Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ich noch baʒ verstan,/ wil ich bit mim herzen dare gan,/ dar ich siͤn dich des gestaden,/ dat man dir geve | |
| din heilich munt uʒ goʒ,/ dů du zů Elsben quems gegangen,/ ze hant dů du gods sun hads entfangen?/ wanaf quam | |
| kert mins herzen vuͤʒe./ //Wan dů got in min sele giͤnc/ ind mich senft al ümbeviͤnc/ ind mich im gewide gare/ | |
| erslůch,/ diͤ bit groʒer ires herzen macht/ durch diͤ vind giͤnc alle nacht,/ bitz si den sigen vollebracht/ bit godes helpen, | |
| begoʒ,/ dat uʒer sin offen$’ wunden vloʒ./ //Dat scharpe swert giͤnc durch din herze,/ dat was de r#;iu ind ouch de | |
| beruͤrt diner heilcheit schin./ wiͤ wal diͤ megde na dir gent,/ wiͤ wal si diner dügde schin entfent,/ diͤ diͤ zweiveldich | |
| beide seln ind lifs ümbveit!/ //Si sint wale na dir gangen,/ si hant diͤ gruͤnheit van dir entfangen,/ diͤ gruͤnen ind | |
| v#;iur <van> zwelef sterren brinnet./ //Wan willen wir noch diͤfer gan/ ind diͤ zwelf stern kleinelicher verstan,/ diͤ in din krone | |
| der meister martler genoʒ./ //Dat swert, dat durch din sele giͤnc,/ dů din sun am krüze hiͤnc,/ des meisten r#;iuen scharpste | |
| muͤʒen entfen,/ so si bit $’m herzen darzů niͤt $’n gen./ //Dis dri martiljen, diͤ man sus mach liden,/ si sint | |
| dach hat de groʒe Stephan,/ de na unsem Jhesu dorste gan/ ind allererest volgen sin vůʒsporen;/ darümb is he darzů erkoren,/ | |
| din einich kint geleidet./ bit groʒem schal he zů dir giͤnc,/ bit groʒem schal he dich entfiͤnc./ up sinen thron sat | |
| // $p alle duse werlt./ van der sunnen iz geit/ ane ser und an arbeit./ daz kint, daz himel und | |
| quam,/ als iz godes kinde alleineme gezam./ //Van der sunnen geit daz dageliet,/ si newirdet umbe daz du dunkelere niet./ nog | |
| sint, als iz e des was./ durg daz alinge glas geit iz in daz hus,/ daz vinesternisse verdrivet iz dar uz./ | |
| wirt./ Ie das minnebet enger wirt, ie die umbehalsunge naher gat./ Ie das muntkússen suͤsser smekket, ie si sich minneclicher ansehent./ | |
| ein edel weg und ein helig weg, den got selber gieng, das ein mensche pine lide ane súnde und ane schulde. | |
| das ist die besclossen innekeit, die erst in die sele gat, so sprechent ir kamerere, das sint die fúnf sinne. «Vroͮwe, | |
| heligen geruchtes, den si verguldet hat mit allen tugenden. So gat si in den walt der geselleschaft heiliger lúten, da singet | |
| beide tůn und lan, doch mag ich nu dar nit gan.» «In der aposteln wisheit vindent ir grosse sicherheit.» «Ich han | |
| Johanni_Baptisten hat gegeben.» «Zů der pine bin ich bereit, iedoch gat der minne kraft úber alle arbeit.» «Vroͮwe, went ir úch | |
| lere wol, wan dis ertrich ist maniger strikke vol.» So gat dú allerliebeste zů dem allerschoͤnesten in die verholnen kammeren $t | |
| in dem ertrich und hohe ere in dem himelrich. So gat si einen weg, das ist die senftmuͤtekeit. Die ist gekleidet | |
| nit wol vergan,/ swa die juncfroͮwe dike nach dem jungelinge gat./ Sine edel nature die ist so bereit,/ das er si | |
| ist mir ze danke, das ich jamerig můs nach im gan.» Do sprach der botte: «Ir soͤllent wúschen und begiessen und | |
