Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| da er myn herren Ywan erkant, und sprang off und ging zu dem altar und kůßt yn und saß nyder off | |
| und vielen Lanceloten zu fußen. ‘Herre’, sprach ein alt man, ‘gent dann mit mir, ich wil uch laßen sehen uwer selikeit!’ | |
| uch laßen sehen uwer selikeit!’ Er stunt off krencklich und ging under die erden in ein krufft; da stunt ein grab | |
| was, und het ein búchsen vol vergifftes und venenis. Die ging in den kerker zu mym herren Gawan und ließ yn | |
| lip da mit, da im sin hut durchslagen was. Da ging sie von im, und er begund so sere schwellen das | |
| Sie qwam zu eim cleynen venster, das in den kercker ging gein dem baumgarten, und rieff im mit sinem namen; sie | |
| nicht das ich des ummer gewehen’, sprach er. //Die jungfrauw ging in ir kamer und nam rockenmel und knat das mit | |
| heiß brot und legt es in milch klein gebrocket. Da ging sie in den baumgarten und warff das geeße in den | |
| gedete wart im der lip wiedder cleyn, und der gestanck ging aller hinweg. Da fregt sie yne wie im nu zu | |
| wir dißen weg riten zur lincken hant; der ander weg get zum Freischlichen Tale, dannen nyman wiedder kert.’ ‘Du bist ein | |
| keller fur im stund. Er ließ sin roß stan und ging den grat nieder, biß das er in den kerl qwam, | |
| reichten. Die trachen warn groß und eistlich, und wer furbas gan wolt der must zwuschen yn hien. Da raufft der herczog | |
| durch sinen halßberg allenthalben, so das das rot blut darnach ging. Da sluge er dem einen mit dem schwert zwuschen die | |
| mure durch. Da was ir ketten nit lenger, und sie gingen all vier wiedder ligen uff ir leger. Auch was der | |
| geqwetschet da sie yn mit yren claen geslagen hetten. Da ging der herczog furbas und qwam off ein waßer das schwinde | |
| off ein waßer das schwinde was und tieff, und da ging nit anders steges uber dann ein schmal tiel kum eins | |
| ging nach, biß das sie zun trachen kamen. Die jungfrau ging zwuschen yn hien, und die trachen bliben schon ligen. Da | |
| das groß leyt das sie im hett sehen thun, und ging wiedder zu Lancelot. Er fregt was der mere were. ‘Weiß | |
| zweyn gethan het, und die jungfrau was ußermaßen fro. Er ging furbas und qwam zum waßer. Da recket er den schilt | |
| gevochten hett, und wúst wol das es zaubery was. Er ging furbas und qwam zu eim grade der hoch uff ging | |
| ging furbas und qwam zu eim grade der hoch uff ging zu einem schönen sal. Der grad was on lene und | |
| den schilt und hielt yn vor im gestrecktes armes. Da ging er den grad off, und der ritter hub die axt | |
| schilt, das sie darinn bleib steckende. Lancelot ließ den schilt gan mit der axt und slug den ritter so schwinde in | |
| ‘Nein edel ritter’, sprach die jungfrauw, ‘nit erdrencket uch!’ ‘Joch ging er daruber’, sprach er, ‘als sippe ist mir das waßer | |
| werlich nit wert!’ Underdes komet ein jungfrauw ußer einer kamer gande und gitt im einen slag mit eim schwert @@s@zwuschen die | |
| rechten truwen, er enmuß’, sprach ein ritter der qwam darzu gande, ‘wilkumen muß er uns allen syn!’ Da ging er nach | |
| qwam darzu gande, ‘wilkumen muß er uns allen syn!’ Da ging er nach mym herren Ywan und nach dem herczogen und | |
| in einer schonen kamer. Des nachtes in dem ersten slaff ging Morg und ir jungfrauwen zu Lancelot und daten im so | |
| da die ritter uff stunden die mit Lancelot slaffen waren gangen, sie funden alle ir wapen mit yn und ir roß | |
| kamer besloßsen hett. Da was die spise bereit, und man ging eßsen; und Aiglin ging zur frauwen und fand sie sere | |
| was die spise bereit, und man ging eßsen; und Aiglin ging zur frauwen und fand sie sere weinende. ‘Numene frauw, weinent | |
| ‘Des sol gut rat werden, frau’, sprach Aiglin, ‘laßt uns gan eßen!’ Sie wert sich lang, doch ging sie zu letst | |
| Aiglin, ‘laßt uns gan eßen!’ Sie wert sich lang, doch ging sie zu letst eßsen durch der ritter bethe. Da man | |
| in dem walde. Da Lancelot zu bette qwam, die jungfrau ging zu im und sprach das er hieinn bas lege. ‘Warumb | |
| ‘wolt ir hie slaffen, so wil ich off uwer bette gan ligen’, und stund off in sim hemd und in sim | |
| in sim nydercleyde. ‘Neyn herre’, sprach sie, ‘ir solt nirgent gan, ich wil zwey wort wiedder uch sprechen; ligent nyder, ich | |
| er. ‘Das ir mich by uch laßt slaffen’, sprach sie. ‘Geet, gute jungfrau, uff uwer bett!’ sprach er, ‘ir sint albezalt. | |
| myn ere verlure dann ichs dete.’ ‘So wil ich slaffen gan’, sprach sie, ‘und wil uch ummer me fur uberwunden halten | |
| me gebitten, so ir got must helffen. Mit großer pin ging er wiedder uff sin bette, und sie ging slaffen uff | |
| großer pin ging er wiedder uff sin bette, und sie ging slaffen uff das ir. //Also hett die jungfrau Lancelot versucht, | |
| hatt sich maniger daran gemuwet.’ Darumb ließ ers nit, er ging zu jhem ritter und stieß sin heubt und sin schultern | |
| must wiedder zehen gewapent ritter vehten, ‘wann hinder der burg get ein diel uber den graben; welcher unser daruber gat der | |
| burg get ein diel uber den graben; welcher unser daruber gat der muß vier ritter bestan, den einen nach dem andern. | |
| wer aber beßer gewesen das sie Lanceloten gevolget hetten. Da ging der herczog zu dem tiel. – Und die history schwiget | |
| sprach myn herre Ywan, ‘sit ich ummer vehten muß.’ Da ging der wehter uber jen porte und bließ ein horn. Da | |
| herczog von Clarencz fand den diel der uber den graben ging smal und lang und engstlich eim gewapenten man uber zu | |
| $t yn der herczog und det im gefengniß sichern. Da ging er furbas zur andern postern und fant ein andern gewapenten | |
| er wolt oder enwolt, und must im gefengniß sichern. Da ging er furbas zu der dritten muren und fant da zwen | |
| von dem heubt, das im das schwert durch den backen gangen was biß uff das beyn. Des erschrack Caracados als sere | |
| beide so verdort $t waren das die roß von einander gingen, das ir ietweder darumb nit wust. Da was Lancelots gein | |
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