Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
alsô adv_k (7074 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der ist ûz der zal:/ der sol iu sîn unmære/ als ein verrâtære./ daz ist hie der her Îwein,/ der niender | |
| ûz ir gesihte an daz velt./ dô wart sîn riuwe alsô grôz/ daz im in daz hirne schôz/ ein zorn unde | |
| wold in getrœstet hân/ unde bat nâch im gân./ und als in nieman envant,/ nû was daz vil unbewant/ swaz man | |
| guoten bogen truoc:/ den nam er im und strâlen gnuoc./ als in der hunger bestuont,/ sô teter sam die tôren tuont:/ | |
| mâze/ bî der lantstrâze/ diu in ze rîten geschach./ und alsô schiere do in ersach/ diu eine vrouwe von den drin,/ | |
| durch ir reine triuwe/ vil sêre weinen began,/ daz einem alsô vrumen man/ diu swacheit solde geschehen/ daz er in den | |
| daz im der sin ist benomen./ und ich weiz daz als mînen tôt,/ vrouwe, daz alle iuwer nôt,/ die iu durch | |
| was des trôstes vrô./ sî sprach ‘und ist der suht alsô/ daz sî von dem hirne gât,/ der tuon ich im | |
| varende und gesunt.’/ sus wurden sî ze râte/ und riten alsô drâte/ nâch der salben alle drî:/ wand ir hûs was | |
| lînwæte zwei,/ schuohe unde hosen von sei./ //Nû reit sî alsô balde/ daz sî in in dem walde/ dannoch slâfende vant,/ | |
| bescherte/ daz sî in ernerte./ //Dô sî in ligen sach als ê,/ nûne twelte sî niht mê,/ sî hafte zeinem aste/ | |
| sî hafte zeinem aste/ diu pfärit beidiu vaste,/ und sleich alsô lîse dar/ daz er ir niene wart gewar,/ unz sî | |
| über vüeze./ ir wille was sô süeze/ daz sî daz alsô lange treip/ unz in der bühsen niht beleip./ des wær | |
| von ir vuorte ze hûs./ mîn geselle was her Gâwein,/ als mir in mînem troume schein./ sî gap mir urloup ein | |
| wunderlich dû bist!/ dû machest rîche in kurzer vrist/ einen alsô swachen man/ der nie nâch êren muot gewan:/ swenner danne | |
| gewan:/ swenner danne erwachet,/ sô hâstû in gemachet/ zeinem tôren als ich./ zewâre doch versihe ich mich,/ swie rûch ich ein | |
| wær ich gewâfent unde geriten,/ ich kunde nâch rîterlîchen siten/ alsô wol gebâren/ als die ie rîter wâren.’/ //Alsus was er | |
| unde geriten,/ ich kunde nâch rîterlîchen siten/ alsô wol gebâren/ als die ie rîter wâren.’/ //Alsus was er sîn selbes gast,/ | |
| wart/ und alle sîn umbevart/ die heter in dem mære/ als ez im getroumet wære./ er sprach ‘mich hât gelêret/ mîn | |
| ânen/ rîterlîches muotes:/ lîbes unde guotes/ der gebristet mir beider.’/ als er diu vrischen cleider/ einhalp bî im ligen sach,/ des | |
| stuont/ in mînem troume rîch gewant.’/ alsus cleiter sich zehant./ als er bedahte die swarzen lîch,/ dô wart er einem rîter | |
| sî saz in guoter kündekheit/ ûf ir pfärit unde reit,/ als sî dâ vür wære gesant/ und vuorte ein pfärit an | |
| siecheite/ daz er sô wol gereite/ niht ûf enmohte gestân/ als er gerne hete getân,/ unde rief ir hin nâch./ dô | |
| hete getân,/ unde rief ir hin nâch./ dô tete sî als ir wære gâch/ und niht umb sîn geverte kunt,/ unz | |
