Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ûʒ adv_prp (1736 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mære,/ wer dâ ritter wære./ ___dô sprach sîner muomen kint/ "ûz verrem lande hie sint/ ritter die diu minne jagt,/ vil | |
| mit hurte verswande:/ die poynder er zetrande,/ immer durch, anderthalben ûz./ dem anker volgete nâch der strûz./ ___Gahmuret stach hinderz ors/ | |
| sîne hurte gâben kraches schal./ Môrholt in einen rîter stal,/ ûzem satel ern für sich huop/ (daz was ein ungefüeger uop):/ | |
| an gesigt."/ ir hurte gab in rûmes vil:/ dô giengez ûz der kinde spil./ si worhten mit ir henden/ daz den | |
| anker, fîâ fî."/ zegegen kom im gehurtet bî/ ein fürste ûz Anschouwe/ (diu riwe was sîn frouwe)/ mit ûf kêrter spitze:/ | |
| vor missewende vrî./ der heizet einer Lanzidant,/ von hôher art ûz Gruonlant:/ der ist ze Kärlingen komn/ und hât die sprâche | |
| ez enwart nie manlîcher zuht/ geborn: der wâren milte fruht/ ûz dîme herzen blüete./ nu erbarmet mich dîn güete."/ ___er sprach | |
| flüge,/ sô daz sin nimmer mêr gesach./ daz herze err ûzem lîbe brach:/ die vorhte muose ir ougen sehen./ ez ist | |
| ir mannes meisterknappe wîs,/ und kleiner junchêrren vil./ dâ giengez ûz der freuden zil./ die sagten klagende ir hêrren tôt:/ des | |
| trunzûn drinne vant./ iedoch gesaz der wîgant,/ al töunde er ûz dem strîte reit/ ûf einen plân, die was breit./ übr | |
| sô kom von ritterschaft ir man:/ dô nâmen siz ir ûzer hant./ die besten über al daz lant/ //bestatten sper und | |
| niht wan jâmers phlac./ ___Sich zôch diu frouwe jâmers balt/ ûz ir lande in einen walt,/ zer waste in Soltâne;/ niht | |
| wîbes stimme er hôrte/ vor eines velses orte./ ein frouwe ûz rehtem jâmer schrei:/ ir was diu wâre freude enzwei./ der | |
| dâ brach frou Sigûne/ ir langen zöpfe brûne/ vor jâmer ûzer swarten./ der knappe begunde warten:/ Schîânatulander/ den fürsten tôt dâ | |
| werde erslagn,/ dem ich helfen sol der rîterschaft,"/ sprach Artûs ûz triwen kraft./ ___der knappe iedoch die gâbe enphienc,/ dâ von | |
| zornes dræte:/ er sluog in daz im wæte/ vome schafte ûzer swarten bluot./ Parzivâl der knappe guot/ stuont al zornic ûf | |
| vil gedolt./ der tôte schône wart geholt./ diu künegîn reit ûz der stat:/ daz heilictuom si füeren bat./ ___ob dem künege | |
| berendiu fruht al niuwe/ ist trûrens ûf diu wîp gesæt./ ûz dîner wunden jâmer wæt./ dir was doch wol sô rôt | |
| im was ritter noch kneht./ ___sus antwurt im dô Parzivâl/ ûz tumben witzen sunder twâl./ "mich pat mîn muoter nemen rât/ | |
| der heizet tac./ der enwederz sich gescheiden mac:/ si blüent ûz eime kerne gar./ des nemet künsteclîche war."/ ___Der gast dem | |
| rîten kunst getân./ sîme gaste er râten gap,/ wierz ors ûzem walap/ //mit sporen gruozes pîne/ mit schenkelen fliegens schîne/ ûf | |
| reit:/ dô huop sich niwez herzenleit./ dô sprach der fürste ûz triwe erkorn/ "ir sît mîn vierder sun verlorn./ jâ wând | |
| rüefens nam dâ niemen war,/ wan ein juncfrouwe wol gevar./ ûz einem venster sach diu magt/ den helt halden unverzagt./ ___Diu | |
| des landes frouwe),/ als von dem süezen touwe/ diu rôse ûz ir bälgelîn/ blecket niwen werden schîn,/ der beidiu wîz ist | |
