut. den hiez er achtzech schreiben. nu schuͤln wir | |
| der durch aller menschen heil her chomen waz. dar nach gieng er in daz templum und treip dar auz alle die | |
| er von dem uͤbeln geist. do diu erlediget wart, do gieng er zů dem mer Galilee. da gieng er durch ein | |
| erlediget wart, do gieng er zů dem mer Galilee. da gieng er durch ein gegent, da sint inne zehen stet, da | |
| da mit behalten waren. unser herre nam sein speichel, diu get uz dem mund; da bei schuͤln wir merchen diu lere | |
| bei schuͤln wir merchen diu lere des heiligen ewaingelium, diu get auz unsers herren munde. mit der spaichel macht er den | |
| augen waren sælich, swie si unsern herren sahen mit in gen, si gelaubten iedoch daz er ez der ware got waz | |
| er: ‘der sich uͤber in erbarmet’. do sprach unser herre: ‘ginch und tů alsam’. Nu habt ir wol gehoͤret daz der | |
| uns’. do er si gesach, do sprach er zu zin: ‘get und zeiget euch den ewarten’. alle die unser herre heilet, | |
| vil hart groͤslicher ze eren. die selben sichen, do si giengen, do wurden si erreinigt von der tugent des almæchtigen gotes | |
| getun. diu port, die puͤritor, diu in die selben stat gent, daz sint unser fuͤmf sinn, daz sint die augen, daz | |
| die porte, daz sint diu venster da der tod in get hintz unser sel, so wir si vor den suͤnden nicht | |
| fuͤzze huͤten vor unnuͤtzen gengen, daz si gotes dienst gern gen und uͤppig genge vermiden. gehuͤten wir der fuͤmf sinne wol, | |
| daz gesidel des ewigen $t leibs gesetzet werdent, zů den get unser herre tæglich und sihet wie ir sit und ir | |
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