| mære/ wie er dar komen wære./ //Dô sprach her Îwein/ als ez ouch wol an im schein/ ‘dâ hân ich mich | |
| hin:/ sô handelt ir mich harte wol,/ und gedienez immer als ich sol.’/ sî sprach ‘rîter, daz sî getân./ ich wil | |
| sî in mit ir dan/ zuo ir vrouwen, diu nie man/ alsô gerne gesach./ man schuof im guoten gemach/ von cleidern von | |
| ros unsælec sî!/ daz strûchte vaste unz an diu knie,/ alsô daz ich den zoum verlie/ unde der bühsen vergaz/ und | |
| Îwein hie/ unz in diu wilde varwe verlie,/ und wart als ê ein schœne man./ vil schiere man im dô gewan/ | |
| vaste in getân,/ und heten joch die wer verlân,/ und alsô gar überriten/ daz sî von vrävellîchen siten/ vil nâhen wâren | |
| der stanc,/ daz er den lewen des betwanc/ daz er alsô lûte schrê./ hern Îwein tete der zwîvel wê/ wederm er | |
| in daz niht vervienge,/ der lewe bestüende in zehant./ wan alsô ist ez gewant,/ als ez ouch undern liuten stât:/ sô | |
| der lewe bestüende in zehant./ wan alsô ist ez gewant,/ als ez ouch undern liuten stât:/ sô man aller beste gedienet | |
| ern iht beswîche./ dem was diz wol gelîche./ doch wâgterz als ein vrum man,/ er erbeizte und lief den wurm an/ | |
| hie liez er sîne grimme/ und erzeict im sîne minne/ als er von sînem sinne/ aller beste mohte/ und einem tiere | |
| und einem tiere tohte./ er antwurt sich in sîne pflege,/ alser in sît alle wege/ mit sînem dienste êrte/ und volgt | |
| dem munde dan:/ dâ mite teterz im kunt./ dô gruoztern als einn suochhunt/ und volgt im von der strâze/ wol eines | |
| er den selben brunnen vant,/ von dem im was geschehen,/ als ich iu ê hân verjehen,/ grôz heil und michel ungemach./ | |
| ich iu ê hân verjehen,/ grôz heil und michel ungemach./ als er die linden drobe sach,/ und dô im dâ zuo | |
| des wart sô riuwec sîn lîp,/ von jâmer wart im alsô wê,/ daz er vil nâch als ê/ von sînem sinne | |
| von jâmer wart im alsô wê,/ daz er vil nâch als ê/ von sînem sinne was komen,/ unde im wart dâ | |
| was komen,/ unde im wart dâ benomen/ des herzen kraft alsô gar/ daz er zer erde tôtvar/ von dem orse nider | |
| er zer erde tôtvar/ von dem orse nider seic./ und als er vol sich geneic,/ daz swert im ûz der scheide | |
| daz swert im ûz der scheide schôz:/ des güete was alsô grôz/ daz ez im durch den halsperc brach/ und im | |
| sî behalten künne./ êre unde wünne,/ der hât ich beider alsô vil/ daz ichz gote clagen wil/ daz ich ir ie | |
| waz ez wære:/ âne senede swære/ sô lebet ich vrîlichen als ê:/ nû tuot mir daz senen wê,/ daz mir daz | |
| er./ sî sprach ‘herre, daz hie claget,/ daz ist ein alsô armiu maget/ daz von deheiner sache,/ von manegem ungemache,/ deheiniu | |
| leben.’/ er sprach ‘wer möhte iu geben/ sô grôzen kumber als ich hân?/ ir muget wol iuwer clage lân:/ wan der | |
| wille treit:/ sô ist mir daz vür geleit,/ ich bin alsô gevangen,/ verbrant ode erhangen/ wird ich morgen an dem tage./ | |
| durch ir êre./ ouch wundert mich iemer mêre/ daz ein alsô vrumer man/ sô starke missetuon kan:/ wander was benamen der | |
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