Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| des iht bestê./ Daz ist mir ein jaemerlîch gewin./ alsus gêt mir mîn leben hin./ seht, wie saelic ich ze lône | |
| die vollen niht,/ daz mîn swaere iht muge ze herzen gân./ /Ez erbarmet mich, daz si alle jehen,/ daz ich anders | |
| hân,/ wan sô vil, ob daz geschach,/ daz ich underwîlent gie/ vür dich stân/ und ich dich vil gerne sach./ Liez | |
| ein leit,/ daz im vor allem leide in sîn herze gât./ wes verküre ich denne ein arbeit,/ diu mir liebet und | |
| helfent al die sinne jehen./ den ez niht ze herzen gât/ noch in diu minne nie gebôt,/ die sprechent von der | |
| sol ein sumer noch sîn zît/ ze herzen niemer nâhe gân,/ #s+sît#s- #s+ich#s- sô grôzer leide pflige,/ daz minne riuwe heizen | |
| von der ich dicke trage/ vil manige nôt, diu nâhe gât./ Die swaere ich zallen zîten klage,/ wand ez mir kumberlîche | |
| iemer mê tuot wol./ ein minneclîchez wunder dâ geschach:/ Si gie mir alse sanfte dur mîn ougen,/ daz sî sich in | |
| an den tôt,/ sît ir mîn langez leit niht nâhe gât./ Dô ich gesanc, daz ich gesunge niemer liet in mînen | |
| Ê ich danne von im scheide,/ *sô mac ich sprechen ‘gên wir brechen bluomen ûf der heide.’/ /Sol mir disiu sumerzît/ | |
| mich sô klagent!/ wie nâhen in mîn leit ze herzen gât!/ Swenne er mich getroestet eine,/ sô gesiht man wol, daz | |
| lieze manige rede, als ich niht hôrte, vür diu ôren gân./ /Waz unmâze ist daz, ob ich des hân gesworn,/ daz | |
| getân,/ unde heten wert ir liep und liezen mîne vrouwen gân./ /Herzeclîcher vröide wart mir nie sô nôt;/ mir tuot ein | |
| manige réde, als ich ír niht enh%/ôrte, vür diu ôren gân./ /Waz unmâze ist daz, ob ich hân gesworn,/ daz sî | |
| steln./ Sinneclîch ich daz bewar./ mîn gewerbe ist anderswar,/ ich gê dannân oder dar./ /Sô si mit dem balle/ trîbet kindes | |
| ein unmehtic huon:/ Wirt danne der wagen vür diu rinder gênde,/ treit danne der sac den esel zuo der müln,/ wirt | |
| wîp/ kan sölhe minne geben./ /^"Von der zinnen/ wil ich gên, in tagewîse/ sanc verbern./ die sich minnen/ tougenlîche, und obe | |
| vor sinem liebe stet,/ Sin varb auch under ein ander get./ Minne, din große meisterschaft/ Hat auch also große kraft,/ Daz | |
| ertriche. als in eime eige daʒ luter umbe den duttern gat, also umbegat daʒ wasser die erde. nuwen daʒ uns got | |
| gegni an, der sibin sternen, die da heiʒint planeten. die gant anders danne ander $t sternen, daʒ man sprichit, si sin | |
| die da heiʒit daʒ firmamentum, $t daʒ siu gelich balde gant mit dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant | |
| gant mit dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her uber, da die sunne uf gat, hine da | |
| swinde zuo dem occident. aber da wider $t her dan gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman "ich | |
| ze occident under," deʒ antwurte ich also. die steten sternen gant von dem oriente zuo dem occidente naturliche. den ganc hant | |
| gendes rat, daʒ eʒ crieche wider deʒ rades lof. so gat daʒ wurmel für sich, unde wirfet daʒ rat umbe diʒ | |
| daʒ mahtu allis kiesen an der figuren die hie nach gat. //[Zeichnung] Dise figura betiutet die welt wenne die elementen und | |
| oder primum_mobile. deist der himel der oberest der da umbe gat. daz firmamentum. Saturnus. Jupiter. Mars. Sol. Venus. Mercurius. der mane. | |
| naht daʒ ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein meister, heiʒit aristotiles, der sprichet $t von dem | |
| anderen. an der dritten richʒent die dritten, die ie darnach gant. als an dem samʒtage. der ersten stunden richʒet Saturnus, an | |
| planeten denne richʒit. deʒ wartent die wisen, so siu drenker gent oder so siu laʒent. so wartent si weder der stunden | |
| die dracheit vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man die arme gelich dennen, unde daʒ houbit | |
| unde vil trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der sunnen schin, vor essenne slafen, oder uf herten | |
| abint, wonde er zuohant nach dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes unde sancti iacobes abent an dem | |
| sunne, so er denne enzundet wirt //unde bi der sunnen gat, so ist er obene lieht unde unden vinster. so er | |
| [Zeichnung] wonde denne die sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich gekeret hat zuo dem obersten, | |
| ander zeichen heiʒit Kanker. wan als der crebse hinder sich gat, als gat danne die sunne zuo dem understen emisperio von | |
| heiʒit Kanker. wan als der crebse hinder sich gat, als gat danne die sunne zuo dem understen emisperio von irme hohsten | |
| hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiʒit canis, wan er | |
| ianua. wan als man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem manden in daʒ iar. nach der heidene | |
| eht unde zwenzic dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein unde driʒic hete, der iulius, augustus unde | |
| ewigen lebinne. Amen. Die zit so man mit den crucen get, die tage heiʒent rogationes, von dem worte rogare. wan diu | |
| uns daʒ //wir betent unde vastent unde mit den crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent, me | |
| er slüßet aller zirkel sweife;/ gein im der engel wegen gat/ und wonet uß der achten speren reife./ die ander geist | |
| ir leben./ in sechs und drißig tusent jarn/ alrest so get der himel ein mal umme,/ Saturnus drißig sunder sparn,/ zwelf | |
| tier die plage sulen miden./ ir wegen nach den speren gat,/ davon sie stören und geberen liden./ tat künftig der naturen | |
| kunt die buch der alden wisen./ uß swevel und quecksilber gan/ das silber, kupher, zin und ouch das isen./ des himels | |
| maße!/ uf ungewissen wan nicht buw,/ laß durch din herze gen genaden straße/ den armen! halt dins lebens brunn, $s ein | |
| troum wer sich verspetet/ und treget swer und mag nicht gen, $s du salt versten,/ der fürbens darf, wann er ist | |
| hand figure. / in troume wer in miste, kote, lachen gat/ und was da heißt unsuber, der vil stankes hat/ und | |
| were. / ‘bi minem adel ich nimmer bi den gensen ge,/ in einem vogelhuse wil ich singen me.’/ der ackerman erhorte | |
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