Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
alsô adv_k (7074 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bite des unsern herren/ daz sî iu müezen werren/ niuwan als ich schuldec sî,’/ und zeicte sî im alle drî./ //Dô | |
| weiz wol, sî gestânt mir:/ sus bin ich selbe dritte als ir./ dar an lît, wæn ich, grœzer kraft/ danne an | |
| ors mohten gevarn./ dar under muoser sich bewarn/ dar nâch als ein wîser man/ der sîne rîterschaft wol kan/ und sîne | |
| unde lîmte vaste sîn sper/ vor ûf sîne brust her,/ als in diu gewonheit lêrte./ und dô er zuo in kêrte,/ | |
| zuo in kêrte,/ dô muot im mittem swerte/ der truhsæze, als er gerte/ von sînen bruodern zwein./ dô nam ern underz | |
| in/ die zwêne die noch werten,/ und pflâgens mitten swerten/ als guote rîter solten./ daz wart in wol vergolten,/ wande ie | |
| sîne senfte gebærde,/ von des lewen beswærde/ gewan er zornes alsô vil/ daz er sî brâhte ûf daz zil/ daz sî | |
| den er an/ mit kampfe vor gerihte sprach,/ ob ez alsô geschach/ daz er mit kampfe unschuldec wart./ dazn wart ouch | |
| suochte./ //Vrou Lûnete was vil vrô:/ wand ez gezôch ir alsô./ si gewan ir vrouwen hulde/ und hete âne schulde/ erliten | |
| //Noch erkand in dâ wîp noch man,/ und schiet ouch alsô lîhte dan;/ niuwan eine vrou Lûnete,/ diu daz durch sîn | |
| lîp,/ iemer geprîse/ (wand sî enist niht wîse)/ diu einem alsô vrumen man/ als iu noch hie schînet an/ ir hulde | |
| (wand sî enist niht wîse)/ diu einem alsô vrumen man/ als iu noch hie schînet an/ ir hulde iemer widerseit,/ ob | |
| hân diu mære/ daz ich erkander wære./ wirt mîn gelücke alsô guot/ sô mîn herze unt der muot,/ ich weiz wol, | |
| daz laster unt tie schande,/ swer iuch ûz mînem lande/ alsô wunden siht varn.’/ er sprach ‘got müeze iuch bewarn/ und | |
| gruozten/ und im vil gerne buozten/ kumber unde sîne nôt,/ als in ir herre gebôt,/ der selbe engegen ime gienc/ und | |
| kampfe wern./ ichn vihte niht, ich bin ein wîp:/ daz als unwerhaft ist mîn lîp,/ dâne hâstû niht an:/ deiswâr ich | |
| doch wer er wære./ //Dô ze hove kam diu maget,/ als ich iu hân gesaget,/ und einen kempfen suochte,/ des niemen | |
| arbeit ersach,/ er behabetes dâ durch ir gemach,/ unde sante, als sî in bat,/ sîn selbes tohter an ir stat,/ diu | |
| gestiurtes unser herre,/ daz sî des endes kêrte/ dar nâch als sî lêrte/ von dem horne der schal./ hin wîste sî | |
| were pflac,/ der ersach sî vil drâte./ ein gast der alsô spâte/ und alsô müeder kumt geriten,/ den mac man lîhte | |
| ersach sî vil drâte./ ein gast der alsô spâte/ und alsô müeder kumt geriten,/ den mac man lîhte des erbiten,/ ob | |
| unde draben,/ unz daz sî in ane sach./ sô liebe als ir dar an geschach,/ als liebe müeze uns noch geschehen,/ | |
| in ane sach./ sô liebe als ir dar an geschach,/ als liebe müeze uns noch geschehen,/ daz wir uns alse liebe | |
| geschach,/ als liebe müeze uns noch geschehen,/ daz wir uns alse liebe gesehen./ //Si gedâhte in ir muote/ ‘rîcher got der | |
| ûf der vart/ von der reise siech wart,/ unde ist alsô under wegen/ zuo mînem vater belegen./ der sante mich her | |