| mit dem unlidigen ateme sines vliessenden mundes; und wie si gant ane arbeit als die vogele in dem lufte, so si | |
| wisser blůmen, die stroͤwete er niden in dem turne und gieng hin. Do kam ein anderer und brahte ein gebunt vielaten, | |
| Do si dis hatten getan, do nigen si schone und giengen enweg. Dise jungelinge waren also edel und schoͤne an ze | |
| brahten zwoͤi lieht, die sasten si ufen den alter; do giengen si vil schone und bliben in dem kore. Do kam | |
| brust, und zwo ampellen braht er an sinen vingeren. Do gieng er zů dem altar und saste das lamp dar uf | |
| dirne dekeine stat konde vinden, da si bliben moͤhte. Do gieng si niden in den turn stan, da vant si einer | |
| und bi den drin scharen mohte si niena bliben. Do gieng si fúr den kor stan und sach hin in, wa | |
| winkete ir únser froͮwe, das si oben Katherinen stůnde; do gieng si bi únser lieben froͮwen stan, wande es selten mohte | |
| dines herzen vallen in ein gerunge lange ze lebende.» Do gieng Johannes lesen das ewangelium Liber generationis. Do sprach dú arme | |
| wil mich gerne legen in die stat diner girde.» Do gieng die arme dirne zů dem altar mit grosser liebe und | |
| werliche ein brut der heligen drivaltekeit. Swenne das spil úberein get, so sehe man denne, weles allermeist wege, den werdesten engel | |
| sunder alleine got. Herre himelscher vatter, zwúschent dir und mir gat ane under<FOLIO>(29#’r)</FOLIO>las ein unbegriflich atem, da ich vil wunders und | |
| aber an sinem wesende wirt niemer ende funden. Der himmel gat umb die koͤre, und zwúschen dem himmel und den lieplichen | |
| mit der gottes kraft in bluͤjender, lúhtender, fúriger clarheit und gat har nider untz an den himmel gegen von Kerubin, das | |
| heimlicheit, dú zwúschent gotte und einer ieglichen sele ane underlas gat, die lit an so notlicher zartekeit, hette ich aller menschen | |
| dich die jene niden, die mit dir in die winzellen gant. O, wie sere si dich etteswenne versmahent, wan si so | |
| han von ir beder geiste ein solich not, die <FOLIO>(38#’r)</FOLIO> gat boven des vatter wisheit, die ich nit begriffen mag, und | |
| din jugent mit der erfúllede siner núwen liebi und Jhesus gieng dur dinen lip als der toͮwe dur die blůmen, also | |
| an ir liep. Mag si sin denne nit haben, so gat es an ein weinen. Eya, wie dike das gottes brúten | |
| bekantnisse und leitent úns verblendet in die siben hoͮbtsúnde. War gat denne der weg hin denne in das ewig abgrúnde? <KAP><N>VIII</N>. | |
| mit irem munde#.] und mit irem ansehen verwunden, denne erste gat es <FOLIO>(40#’v)</FOLIO> an ein minnen.» Do sprach der helig geist | |
| das du die unedel menscheit dest erlicher maht getragen.» Do gieng dú schoͤne processio mit grossen froͤden har nider in das | |
| das hinderte, das man in alvol wisser simelen schúbe.» Do gieng ich zů gottes tische in einer edeln schar, die bewarten | |
| beche, von pfůle, roͮch und stanke. Ein dikke vinster nebel gieng dar úber als ein swar<FOLIO>(45#’r)</FOLIO>zú hut gezogen. Da lagen die | |
| das du nit moͤhtest gerůwen denne an mir; eya, so gienge es an ein minnen; so muͤstest du mich denne bitten, | |
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