Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| vertribet di spuluurme. Swelch wiͤp mit einem kinde in arbeiten geit, swelch zit si das crůt nutzet, si mus das kint | |
| di obersten hůt abe unde di milch, di dar abe geit unde daz saf beheldet man. Daz ist gůt zu mancher | |
| nidene. Das sint di, den das geweide in daz gemechte geit. Daz selbe ist gut vor daz vallende ubel genutzet. Ditz | |
| e selber under ein ander, e si uber den rinc gein. Monomacus, ein meister, heizet si zu allen artztigen tůn, wen | |
| iunc. Ouch merke her, ob her erbeite oder [24v] gemeit ge, welch zit iares is si, von welcher art daz lant | |
| den cancrum. Cancer ist ein geswer, da vil locher in get unde siget unde heilet ungerne. Der wurzeln saf an di | |
| da blůt ressent, oder swi in iz uz dem munde ge. Diser same mit wine gestossen unde alz ein plaster uf | |
| subert den wec, der von der lungen in di kele geit. // Beta heizet beizgrese. Beta gesoten unde mit senfe gessen | |
| al reinicheit,/ Dat it ze dim love si bereit!/ ////Ich gan in dis arbeit durch din minne,/ Vrow, allerhögste minnerinne,/ Nim | |
| als si diͤ arzedi entfeit,/ alse si ir zů herzen geit,/ als si na ir naturen smachet,/ als si $’m herzen | |
| gerung in entfiͤnc?/ si was diͤ porz, da he in giͤnc./ diͤ begerung was diͤ porte,/ diͤ engeine sünde niͤ$’n beworte,/ | |
| ander vugel singt mildicheit,/ diͤ van uns up unse nesten geit,/ als wir bit in van herzen dragen/ beid ir vröude | |
| irem live had begangen,/ diͤ dem vind in hant was gangen,/ dů si bekand ir missedat,/ vil schiͤr vant si ein | |
| zit urkunde,/ diͤ he gesprochen had bit sim munde./ ////Theophilus giͤnc in sin dot,/ he ded, swat im de vint gebot,/ | |
| des armen menschen dumpheit,/ als he van god, sim vr#;iunde, geit!/ //Dů de arme zů im selvem quam/ ind sine groʒe | |
| liͤven dic han verlorn;/ swan he dir van den ougen giͤnc,/ din herz ein n#;iue wund entfiͤnc./ du můstes ane underlaʒ | |
| liͤven sun sleit./ ////Nu, schön, $’t is zit, dat wir gen/ ind dat wir $’m liͤven bisten!/ sich, war he sin | |
| den besten vr#;iunt weint ir beide./ nu, weiʒ got, it geit zům gescheide./ //Nu, allerschönst, diͤ iͤ gewart,/ it geit an | |
| it geit zům gescheide./ //Nu, allerschönst, diͤ iͤ gewart,/ it geit an <diͤ> leste hinevart./ din liͤf bevilt an sinem ende/ | |
| damide si dich slent,/ – ei, wiͤ na si mir gent! –/ in dich, min herze, lege!/ ////Diͤ negel, diͤ dir | |
| sich an min leit,/ wiͤ ser it mir zů herzen geit!/ din krüz, dat in mim herzen steit,/ dat bekenne din | |
| listen de mensche was gevangen:/ //#.,Du salt up diner burst gan,/ diͤ erde salt du ze eʒʒen entfan./ ich sal under | |
| de heiʒet Leviathan./ //Dat is de slang, de in waʒʒer geit/ (waʒʒer is der gelüst unreinicheit),/ dem lützel iͤmen entrinnen kan,/ | |
| ire herzen dů entfiͤngen,/ dů si dem kind ze offer giͤngen./ //Wat vröuden můst dich, vrow, entfengen,/ dů du diͤ heidnen | |
| van sim mund diͤ suͤʒicheit,/ diͤ uʒer sim suͤʒlichem munde geit!/ ////Vrow, gif mir ouch in under stunden,/ dat ich ouch | |
