Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tôt stM. (1854 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sus ward ez dô dar an verlân,/ sît daz sîn tôt niht wære/ gewis noch offenbære,/ daz si dâ langer beliben,/ | |
| sprach er ‘sag an;/ mirst disiu rede swære alse der tôt.’/ ‘gehabet iuch wol’ sprach aber Îsôt/ ‘wir suln uns wol | |
| waz ich vertriuwet hân?’/ ‘ine ruoche, zwâre ez ist sîn tôt.’/ //Tristan sprach: ‘merzî, bêle Îsôt!’/ ‘î übeler man’, sprach Îsôt | |
| ir wol, daz diu nôt/ niht anders was niwan der tôt:/ den lîdet nôte ein ieclîch man,/ die wîle er sich | |
| ob ir mich lâzet leben/ und es enirre mich der tôt./ vrouwe Îsôt und aber Îsôt,/ ich weiz wol, daz ir | |
| hêrre trehtîn,/ den vînt vür den vriunt ernert,/ dem übelen tôde zwirnt erwert/ mit unser selber handen/ unsern vînt Tristanden!/ sich, | |
| und mîn juncvrouwe Îsôt:/ ich weiz ez wârez alse den tôt,/ daz irn in iuwern sinnen/ unsanfte muget geminnen/ vor iuwerm | |
| êlîches wîbes âne sîn,/ daz ich sîn êrbære/ nâch sînem tôde wære./ hie wîset aber ich in van,/ unz er mir | |
| wier Tristanden vant./ nu gebârten si zehant,/ reht alse der tôt ist gewesen/ und von dem tôde ist wider genesen:/ als | |
| zehant,/ reht alse der tôt ist gewesen/ und von dem tôde ist wider genesen:/ als vröuten si sich alle dô./ dâ | |
| zungen und si dannen truoc,/ daz er in sider ze tôde sluoc.’/ die hêrren sprâchen alle:/ ‘an disem lantschalle/ ist lützel | |
| ein geherzet man zer nôt:/ bestâstûn, zwâre ez ist dîn tôt./ sît dich des vâlandes rât/ verrâten an den êren hât,/ | |
| meinen/ und er dâ wider in einen:/ in was ein tôt unde ein leben,/ ein triure, ein vröude samet gegeben./ den | |
| verlie,/ sô gedâhte ie diu schœne Îsôt/ an ir œheimes tôt/ und sprach ie danne wider in:/ ‘lât stân, meister, habet | |
| daz ich an dise reise ie kam,/ daz mich der tôt dô niht ennam,/ dô ich an dise veige vart/ mit | |
| wart!/ ouwê Tristan unde Îsôt,/ diz tranc ist iuwer beider tôt!’/ //Nu daz diu maget unde der man,/ //Îsôt unde Tristan,/ | |
| nu weiz, wist ich ez dô,/ binamen sô wærez iuwer tôt.’/ ‘war umbe’ sprach er ‘schœne Îsôt?/ waz wirret iu? waz | |
| sicherlîche: sterben wir,/ dâst nieman schuldic an wan ir:/ unser tôt und unser leben/ diu sint in iuwer hant gegeben./ hie | |
| ich mit iu./ herzevrouwe, schœne Îsôt,/ iuwer leben und iuwer tôt/ diu sîn in iuwer pflege ergeben:/ leitet tôt unde leben,/ | |
| und iuwer tôt/ diu sîn in iuwer pflege ergeben:/ leitet tôt unde leben,/ als iu ze muote gestê./ nâch dirre zît | |
| der tranc, der dar inne was,/ der ist iuwer beider tôt.’/ ‘war umbe, niftel?’ sprach Îsôt/ ‘wiest disem mære?’ ‘im ist | |
| ende her dan./ ‘nu waltes got!’ sprach Tristan/ ‘ez wære tôt oder leben:/ ez hât mir sanfte vergeben./ ine weiz, wie | |
| mir sanfte vergeben./ ine weiz, wie jener werden sol:/ dirre tôt der tuot mir wol./ solte diu wunneclîche Îsôt/ iemer alsus | |
| mir wol./ solte diu wunneclîche Îsôt/ iemer alsus sîn mîn tôt,/ sô wolte ich gerne werben/ umb ein êweclîchez sterben.’/ //Lât | |
