Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dehein prn (1896 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| daz iz nicht dir gimenſcaph in=is^. tuit daz vienoz imini dicheinin ſcadin^. daz ſal di zu rechti abi=legi undi bezziri, des | |
| wil^. In=wil he=iz abir nicht tu^. giſchit dan ſint imini dichein ſcadi da=voni, des is di herti unſculdic^. undi ſal di | |
| $s gab er ross und guot gewant./ Swâ man vant deheinen, $s der riter solde sîn/ von art der sînen mâge, | |
| der hant,/ sam si ze lebene hêten $s niht mêr deheinen tac./ ich wæn$’ ie ingesinde $s sô grôzer milte gepflac./ | |
| küen$’ unde balt./ 3. ÂVENTIURE/ Den herren muoten selten $s deheiniu herzen leit./ er hôrte sagen mære, $s wie ein scœniu | |
| in ir sinne $s ir selber nie verjach,/ daz si deheinen wolde $s ze eime trûte hân./ er was ir noch | |
| grôze liebe hât./ swaz iemen reden kunde, $s des ist deheiner slahte rât.«/ »Unt wil du niht erwinden«, $s sprach der | |
| »daz mir sulen recken $s ze Rîne volgen mit/ durch deheine hervart $s (daz wære mir vil leit),/ dâ mit ich | |
| sâzen scœne frouwen $s naht unde tac,/ daz lützel ir deheiniu $s ruowe gepflac,/ unze man geworhte $s die Sîvrides wât./ | |
| $s die Sîvrides wât./ er wolde sîner reise $s haben deheiner slahte rât./ Sîn vater hiez im zieren $s sîn riterlîch | |
| ich iu selben $s der degenheite jehen/ daz man künec deheinen $s küener habe gesehen./ des redent vil die liute $s | |
| dicke sint/ Kriemhilt durch diu venster, $s diu küneginne hêr./ deheiner kurzewîle $s bedorftes in den zîten mêr./ Wess$’ er daz | |
| mære, $s daz ir mir sît sô holt./ leb ich deheine wîle, $s ez wirdet umb iuch wol versolt./ Ich wil | |
| meisters listen, $s alsô man im jach,/ daz man helt deheinen $s nie sô scœnen gesach./ Die mit den frouwen giengen, | |
| die scœnen Kriemhilde, $s ein küneginne hêr./ sô ger ich deheines lônes $s nâch mînen arbeiten mêr.«/ »Daz lob ich«, sprach | |
| ez uns rehte stât,/ wande wir der verte $s hân deheiner slahte rât.«/ Dô sprach diu juncfrouwe: $s »nu merket, waz | |
| Lybîân/ die aller besten sîden $s die ie mêr gewan/ deheines küneges künne, $s der heten si genuoc./ wol lie daz | |
| getragen/ gegen Îsensteine $s in Prünhilde lant./ daz was ir deheinem $s niwan Sîvride erkant./ Dô der künec Gunther $s sô | |
| swaz er si loben hiez./ durch ir übermüete $s ir deheiner ez niht liez,/ si jâhen, swes er wolde; $s dâ | |
| gesinde: $s »vrouwe, ich mac wol jehen,/ daz ich ir deheinen $s nie mêr habe gesehen,/ wan gelîche Sîfride $s einer | |
| wâfenhemde sîden $s daz leit$’ an diu meit,/ daz in deheinem strîte $s wâfen nie versneit,/ von pfellel ûzer Lybîâ; $s | |
| mac diu küneginne $s vil lützel iht bejagen/ an dir deheines ruomes, $s des si doch willen hât./ nu sihtu wie | |
| si vor liebe gewan./ Ez enwart nie bote enpfangen $s deheines fürsten baz./ getorste si in küssen, $s diu vrouwe tæte | |
| wol gezam./ er wære in swachem muote, $s der ir deheiner wære gram./ Von zobel unt von harme $s vil kleider | |