| gesel diner vröuden mache mich!/ //Als ich zů der kribben gan/ (dat is de elter), als ich da stan,/ als <ich> | |
| groʒe vröud si dar entfiͤngen,/ dat si got lovend danne giͤngen./ //De os ind de esel liͤfen ouch dare,/ ich wen$’, | |
| zů der selver stunden/ dar, da du, vrow, zů kirchen giͤnges/ ind din kint, dat du, magt, entfiͤnges./ //Zůhant dů Simeon | |
| ouch dat swert verstan,/ dat durch din sele sint můst gan./ //Sente Anna, diͤ widwe gůt,/ diͤ godes geist ouch dar | |
| diͤ truricheit si nam ende,/ so diͤ vröude niͤmer $’n geende./ //De bitter smach der mirn vergiͤnc,/ wan diͤ vröude, diͤ | |
| sin vůʒsporen,/ de van dinem live was geboren,/ da he get up Montolivet,/ wiͤ selich sit ir, diͤ bit im get!/ | |
| get up Montolivet,/ wiͤ selich sit ir, diͤ bit im get!/ //Wan du bis diͤ seligst under in allen,/ wand du | |
| ind vůr uppe ho;/ bit gewalt he durch diͤ lucht giͤnc,/ bitz ein wiʒe wolke in entfiͤnc,/ de in van #;iuren | |
| ind din lif entfiͤnc,/ dů din liͤve sun engegen dich giͤnc/ ind hiͤʒ dich so vrölich wilkumen sin./ //He nam dich | |
| dů min herz verstan,/ warümb du üver diͤ <engel> solds gan,/ wiͤ du dat erwürfs in disem live,/ ei allerwerdest aller | |
| ouch diͤ wort verstan,/ diͤ du uʒer dim munde liͤʒes gan –/ si sint so vol geistlicheide,/ vol gnaden ind otmuͤdicheide,/ | |
| wapenroc he van dir entfiͤnc,/ damit de küninc ze stride giͤnc./ in deme roc behiͤlt he $’n sigen/ ind ded den | |
| am krüze heit,/ din is $’t blůt, dat dar uʒ geit,/ van dinem lif sint beide kumen:/ blůt ind lichem uns$’ | |
| he ded din gebot./ als du gebüds, he stůnt ind giͤnc,/ guͤtlich he al din gebot entfiͤnc./ he was gehorsam dim | |
| niͤt ümbeveit./ da wart erhaven din werdicheit,/ darzů engeine creatur engeit./ diͤ engelsche throne sint dir underdan,/ si enmugen ze diner | |
| throne sint dir underdan,/ si enmugen ze diner werdcheit niͤt gan./ //Dat gehöret ouch zů dinem love,/ geloved in dem overstem | |
| wisheit was in dir entfangen,/ du quemes zů sent Elsben gangen;/ du enmerr$’des in dem wege niͤt,/ niͤman wist, wiͤ dir | |
| kümt mir dis werdicheit,/ dat mins heren můder zů mir geit?/ //Sint dat min oren dine wort/ an diner gruͤʒen hant | |
| al unnutz dar nider legen/ ind wil na disen worden gan,/ ei vrow, dů mich si recht verstan!/ //Ei wist ich, | |
| bescheidenheit,/ ich vernem diͤ heimlicheit,/ darzů min herz nu niͤt engeit./ //Nu wis mich, vrow, laʒ uns verstan/ din antwürd, laʒ | |
| laʒ uns verstan/ din antwürd, laʒ si uns ze herzen gan,/ diͤ din wis, suͤʒ herz uʒ goʒ,/ diͤ uʒer dim | |
| wold aneschowen/ siner diͤrn otmuͤdicheit.#.’/ //Sprich, allersuͤʒst, dat da na geit,/ sprich, suͤʒe můder, du sprichs war,/ wand got self ruͤrt | |
| is gemeine,/ wand unses hern barmherzicheit/ üver si al gemeinlich geit/ al van angin bitz an $’t ende,/ der herz dregt | |
| is al diͤ kristenheit,/ diͤ bit dem glouven na im geit!#.’/ ////O allerwist ind allermeiste,/ dit sint diͤ wort, diͤ bit | |
| diͤ iͤmer wert./ //We is $’t, dem dit zů herzen ge,/ we is it, de dit wal verste?/ so groʒe wisheit | |
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