| sante mich her an ir stat:/ nû bit ich iuch als sî mich bat./ sî hiez mich iuch, herre,/ manen harte | |
| harte verre./ sît daz iuch got sô gêret hât/ daz alsô gar ze prîse stât/ vür manegen rîter iuwer lîp,/ sô | |
| ter strâze,/ den liuten wol ze mâze/ die herbergen solden,/ als ouch sî gerne wolden./ //Diu burc stuont besunder,/ und ein | |
| minnen./ aller liute beste,/ enpfâhet ir iuwer geste/ alle sament alse mich,/ daz ist untrœstlich/ einem her komen man/ der iuwer | |
| ûz der stat geborn,/ vür die sîn strâze rehte gienc,/ als er den burcwec gevienc./ diu wincte im von verre./ sî | |
| portenære:/ daz was im unmære./ er sach in schalclichen an/ als ein ungetriuwer man:/ er sprach ‘ich hân daz wol bedâht/ | |
| tor/ ein wîtez wercgadem stân:/ daz was gestalt und getân/ als armer liute gemach;/ dar in er durch ein venster sach/ | |
| ir leides wart nû michels mê./ in tete diu schame alsô wê/ daz in die arme enpfielen,/ wan in die trähene | |
| rîter sprach ‘daz ist mir leit’/ und gie lachende dan,/ als der sich mittem bœsen man/ mit worten niht beheften wil:/ | |
| kinde ist gewon,/ dern schamt sich ir sô sêre niht/ als man hie an iu gesiht./ nune saget mir minre noch | |
| er/ rehte alsam ouch ir dâ her,/ und geschach im als ouch iu geschiht./ wan dâne ist widerrede niht/ irn müezet | |
| müezet morgen vehten/ mit zwein des tiuvels knehten./ die sint alsô manhaft,/ und hetet ir sehs manne kraft,/ daz wære ein | |
| alter vür wâr/ niuwan ahtzehen jâr,/ und was des lîbes alsô kranc/ daz er des siges âne danc/ und ungestriten muose | |
| gesehen,/ wan daz er sich von disen/ unsæligen risen/ lôste als ich iu wil sagen./ sî heten in anders erslagen,/ wan | |
| vil erwerben/ daz wir niht hungers sterben./ man lônet uns als ich iu sage:/ nû sprechet wer von dem bejage/ rîche | |
| unde der herre,/ engegen im gnuoc verre/ unde enpfiengen in alsô wol/ als ein wirt den gast sol,/ der im willekomen | |
| herre,/ engegen im gnuoc verre/ unde enpfiengen in alsô wol/ als ein wirt den gast sol,/ der im willekomen ist./ dar | |
| harte cleine,/ und ein samîtes mantellîn:/ dar under was härmîn,/ als ez ob hemde wol stât./ des rockes heter wol rât,/ | |
| ahten ir sache/ nâch dem hûsrâte./ nû was ez ouch alsô spâte/ daz in ein bote seite/ daz ezzen wære gereite./ | |
| enwart des niht vergezzen,/ sî enbuten dem gaste/ volleclîchen vaste/ alsô grôze êre/ daz ez nie wirt mêre/ sînem gaste baz | |
| êre/ vil tiure gelten müeze/ (der antfanc ist ze süeze),/ als mir der arge schalc gehiez/ der mich in die burc | |
| burc liez,/ des wirtes portenære,/ unde ouch nâch dem mære/ als mir die vrouwen hânt gesaget./ gehabe dich wol, wis unverzaget:/ | |
| wunder/ ime selbem saget/ daz im ein unsippiu maget/ nahtes alsô nâhen lac/ mit der er anders niht enpflac,/ dern weiz | |
| sprach der wirt ‘die her sint komen/ unde rîter wâren als ir,/ die habent alle sament mir/ geleistet mîn gewonheit;/ daz | |
| sî bestân;/ daz sî noch nieman überwant!/ und ist iedoch alsô gewant:/ wære dehein sô sælec man/ der in beiden gesigete | |
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