Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| widir gebi^. edir ſul=iz umi geldi uf einin giſuorinin eit^. Geit einis mannis phert unwizzindi in einis mannis corn^. bigrifit iz | |
| ſu urin vormundin biti, daz he mit uri vur girichti gei^. unde daz he ur helphi, daz recht is^. Wil he=iz | |
| rechtir antwerti phlegi den man di uf un clagit, unde geit he bin des inwec ani loibi dis richteris undi des | |
| uzi, biz daz di richteri ſin girichte giſizzit unde dannin geit^. ſo heit he eini ubirſcowungi gitan^. daz is daz he | |
| binid=umi unde pob=umi^. unde ſal dan mit den ſelbin naciburin gei zu mi richteri unde ſal iz mi richteri cunt tu^. | |
| uffi den vride^. ſo ſal die man demi gidrowit is ge zu ſinimi pherreri^. unde ſal iz Umi ſegi^. unde ſal | |
| umi gikundigit hetti^. wurdi iz die man giwari, he ſoldi gei zu ſinimi pherreri mit ſinin naciburin^. unde ſoldin des biti, | |
| urin liep edir an uri eri^. edir an uri lantrecht geit^. an dir vormundi rait unde an uri heizi^. ſo mugin | |
| ſelbin virſte^. wande ſu ſogitani dinc gitan han, di un gein an urin liep undi uri eri undi ur lantrecht^. Suanni | |
| mannis$/ namin ſin^. ſuaz ſu dan des tuin, daz un geit an urin liep undi uri eri undi ur lantrecht, edir | |
| uz uri vormundi tu, dir erſtin, ab dicheini tedinc d=uf gein^. Hi ſteit von demi vie dir burgire, daz gimeni is^. | |
| liehten schildes spangen, $s von hurten daz gescehen was./ Dô giengen $’s wirtes geste, $s dâ man in sitzen riet./ vil | |
| küneginne $s vil sêre weinen began./ Sîvrit der herre $s gie, dâ er si sach./ wider sîne muoter $s er güetlîche | |
| von gelæge tôt./ von sculden si dô klageten: $s des gie in wærliche nôt./ An dem sibenden morgen $s ze Wormez | |
| von rôtem golde, $s ir gereite wolgetân./ ir ross in giengen ebene, $s des küenen Sîvrides man./ Ir schilde wâren niuwe, | |
| helden $s nie sô hêrlîch gewant./ Diu ort ir swerte giengen $s nider ûf den sporn./ ez fuorten scärpfe gêren $s | |
| Guntheres man./ Die hôhgemuoten recken, $s riter unde kneht,/ die giengen zuo den herren $s (daz was michel reht)/ und enpfiengen | |
| gesehen/ bî den sînen helden; $s dâ sult ir hine gân./ dâ mugt ir bî im vinden $s vil manegen hêrlîchen | |
| »sît wir ir niht erkennen, $s nu sult ir heizen gân/ nâch mînem œheim Hagenen; $s den sult ir si sehen | |
| man sach in hêrlîche $s mit recken hin ze hove gân./ Waz sîn der künec wolde, $s des vrâgte Hagene./ »ez | |
| daz ez sî der recke, $s der dort sô hêrlîchen gât./ Er bringet niuwe$/ mære $s her in ditze lant./ die | |
| wir sulen im engegene $s hin nider zuo dem recken gân.«/ »Daz mugt ir«, sprach dô Hagene, $s »wol mit êren | |
| hiez die boten balde $s ze hove für den künec gân./ Der gruozte si vil scône, $s er sprach: »sît willekomen./ | |
| und bat ouch harte balde $s ze hove nâch Gêrnôte gân./ Dô kômen die besten, $s swaz man der dâ vant./ | |
| beide mâge unde man./ Die boten Liudegêres $s ze hove giengen dô./ daz si ze lande solden, $s des wâren si | |
