Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dehein prn (1896 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| und wir daz an uns nicht wenden, so enmuͤgen wir deheinen unsern pruder an gesprechen umb sein minner scholde, so wir | |
| alz er selber spricht: ‘majorem caritatem nemo habet’. er spricht: dehein minne sei groͤzzer den diu der man hat der sinen | |
| sach wider sinen bruder zuͤrnt, der garnet diu grozzen weitz. dehein christen mensch der schol nimmer gedenchen noch willen gewinnen, daz | |
| zorn und elliu diu dinch verboten hat, da mit wir deheinem menschen geschaden moͤchten. iedoch schuͤln wir daz merchen daz die | |
| mit unserm bruder zuͤrn, so ist daz vil unnuͤtzlicher daz dehein haz oder icht daz unserm bruder gewerren muͤg, daz des | |
| den alter bringest und da gedenchest daz du dinem bruder dehein leit hast getan, la dein oppher vor dem alter und | |
| daz er sein nicht geruchet, die weil unser hertze mit deheinem neyd gevangen $t ist, die weil wir wider iemand deheinen | |
| deheinem neyd gevangen $t ist, die weil wir wider iemand deheinen uͤbeln willen haben. der alter fuͤr den wir unser oppher | |
| bevangen sein, so erhoͤret $t uns got nicht und enphæcht dehein unser oppher noch vergit uns dehein unser suͤnt. von diu | |
| got nicht und enphæcht dehein unser oppher noch vergit uns dehein unser suͤnt. von diu schuͤln wir ze allen zeiten da | |
| huͤt dich vor den dorn’. daz ist also gesprochen: sehestu deheinen irrær, swa er wol tu, daz la dir wol gevallen; | |
| tet, der schuͤln wir nicht volgen, daz wir unserm herren dehein untriw tůn. wir schuͤln si so versten, ob der herre | |
| disem leib schaiden, so můg wir nicht gearbeiten, so enhilfet dehain unser riwe. die wil wir in diser werlt sein, so | |
| busten und wider ze sinen hulden choͤmen. des namen si deheinen war und vermanten die genædichlichen frist die er in gegeben | |
| wellen waz uns an unsern jungisten ziten chuͤnftich si und dehein vorchten zů den witzen haben wellen, noch uͤberhefen uns der | |
| sel und machent ir den wech so eng, daz si deheinen wiz von in chomen mach. also si sich gebreitet het | |
| jude. ern viel nicht nider, ern bot dem almæchtigen got deheinen dienst, er stunt vil hohvertichlich, $t und waz sein gebet | |
| suͤndær’, da mit zaiget er daz er mit sinen werchen dehein genad verdient hab, noch daz er deheinen antloz muͤg erwerben | |
| mit sinen werchen dehein genad verdient hab, noch daz er deheinen antloz muͤg erwerben wan von den genaden des almæchtigen gotes. | |
| tor der daz gotes wort nicht hoͤrt im selben ze deheinem nutz. der ist stumme der sines scheppfærs lop ze allen | |
| do greif er im in sin oren mit sinem vinger. deheineu unseriu gelid sint so geteilt so diu hant ist an | |
| lert er uns, swenn wir umb unser suͤnt oder umb dehein unser not den almæchtigen $t got vlegen wellen, daz wir | |
| daz wir ez niht breiten, daz wir von den læuten deheins lobes iht geren, daz uns an dem jungisten tag iht | |
| daz merchen: an der minne des almæchtigen gotes, da ist dehein mosse gesetzet, den schuͤl wir minnen uͤber elliu dinch, uͤber | |
| selben zehen man, die enchomen unserm herren nicht zů in deheiner stat da der læut wesen wære, si chomen im zů | |
| unser herre heilet, so enlesen wir nicht, daz er ir deheinen ze den ewarten hin sant niur denne die miselsuͤchtigen. diu | |
| der heiligen tauffe und in des nicht lobent und im dehain genad sagent und in ir suͤnten beleibent. unser herre vraget, | |
| zehen die da erreinigt wurden, wa die nu wærn? ir deheiner wær dar wider chomen der got lobt und genad seit | |
| und im siner manichvalter $t genaden und auch der gawe dehein genade sagent, daz wir mit den iht verdampnet werden, sunder | |
| fuͤr sich icht habe. dar umb spricht unser herre: ‘enhabet dehein sorg, waz ir ezzen oder trinchen schuͤlt, wa mit ir | |
| werlt diu ze allen ziten bebeget ist, diu selten mit deheinen genaden ist, diu ze allen ziten den meres uͤnden gelich | |
| tranch dar inne, doch durch daz nicht daz im sein dehein durft wær, wan er elliu dinch geschaffen hat. er tet | |
| lacten si im und namen vil vlizzichlichen war, ob er dehein zaichen tæte an dem samtztage. nu waz ein man vor | |
| $t girde. under den juden und under den heiden enwaz dehein underschied, si heten alle gesuͤndet und bedorften alle der genaden | |
| vil innichlichen auz ir hertzen vergebent, den vergeit unser herre dehain ir suͤnt. die in aver innichlich vergebent, den vergibt unser | |
| worten sein selbs, unsers herren, vernomen $t haben daz wir deheinen wiz genesen muͤgen, wir behalten $t dann diu heiligen minne, | |
| schol er den tod chiesen’; spræch aver er ‘ir schuͤlt dehainen zins geben’, das in denne des chuͤniges læut ersluͤgen. wan | |
| aver erz der wistum ist des ewigen vaters, so mocht dehain list wider in gesein. ir boͤz ræt und ir list, | |
| sines gebetz phliget mit andacht ze chirchen, der sich mit dehainem streit mit niemand beheftet, der dehein gůt uͤber daz recht | |
| chirchen, der sich mit dehainem streit mit niemand beheftet, der dehein gůt uͤber daz recht nimt. alle die daz gut umb | |
| gůt uͤber daz recht nimt. alle die daz gut umb dehein unrecht nement oder dehein recht umb daz gůt vercherent, die | |
| nimt. alle die daz gut umb dehein unrecht nement oder dehein recht umb daz gůt vercherent, die vliesent in selben die | |
| oder unschuldich; und daz noch ein ængstlicher dinch ist, unser deheines hat so taugenlich suͤnt getan, swie groz si ist, swie | |
| diu zwei wort? lates iu nicht besliffen! ez entůt nimmer dehein mensch der suͤnden nicht die zů dem ewigen tod ziehent, | |
| und mit fræude haben schuͤlt.’ ze disen zwein worten gehoͤret dehain aufschub nicht, da engehoͤret auch dehein widerred nicht zů. wan | |
| disen zwein worten gehoͤret dehain aufschub nicht, da engehoͤret auch dehein widerred nicht zů. wan also schire so si der chuͤnich | |
| die uͤbeln mit unfræuden. Nu daz so gewiz sei daz dehein christen mensch dar an zwifel daz muͤz also ergen, nu | |
| bi mir han gesehen,/ mir enmohte lieber niht geschen/ An deheiner slahte dinge./ ich horte gerne singen/ Dich, ob ez were | |
| lip,/ Daz ich wol frvndes sol enpern./ wolde aber ich deheines gern,/ So werest dv mir doch ze swach.»/ Reinhart aber | |
| leit,/ Daz so vil vische dinne ist./ ichn weiz iezv deheinen list./ Ir mvget sie, wene ich, erwegen./ versvcht, ob ir | |
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