Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ir site man gein prîse maz./ ___gewâpent er sô nâhe gienc./ der künec, diu küngîn, in enpfienc:/ er dancte in, bôt | |
| wie si mich bestêt/ und mir ir leit ze herzen gêt."/ //___Keie erwarp dô niwen haz,/ von rittern, frouwen, swer dâ | |
| die Artûs von in enphienc./ sô balde, daz er niht engienc,/ //Beide lief unde spranc/ Segramors, der ie nâch strîte ranc./ | |
| sân./ er muose ûf durch ruowen stên,/ ober inder wolde gên./ sich legent genuoc durch ruowen nidr:/ daz habt ir dicke | |
| was dô niht ze lanc,/ ê Segramors dort zuo zin gienc./ swer in hazte od wol enpfienc,/ den was er al | |
| nôt:/ ich pin der dir ie dienst pôt."/ ûzem poulûn gienc hêr Gâwân,/ sîn ors hiez er bringen sân:/ sunder swert | |
| froun Cunnewâren de Lâlant/ ir snüere unz an die sîne gienc:/ diu wart vrô, mit freude enpfienc/ diu magt ir rîter, | |
| ie von manne enpfienc./ da engein mîn dienst noch kleine gienc,/ het ir prîss nimêr getân,/ wan daz diu herzogîn sol | |
| brâht den Wâleis an der hant./ frou Cunnewâre de Lâlant/ gieng im anderthalben bî:/ diu was dô trûrens worden vrî./ Artûs | |
| Wâleis, "unde ouch anderswâ."/ ein lützel gein im si dô gienc,/ diu küngîn in mit kusse enpfienc./ "nu verkiuse ich hie | |
| mit triwe enpfienc:/ durch diu ougen in ir herze er gienc./ ___Man und wîp im wâren holt./ sus het er werdekeit | |
| gereite/ was geworht mit arbeite,/ tiwer unde rîche./ ir mûl gienc volleclîche./ si was niht frouwenlîch gevar./ wê waz solt ir | |
| als ein hunt:/ zwên ebers zene ir für den munt/ giengen wol spannen lanc./ ietweder wintprâ sich dranc/ mit zöpfen für | |
| ist Artûs unt Gâwân?"/ junchêrren zeigten im die sân./ ___sus gienger durch den rinc wît./ tiwer was sîn kursît,/ mit liehtem | |
| si stuonden ûf über_al:/ dâ was trûren âne zal./ ouch giengen die werden sân/ da der Wâleis und Gâwân/ bî ein_ander | |
| niht langer hie gestên:/ ez muoz nu an ein scheiden gên./ dô sprach der Wâleise/ zArtûse dem Berteneise/ unt zen rittern | |
| iuch sô bî liebe schouwe/ daz iwer zürnen ûf mich gêt./ genâde doch bîm dienste stêt,/ swer triwe rehte mezzen wil./ | |
| werdez krâmgewant./ wir frowen koufenz al zehant."/ ___der garzûn kom gegangen:/ mit zorn er wart enpfangen./ Gâwâns ougen blicke/ in lêrten | |
| welt ir mir fürbaz nâhen."/ der garzûn dan lief oder gienc:/ nu hœret wiez Obîe an vienc./ //___Einen junchêrrn si sprechen | |
| meide was zem gaste gâch./ ___dô se in die kemenâten gienc,/ Gâwân spranc ûf. dô er sie ’nphienc,/ zuo der süezen | |
| gegert./ lât ir mich, hêrre, ungewert/ nu schamlîche von iu gên,/ dar umbe muoz ze rehte stên/ iwer prîs vor iwer | |
| berge enmitten./ Obylôt und Clauditten/ saher vor im ûf hin gên:/ er bat si bêde stille stên./ dô sprach diu junge | |
| dennoch zim gesprach:/ in mîme slâfe i’n hînte sach."/ ___Lyppaut gienc für die herzogîn,/ unt Obylôt diu tohter sîn./ dô sprach | |
| versweic,/ vil dicke er dem wege neic,/ den diu juncfrouwe gienc,/ diu in sô güetlîche enpfienc/ und in sô minneclîche/ an | |
| vart,/ mit den kurzen ôren Inglîart,/ daz dort von Gâwâne gienc,/ innen des er Meljanzen vienc./ dâ holtz des rôten ritters | |
