Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dehein prn (1896 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| von der Elbe unz an daz mer,/ sô ist künec deheiner $s sô gewaltec niht./ du maht dich vreun balde, $s | |
| minnen $s den künic von Hiunen lant./ die vrouwen ir deheiner $s lützel vrœlîche vant./ Dô hiez man dar gewinnen $s | |
| niwan lougenen vant,/ Daz si nimmer minnen wolde $s mêr deheinen man./ dô sprach der marcgrâve: $s »daz wære missetân./ zwiu | |
| den schœnen vrouwen gewan!/ Ob si ê ie getruogen $s deheiniu rîchen kleit,/ der wart zuo z$’ir verte $s vil manigez | |
| hôhzît diu werte $s sibenzehen tage./ ich wæne man von deheinem $s künige mêre sage,/ des hôhzît grœzer wære, $s daz | |
| $s sô si sach vor Etzelen stân./ Ouch gap nie deheiner $s zuo sîn selbes hôhgezît/ sô manigen rîchen mantel, $s | |
| die heten einen muot,/ daz si dâ niht ensparten $s deheiner slahte guot./ swes iemen an si gerte, $s daz gâben | |
| $s enbôt dô Rüedegêr,/ sine heten in sô wæge $s deheinen marcgrâven mêr./ Si %..enbuten ouch Prünhilde $s dienest unde guot,/ | |
| tuon ich iu bekant,/ Daz sich noch nie gehabten $s deheine liute baz,/ danne si sich gehabent beide, $s ir sult | |
| gelouben daz,/ sô wær$’ ir in der werlde $s mit deheinen vreuden baz.«/ Dô sprach diu küneginne: $s »des enmac niht | |
| $s die besten die ie gewan/ in der werlt künec deheiner. $s ob des niht möht$’ ergân,/ ir soldet noch belîben | |
| recken $s die gefuoren nie/ sô rehte hêrlîche $s in deheines küneges lant./ si heten, swaz si wolden, $s beidiu wâfen | |
| mîne triuwe hie zehant,/ daz helde nie gefuoren $s in deheiniu rîche baz/ nâch alsô grôzen êren. $s nu geloubet wærlîche | |
| aber diu eine: $s »ez muoz alsô wesen,/ daz iuwer deheiner $s kan dâ niht genesen,/ niwan des küneges kappelân, $s | |
| zuo den recken $s ûz an einen sant./ dâ was deheinez mêre. $s hey wie schier$’ erz dâ gebant/ Mit einem | |
| einer wilden wîden, $s dâ lôstez mîn hant./ ich hân deheinen vergen $s hiute hie gesehen;/ ez ist ouch niemen leide | |
| swimmen daz wart guot,/ wand$’ in diu starke ünde $s deheinez dâ benam./ etlîchez ouwete verre, $s als ez ir müede | |
| iz ûf den wân:/ ob wir an dirre reise $s deheinen zagen hân,/ der uns entrinnen welle $s durch zägelîche nôt,/ | |
| soumer wol geladen./ si heten an der verte $s noch deheinen schaden/ genomen, der si muote, $s wan des küneges kappelân./ | |
| $s diu wîsen merwîp./ si jâhen, daz gesunder $s unser deheines lîp/ wider ze lande kœme $s niwan der kappelân./ dar | |
| ir ze hûse selten $s sô wol bekomen birt/ in deheinem lande, $s als iu hie mac geschehen,/ ob ir vil | |
| zoume, $s diu ross lâzet gân.«/ daz het in wirt deheiner $s dâ vor vil selten getân./ Des vreuten sich die | |
| von liehtem pfelle $s ob sîner varwe lac/ (bezzern schilt deheinen $s belûhte nie der tac)/ von edelem gesteine. $s swer | |
| daz der gâbe $s von in wart genomen,/ in ir deheines hende $s wær$’ ir niht bekomen,/ wan durch des wirtes | |
| sprach diu küneginne $s zen recken über al:/ »man sol deheiniu wâfen $s tragen in den sal./ ir helde, ir sult | |