| âne lüge./ ouch kôs man an ir lîbe $s dâ deheiner slahte trüge./ Die vrouwen spehen kunden $s unt minneclîchen lîp,/ | |
| $s dar umbe wart im vil wê./ solch wer von deheiner vrouwen $s diu wæn ich immer mêr ergê./ Do er | |
| $s Sîfride diente hie/ (rîcher sîner mâge $s wart noch deheiner nie)/ unt ouch Schilbunges recken, $s unt ir bêder guot./ | |
| $s in einen listigen siten:/ »Swie hôhe rîche wære $s deheines küniges man,/ swaz im gebüte sîn herre, $s das sold$’ | |
| swester. $s nie vriunden baz enbôt/ sô getriuwiu mære $s deheiner slahte man,/ als iu der herre Sîfrit $s und ouch | |
| muost in verkiesen, $s daz er dir immer bî/ wone deheiner dienste; $s er ist tiwerr danne sî/ Gunther mîn bruoder, | |
| ich wil selbe wesen tiwerr, $s dann%..e iemen habe bekant/ deheine küneginne, $s diu krône ie her getruoc.«/ dô huop sich | |
| do %..er êrste bî iu lac.«/ nie gelebte Prünhilt $s deheinen leideren tac./ Si sprach: »diz golt vil edele $s daz | |
| vil gemeit,/ dâ von in sît in stürmen $s nie dehein wâfen versneit./ Iedoch bin ich in sorgen, $s swenn$’ er | |
| $s was allez wol gemuot./ ich wæne immer recke $s deheiner mêr getuot/ sô grôzer meinræte, $s sô dâ von im | |
| Ich fürhte harte sêre $s etelîchen rât,/ ob man der deheinem $s missedienet hât,/ die uns gefüegen kunnen $s vîentlîchen haz./ | |
| flühten Hagen nie/ gelief noch in der werlde $s vor deheinem man./ dô sich der herre Sîfrit $s der grôzen wunden | |
| ez wurde tac,/ der diu vrouwe Kriemhilt $s vil selten deheine verlac./ Man lûte dâ zem münster $s nâch gewoneheit./ vrou | |
| ergetzen, $s die wîle wir geleben.«/ done kunde ir trôst deheinen $s zer werlde niemen gegeben./ Sîn sarc der was bereitet | |
| holt./ durch Sîfrides sêle $s sol man teilen sîn golt.«/ Dehein kint was dâ sô kleine, $s daz iht witze mohte | |
| $s wol vierdehalbez jâr,/ daz si ze Gunther $s nie dehein wort gesprach/ unt ouch ir vîent Hagenen $s in der | |
| daz dâ reite Hagene, $s ob si solde leben/ noch deheine wîle, $s daz si sô manigen man/ in ir dienst | |
| sprach ze dem künige: $s »ez solde ein frumer man/ deheinem einem wîbe $s niht des hordes lân./ si bringet ez | |
| $s jane konde niht gesîn/ in dirre werlde schœner $s deheines küniges wîp./ den si lobt ze vriunde, $s der mac | |
| ir ietslîcher $s danne dir des jehe,/ daz nie künic deheiner $s alsô manigen man/ sô verre baz gesande, $s danne | |
| $s sô sint si hôhe gemuot.«/ Si sprach: »ez ist deheiner, $s der iz gerne von mir nimt,/ ine gebe ir | |
| daz,/ daz ich im kome sô nâhen, $s daz ich deheinen haz/ von im dulden müese, $s und wurde si sîn | |
| hete schulde, $s ob si iu wære gram./ nie man deheiner vrouwen $s noch mêre freuden benam.«/ »Daz ich dâ wol | |
| sol verbieten got/ und allen mînen vriunden, $s daz si deheinen spot/ an mir armer üeben. $s waz sold$’ ich einem | |
| $s niemen dô daz wîp,/ daz si minnen wolde $s deheines mannes lîp./ dô bâten si die degene: $s »nu lâzet | |
| mîniu starken sêr,/ der bæte mich niht triuten $s noch deheinen man./ jâ verlôs ich ein den besten, $s den ie | |
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