| hât mir dâ getân?"/ //Immer swenn si für ir swester gienc,/ diu disen schimpf mit zorn enpfienc./ ___den rittern dâ was | |
| der ritter rôt/ hin_ûz hete gevangen,/ ûf für den künec gegangen:/ die sageten wiez dâ wære komn./ dô Gâwân hête vernomn/ | |
| grâven Lahedumân/ und ander sîne gevangen/ (die kômn dar zuo gegangen):/ er bat si geben sicherheit,/ die er des tages ab | |
| da’r sînen wunden arm în hienc,/ dâ Gâwâns tjoste durch gienc./ //___Gâwân bî Scherulese enbôt/ sîner frouwen Obilôt,/ daz er si | |
| dâ ern vînt und die friunde enpfienc./ Meljanz bî Gâwâne gienc./ "kund ez iu niht versmâhen,/ mit kusse iuch wolt enpfâhen/ | |
| ir gevangen sult ir sîn."/ //___Meljanz durch daz dar nâher gienc./ diu magt Gâwânn zuo zir gevienc:/ Obilôt doch sicherheit geschach,/ | |
| ûz mit dem degene balt./ Gâwâns strâze ûf einen walt/ gienc: dar sander weideman/ und spîse verre mit im dan./ urloup | |
| baz gelobet hân./ //___Dô Gâwân die magt ersach,/ der bote gienc nâher unde sprach/ al daz der künec werben hiez./ diu | |
| werben hiez./ diu künegin dô niht enliez,/ sine spræche "hêr, gêt nâher mir./ mîner zühte meister daz sît ir:/ nu gebietet | |
| daz si bêde al glîche stênt/ unt in rehter mâze gênt."/ ___ein magt begunde in schenken,/ dar nâch schier von in | |
| frowen dennoch dâ sâzen,/ die och des niht vergâzen,/ si giengn und schuofen umb ir pflege./ ouch was der ritter von | |
| weinde bî im stêt./ ob iu daz niht ze herzen gêt,/ sît iuch pêde ein muoter truoc,/ so gedenket, hêrre, ob | |
| ouch den lantgrâven zuo dir./ die mir guotes günn, die gên mit mir,/ und rât mirz wægest was ich tuo."/ si | |
| ich tuo."/ si sprach "dâ lege dîn triwe zuo."/ ___nu gêt der künec an sînen rât./ diu küneginne genomen hât/ ir | |
| genesn,/ des heten schaden elliu lant."/ an der küneginne hant/ gienc des werden Lôtes suon:/ er mohtz och dô vil gerne | |
| mohtz och dô vil gerne tuon./ //___In die kemenâten sân/ gienc diu küngîn unt die zwêne man:/ vor den andern bleip | |
| als Munsalvæsche: swâ diu stêt,/ von strîte rûher wec dar gêt./ bî sîme gemach in hînte lât:/ morgen sag man im | |
| ein klôsen niwes bûwes stên,/ dâ durch ein snellen brunnen gên:/ einhalp si drüber was geworht./ der junge degen unervorht/ reit | |
| behelt si dennoch êre,/ sine treit dehein sô liehten kranz,/ gêt si durch freude an den tanz./ ___wes mizze ich freude | |
| vrävel man/ durch zuht sîn swert von im gebant,/ er gienc fürz venster zuo der want:/ dô wolter vrâgen mære./ diu | |
| herzen siufzens vil erwegt./ ___mit zuht diu magt zem venster gienc,/ mit süezen worten sin enpfienc./ //Si truoc ein salter in | |
| kumt, ir mûl dort stêt,/ dâ der brunne ûzem velse gêt./ ich rât daz du ir rîtes nâch:/ ir ist lîhte | |
| dô kêrter ûf die niwen slâ./ Cundrîen mûl die reise gienc,/ daz ungeverte im undervienc/ eine slâ dier het erkorn./ sus | |
| sîniu kint, zwuo juncfrowen,/ die man gerne mohte schowen,/ dâ giengen in der selben wât./ daz riet in kiusches herzen rât:/ | |
| der selben wât./ daz riet in kiusches herzen rât:/ si giengen alle barfuoz./ Parzivâl bôt sînen gruoz/ dem grâwen rîter der | |
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