| an ir mâgen begie,/ daz si mit dem lebene $s deheinen von den Hiunen lie./ »Wol erkande ich Aldriânen; $s der | |
| $s und sold$’ ich hin gên./ ich enwil durch ir deheinen $s nimmer von dem sedele stên./ Jâ zimet ez uns | |
| die heizent mîne herren, $s und bin ich ir man./ deheiner hovereise $s bin ich selten hinder in bestân.«/ Si sprach: | |
| saz er ûf den stein./ küener videlære $s wart nie dehein./ dô im der seiten dœnen $s sô süezlîch erklanc,/ die | |
| in alsô guot gewant,/ daz nie helde mêre $s in deheines küneges lant/ ie bezzer kleider brâhten. $s daz was Hagenen | |
| sît dâ geschach./ durch ir vil starken übermuot $s ir deheiner ims verjach./ Dô gie vil grôziu menege $s mit der | |
| sô weigerlîchen hie,/ daz ez al der Hiunen $s getet deheiner nie./ jâ moht$’ er in den zîten $s wol haben | |
| rîten; $s daz ist guot getân./ man gît doch lop deheinen $s des künec Guntheres man.«/ Volkêr der vil snelle $s | |
| sînen friunden $s in den palas gie./ zorn er mêr deheinen $s dâ niht werden lie./ dô rihte man die tische, | |
| sleht die Nibelunge, $s der tuot iz âne mich,/ durch deheines schatzes liebe. $s ez mac im werden leit:/ si sint | |
| und vil edele, $s starc unde wol getân./ leb ich deheine wîle, $s ich gib$’ im zwelf lant:/ sô mag iu | |
| inne $s vil gerne für den sal./ Dancwart liez ir deheinen $s die stiegen ûf noch zetal./ Des huop sich vor | |
| im was getân./ dô heten sîne vîende $s ze lebene deheiner slahte wân./ Dô der vogt von Berne $s rehte daz | |
| uns wîze $s der selbe spileman,/ wand$’ ich nie gast deheinen $s sô rehte leiden gewan.«/ Si heten, die si wolden, | |
| mâge $s in dem sal was gewesen,/ der enwas nu deheiner $s dar inne mê genesen./ des was der schal geswiftet, | |
| »ich wilz gerne leisten, $s swaz ich gelobet hân./ durch deheine vorhte $s wil ich es abe gân./ swie griulîch sî | |
| ze den von Tenelant:/ »die gâbe sol enpfâhen $s iuwer deheines hant/ von der küneginne, $s ir liehtez golt vil rôt./ | |
| schanden, $s die ich hie hân genomen,/ des sol iuwer deheiner $s nimmer lebende hinnen komen.«/ Dô sprach zuo dem künege | |
| uns vehte, $s wir sîn et aber hie,/ wand%..e ich deheinen mînen friunt $s an den triuwen nie verlie.«/ Dô sprach | |
| ist noch vil selten $s geschenket bezzer wîn./ leb%..e ich deheine wîle, $s ich sol iu immer wæge sîn.«/ Do die | |
| dar inne $s sehs hundert küener man,/ daz nie künec deheiner $s bezzer degene gewan./ Der ellenden huote $s hete wol | |
| sprach diu küneginne, $s daz kunde nimmer wesen,/ daz ir deheiner lebte $s von des fiwers nôt:/ »ich wil des baz | |
| tôt?/ Die liute wænent lîhte, $s daz ich sî verzaget./ deheinen mînen dienest $s hân ich in widersaget,/ den vil edeln | |
| des küneges. $s gedenke wol dar an,/ daz nie wirt deheiner $s sô leide geste gewan.«/ Dô sprach der marcgrâve $s | |
| Do erschrahten dirre mære $s die nôthaften man,/ wand%..e ir deheiner vreude $s dâ von niht gewan,/ daz mit in wolde | |
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