| sîn:/ iuwer und unser vrouwe Îsôt/ diu hât geschaffet iuwern tôt.’/ //Brangæne vielt ir hende in ein;/ weinende sprach si: ‘hêrre | |
| ir êre und ir lîp unde ir leben!/ und mîn tôt der sî ir vergeben./ die sêle die bevilhe ich gote,/ | |
| ir eine enwendet es mich/ und es enirre mich der tôt./ sus lôsete diu lôse Îsôt/ wider ir hêrren unde ir | |
| ein muot:/ ir beider übel, ir beider guot,/ ir beider tôt, ir beider leben/ diu wâren alse in ein geweben:/ swaz | |
| niht vinden, daz iu tüge./ ich weiz ez alse mînen tôt,/ ir komet es in grôze nôt,/ belîbet ir iht lange/ | |
| unminnen.’/ //’Mîn hêr Tristan’ sprach Îsôt/ ‘ich lite sanfter den tôt,/ dan ich mînen hêrren bæte,/ daz er iht des durch | |
| man criuzen vür den hagel/ und segenen vür den gæhen tôt./ sæligiu vrouwe, schœne Îsôt,/ nu hüetet iuch genôte/ vor dem | |
| wan dâ enwas kein zwîvel an,/ ezn müese ir eines tôt sîn:/ eintweder des risen oder sîn./ er kêrte gein der | |
| zorn/ sinne unde mâze verlorn./ ez was sîner sinne ein tôt,/ daz sîn herzeliep Îsôt/ ieman solte meinen/ mit triuwen wan | |
| neve Tristan, mîn vrouwe Îsôt:/ daz ich iu beiden den tôt/ oder iht herzeleides tuo,/ dâ sît ir mir ze liep | |
| sehen./ alsô was Marke geschehen:/ der wistez wârez alse den tôt/ und sach wol, daz sîn wîp Îsôt/ ir herzen unde | |
| Îsôte/ der was ande unde nôte:/ //Tristandes vremede was ir tôt./ sô ir ir hêrre ie mê verbôt/ die heinlîche wider | |
| daz er ir verbôt/ an ir leben und an ir tôt;/ die pfaffen sagent uns mære,/ daz ez diu vîge wære:/ | |
| sîn Êve bôt,/ daz namer und az mit ir den tôt./ er kam und gie Brangæne hin/ zen vrouwen und saz | |
| komene von der zwîvelnôt,/ dar an was dô sîn lebender tôt./ sus gienger swîgende dan;/ sînen rât und sîne man/ die | |
| ze disen dingen/ helfe unde geziuge bringen:/ er wirbet unseren tôt./ herzevrouwe, schœne Îsôt,/ nu müeze wir uns scheiden/ sô wætlîch, | |
| brâht;/ wir suln die selben andâht/ billîche leiten ûf den tôt./ hêrre, ez ist allez âne nôt,/ daz ich iuch alse | |
| ich iuwer unde ir mîn/ belîben stæte unz an den tôt,/ niwan ein Tristan und ein Îsôt.’/ //Nu daz diu rede | |
| und suohte leit und arbeit;/ er vlôch Marken unde den tôt/ und suohte tôtlîche nôt,/ diu in in dem herzen tôte:/ | |
| tôte:/ diu vremede von Îsôte./ waz half, daz er den tôt dort vlôch/ und hie dem tôde mite zôch?/ waz half, | |
| half, daz er den tôt dort vlôch/ und hie dem tôde mite zôch?/ waz half, daz er der quâle/ entweich von | |
| wîbe./ ze lebene und ze lîbe/ enwas niht lebendes sîn tôt/ niwan sîn beste leben, Îsôt:/ sus twang in tôt unde | |
| sîn tôt/ niwan sîn beste leben, Îsôt:/ sus twang in tôt unde tôt./ nu gedâhter, solte im disiu nôt/ iemer ûf | |
| niwan sîn beste leben, Îsôt:/ sus twang in tôt unde tôt./ nu gedâhter, solte im disiu nôt/ iemer ûf der erden/ | |
| wârheit/ ein michel arbeit ûf geleit./ //Tristandes leben und sîn tôt,/ sîn lebender tôt, diu blunde Îsôt,/ der was wê und | |
| arbeit ûf geleit./ //Tristandes leben und sîn tôt,/ sîn lebender tôt, diu blunde Îsôt,/ der was wê und ande./ des tages | |
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