| wer geruochen,/ //wir geben in noch strîtes vil/ und bringenz ûz ir freuden zil./ man und mâge sult ir manen,/ und | |
| letze en tôt./ als tet der grâve Nârant,/ ein fürste ûz Ukerlant,/ und manec wert armman,/ den man tôten truoc her | |
| an keinem lide./ dô wânde Clâmidê, der vride/ wære gebrochen ûz der stat:/ sînen kampfgenôz er bat/ daz er sich selben | |
| beschouwet ê./ mit eime niderzucke/ von Parzivâles drucke/ bluot wæte ûz ôrn und ûz der nasen:/ daz machte rôt den grüenen | |
| eime niderzucke/ von Parzivâles drucke/ bluot wæte ûz ôrn und ûz der nasen:/ daz machte rôt den grüenen wasen./ er enblôzt | |
| dinc:/ nu hœrt wie Artûses rinc/ sunder was erkenneclîch./ vor ûz mit maneger schoie rîch/ diu messnîe vor im az,/ manc | |
| betwungen mich/ gar âne hælingen slich./ man sach dâ fiwer ûz helmen wæn/ unt swert in henden umbe dræn."/ ___dô sprâchens | |
| vant,/ zer fiuste twanger sus die hant/ daz dez pluot ûzen nagelen schôz/ und im den ermel gar begôz./ "nein, hêrre," | |
| an dem palas/ ein stählîn tür entslozzen was:/ dâ giengen ûz zwei werdiu kint./ nu hœrt wie diu geprüevet sint,/ daz | |
| durch strîtes antwurte,/ zwei swert er umbe gurte./ zer tür ûz gienc der werde degen:/ dâ was sîn ors an die | |
| saz er drûf. die porten/ vander wît offen stên,/ derdurch ûz grôze slâ gên:/ niht langer er dô habte,/ vast ûf | |
| iht,/ in iwerem dienste man mich siht."/ //___Si danct im ûz jâmers siten/ und vrâgt in wanne er kœme geriten./ si | |
| wîbe rite./ daz ors warf er mit zornes site/ vaste ûz dem stîge./ gein strîteclîchem wîge/ hielt der herzoge Orilus/ gereit | |
| truoc kursît und wâpenroc./ sîn decke was ze Tenabroc/ geworht ûz ringen herte:/ sîn stolzheit in lêrte,/ der îserînen decke dach/ | |
| der begreif ouch in dô sunder twâl/ unt zucte in ûz dem satel sîn:/ als ein garbe häberîn/ vastern under de | |
| ir lîp./ sist benamn ein unschuldic wîp./ dane scheide ich ûz niht mêre:/ des sî pfant mîn sælde und êre./ //Ruocht | |
| Plimizœl ze tal/ ligents an iewederm stade."/ dô gâhte vaste ûzem bade/ der herzoge Orilus./ Jeschûte und er gewurben sus./ ___diu | |
| er gewurben sus./ ___diu senfte süeze wol getân/ gieng ouch ûz ir bade sân/ an sîn bette: dâ wart trûrens rât./ | |
| den tac./ //___Welt ir nu hœrn wie Artûs/ von Karidœl ûz sîme hûs/ und ouch von sîme lande schiet,/ als im | |
| gevallen ronen ast./ an ir hôhem fluge wart ir wê./ ûz ir wunden ûfen snê/ vieln drî bluotes zäher rôt,/ die | |
| mir âne nôt:/ ich pin der dir ie dienst pôt."/ ûzem poulûn gienc hêr Gâwân,/ sîn ors hiez er bringen sân:/ | |
| hiez ir bringen rîchiu kleit./ diu wârn gesniten al gereit/ ûz pfelle von Ninnivê:/ si solde der künec Clâmidê,/ ir gevangen, | |
| sus nam sîn werdekeit dâ lôn./ ein pfelle von Acratôn,/ ûz heidenschefte verre brâht,/ wart zeime zil aldâ gedâht,/ niht breit, | |
| want,/ daz manec zaher den andern sluoc:/ grôz jâmer se ûz ir ougen truoc./ die maget lêrt ir triuwe/ wol klagen | |
| bieten,/ mich râche gein im nieten./ ich pin ein fürste ûz Ascalûn,/ der lantgrâve von Schanpfanzûn,/ und heize Kingrimursel./ ist hêr | |
| schärpfiu sper von Angram,/ starc rœrîne schefte drîn/ von Oraste_Gentesîn/ ûz einem heidenschen muor./ Gâwân nam urloup unde fuor/ mit unverzagter | |
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