| durch urliuge dan,/ und ouch die Hagenen recken, $s des gie den helden nôt./ dar umbe muosen degene $s sider kiesen | |
| küneges man./ man hiez der boten einen $s für Kriemhilde gân./ daz gescach vil tougen; $s jane torstes über lût,/ wan | |
| tuot.«/ »Ich wil iuch beide lâzen«, $s sprach er, »ledec gên,/ daz mîne vîande $s hie bî mir bestên./ des wil | |
| und hêrlichiu wîp?/ lâzet iuwer swester $s für iuwer geste gân.«/ der rât der was ze liebe $s manegem helde getân./ | |
| daz si mit ir mägeden $s hin ze hove solde gân./ Dô wart ûz den schrînen $s gesuochet guot gewant./ swaz | |
| bekant./ Dô hiez der künec rîche $s mit sîner swester gân,/ die ir dienen solden, $s wol hundert sîner man,/ ir | |
| wætlîchiu meit./ Von einer kemenâten $s sah man si alle gân./ dô wart vil michel dringen $s von helden dar getân,/ | |
| sternen stât,/ des scîn sô lûterlîche $s ab den wolken gât,/ dem stuont si nu gelîche $s vor maneger frouwen guot./ | |
| der muot./ Die rîchen kamerære $s sah man vor ir gân./ die hôhgemuoten degene $s diene wolden daz niht lân,/ sine | |
| deheinen $s nie sô scœnen gesach./ Die mit den frouwen giengen, $s die hiezen von den wegen/ wîchen allenthalben, $s daz | |
| mit wir haben gewunnen $s den vil zierlîchen degen.«/ Dô giengen$’s wirtes mâge, $s dâ man den helt vant./ si sprâchen | |
| »iu hât der künec erloubet, $s ir sult ze hove gân,/ sîn swester sol iuch grüezen; $s daz ist zen êren | |
| recke: $s »hey wær$’ mir sam gescehen,/ daz ich ir gieng$’ enebene, $s sam ich in hân gesehen,/ oder bî ze | |
| küenen degen/ sah man gezogenlîche $s zer kirchen mit ir gân./ sît wart von ir gesceiden $s der vil wætlîche man./ | |
| getân,/ man bat den degen küenen $s wider zuo z$’ir gân./ alrêst begund$’ im danken $s diu minneclîche meit,/ daz er | |
| lobelîch,/ sô si ze hove solde $s vor ir vriwenden gân./ der dienst wart dem recken $s durch grôze liebe getân./ | |
| gewan./ man sah in vriwentlîche $s zuo den sînen gesten gân./ Er sprach: »ir guoten recken, $s ê daz ir sceidet | |
| hant.«/ »Des râtes wil ich volgen.« $s dâ mit si giengen dan./ den sînen vîanden $s wart daz kunt getân,/ ir | |
| wolden dan./ dô sah man die geste $s für Kriemhilde gân/ und ouch, dâ vrou Uote $s diu küneginne saz./ ez | |
| edel man./ die sah man tägelîche $s zuo frouwen Kriemhilde gân./ Urloup dô nemen wolde $s Sîvrit der helt guot./ er | |
| Dô sprach der degen guoter: $s »sô wil ich selbe gân/ zuo mîner lieben muoter, $s ob ich erbitten kan,/ daz | |
| magedîn,/ »waz ir herren woldet, $s sît ir ze hove gât./ daz lâzet ir mich hœren, $s wie ez iu edelen | |
| man,/ Dancwart und Hagene, $s suln ze hove mit mir gân./ Ir sult vil rehte merken, $s waz ich iu, frouwe, | |
| herren schieden dan./ dô hiez ir juncfrouwen $s drîzec meide gân/ ûz ir kemenâten $s Kriemhilt diu künegin,/ die zuo sölhem | |
| ez mich guot./ swenne wir noch hiute $s für Prünhilde gân,/ sô müezen wir mit sorgen $s vor der küneginne stân./ | |
Ergebnis-Seite: << 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 >> |