Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| lip und an sele, das wil ich dir geben.» Do gieng ich armú bibende in diemuͤtiger schame zů minem bihter und | |
| besclossenen triskameren der heligen gantzen drivaltekeit: «Eya, stant uf und gant von mir, alle creaturen! Ir tůnt mir we und ir | |
| ir nu, vro stetekeit? Heissent den waren gloͮben zů mir gan!» Do sprach der vatter von himmelriche zů der sele: «Gedenke, | |
| swartze, mit takken und mit hornen und mit glasoͮgen und gieng vor mir hin stan. Ich vorhte in nit; doch segente | |
| so grosser wisheit, das es von allen tieren vri hinnan gat. O minnende sele, das du dis wol verstast: du vertribest | |
| oleien und vůr gegen naht. Do er was begraben, do gieng ein mensche zů sinem lichamen unde grůssete beide sel unde | |
| brůdern. Do sprach Sant Dominicus: «Sist willekomen, lieber sun, nu gang in die ere dines herren, alleluja!» Das mir disú gnade | |
| himmel uf tůt gegen der wunnenklichen gottes brut. Got der gat har nider dur die koͤre alle, der sele engegen, und | |
| heligen barmherzekeit, die si tragent zů der verwiseten cristanheit. Si gant alle barfůs, mere in dem lande, da es vrúset, da | |
| hus noch hof, silber noch golt niergen behalten. Ir ieglicher gat mit einem stabe, der ist wis geverwet rot. Der stab | |
| innekeit und soͤllent des gotte sere danken, das si da gen und salbent die verwiseten cristanheit als <FOLIO>(72#’v)</FOLIO> Maria_Magdalena tet únserm | |
| geloͮben keren. Owe, da nach sol es an die not gan! So kumt der Endecrist und underwindet sich der weltlichen fúrsten | |
| twang uf alle die legen sol, die zů irre predie gant. Der denne dar gat und mit inen gestat, der ist | |
| legen sol, die zů irre predie gant. Der denne dar gat und mit inen gestat, der ist ein seliger man. So | |
| und mit inen gestat, der ist ein seliger man. So gat es an die not. So scheident sich die gůten us | |
| in dem roͮbe in ein stat, da ein gros wasser gat. Da sclahet man in allen ir selig hoͮbet abe unde | |
| si denne troͤstent und us dem walde leitent, das si gant aber predien und sich zem tode bereiten. Dise zwene herren, | |
| vliessenden fúre der gotlichen minne, die blikket in Cherubin. In gat aber harnider engegen ein fúrig klare minnelust us von Seraphin, | |
| Aber der grosse fúrin schin, der alles lúhtende har nider gat us von der heligen drivaltekeit in die minnende sele, den | |
| ie dur Christi liebin von menschen wart gelitten. Ja, so gat es an die rehte wage, so vroͤwent sich die allermeiste, | |
| ze kůlende, als die sunne von der hochsten stat hernider gat und sinket untz in die naht. Weis got, also wirt | |
| denne gezieret werden mit pinen in der langen beitekeit. <VERS>So gat si uf die trúwe stan/ und sihet allú ding mit | |
| ane trehene und allerleie erbarmeherzekeit vor den ellenden siechen hine gat, was das geistlichen lúten úbel stat und si leider also | |
| die zit umbekam, als andere vrowen trurig sint und besweret gant, do was Maria lihtevertig und vro. Ir licham was doch | |
| <FOLIO>(89#’r)</FOLIO> menschlichen warheit, der helig geist mit siner cleinlichen suͤssekeit ging dur die ganzen want Marien lichamen mit swebender wunne ane | |
| Joseph were. Do sprach si: «Er ist in die stat gangen und koͮfet úns kleine vische und gemeine brot», und wasser | |
| toͤten in siner kintheit, eb das er in die schůle gat.» Do Sathanas zů Herode kam, do vant er Lucifers gelichnisse | |
| verboͤseten $t man: has, homůt, gitikeit. In dise drie wege gieng der grosse túfel in sin grosses herze und breite sich | |
| zů dem hungerlachen $t geben, da die gemeinen lúte zů giengen zů irme gebette, wan da lag grossú bezeichunge an. Das | |
| des heligen geistes zuge. Lange hernider, do die stúke zesamen giengen, da was ein guldin liste. Mitten úber mittes gieng ein | |
| zesamen giengen, da was ein guldin liste. Mitten úber mittes gieng ein gruͤne borte, der was besetzet mit edelm gesteine. Das | |
| irs leides und ir vrommekeit in ertriche vergessen was, do gieng sin gemeine volk also sere irre an dem rehten geloͮben | |
| muͤste amehtig werden, wan der goͤtlichen $t minne vúrigú kraft gat úber alle menschliche maht.» <KAP><N>XXXII</N>. Von dem hohen ende swester | |
| umbevangen, das si nach rehte in das abgrúnde solten sin gegangen. Irme bilde ist manig vrowe gevolget der masse si wolten | |
| So solt du mit grosser demuͤtekeit dine venie machen und gan denne zehant an din gebet und lassen dich got troͤsten. | |
| glicher wise als Christus aller <FOLIO>(103#’r)</FOLIO> welte loͤser was und gieng har nider us von dem hohen palaste der heligen drivaltekeit | |
| Nu #.[sende ich#.] dich in dem selben namen, als Jhesus gieng von sinem vatter, do er sůchte das eine verlorne schaf | |
| stunde geben. Swenne ich aller menschen armeste an min gebet gan, so ziere ich mich nach miner unedelkeit, so kleide ich | |
| der pine also lam wirt, das si noͤte súntliche wege gat, und ich wil si also stumme machen, das si boͤsú | |
| manigen arbeiten und kumber, der das oppferte fúr in und gienge da us und saste sich in die stat, da er | |
| «Venite, benedicti patris mei, koment zů mir, alle seligen, und gant von mir, alle unselegen.» Do wart gesehen und bekant, das | |
| bin lange vor gesehen, es sol mir nach miner lere gan.» Enoch sprichet sin heilig gebet in sinem reinen herzen alsus: | |
| sine userwelten da soͤllent tragen, die im hie so getrúwelich gant úber <FOLIO>(117#’v)</FOLIO> lande mit so manigvaltigem gůten willen, den si | |
| die verboͤsete pfafheit, wie rehte ir leben zů der helle gat mit wiben und mit kinden und mit andern offenbaren súnden. | |
| das wort, das got sol sprechen an dem jungesten tage: «Gant von mir, ir vervlůhten, in das ewige fúr!» Der schin | |
| das er mit eim scharpfen capittel in <FOLIO>(124#’v)</FOLIO> sin herze gieng und besach sinen schaden und gottes smacheit an im selber. | |
| moͤgen wir úns allú ding nútze machen, dú úber úns gant. Lieber bůle, siest eintrehtig mit gotte und vroͤwe dich sines | |
| sin herze sol besehen, eb das er zů gottes tische gange <N>XXII</N>. Von dem lobe des himmelschen vatters <N>XXIII</N>. Wie man | |
| worten bekenne ich din valscheit, zwifel, ital ere und hofart. Giengi ein stehelin mure untz in die wolken al umbe mich, | |
| cronen der juncfroͮwen.» Do kam die crone von im unde gieng uf ir hoͮbet; die luhte als ob si were von | |
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