Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tôt stM. (1854 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| und ist uns daz süeze alse brôt./ //Ir leben, ir tôt sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir | |
| sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir tôt./ sus lebent si noch und sint doch tôt/ und ist | |
| lebent si noch und sint doch tôt/ und ist ir tôt der lebenden brôt./ //Und swer nu ger, daz man im | |
| swer nu ger, daz man im sage/ ir leben, ir tôt, ir vröude, ir clage,/ der biete herze und ôren her:/ | |
| schœnen, süezen lîp/ mit alsô clegelîcher nôt,/ dazs einen anderen tôt,/ der niht von minnen wære komen,/ dô hæte vür ir | |
| dâ senede herzenôt/ und truoc mit ir von dan den tôt:/ die nôt si mit der minne lie,/ den tôt si | |
| den tôt:/ die nôt si mit der minne lie,/ den tôt si mit dem kinde enpfie;/ und iedoch swie sô si | |
| an/ wan liebe liebe und lieben man./ weder kint noch tôdes ungeschiht/ enwistes an ir lîbe niht:/ minne unde man wiste | |
| ist aber diu meiste nôt/ und maneges erger danne der tôt:/ ich weiz wol, ob daz wol ergât,/ daz mich mîn | |
| al diu werlt wol solte clagen,/ ob clegelîchiu swære/ nâch tôde nütze wære./ //Canêlengres der guote,/ der ritterlîchem muote/ noch hêrren | |
| vol./ si bewârte al der werlde wol,/ daz ir sîn tôt ze herzen gie./ ir ougen diu enwurden nie/ in allem | |
| al ir werdekeit,/ daz allez was dô hin geleit./ sîn tôt was aber wol lobelîch,/ der ir ze sêre erbermeclîch./ swie | |
| diu swære/ liute unde lande wære,/ diu von ir hêrren tôde kam,/ ezn was doch niht sô clagesam,/ //Sô daz man | |
| clagesam,/ //Sô daz man dise quelende nôt/ und den erbermeclîchen tôt/ an dem vil süezen wîbe sach./ ir jâmer unde ir | |
| got mit deme getæte./ //Riuwe unde stætiu triuwe/ nâch vriundes tôde ie niuwe,/ dâ ist der vriunt ie niuwe:/ daz ist | |
| diu meiste triuwe./ //Swer nâch dem vriunde riuwe hât,/ nâch tôde triuwe an ime begât,/ daz ist vor allem lône,/ deist | |
| die Morgân an in worhte,/ als nâhen alse ir hêrren tôt./ wan diz daz ist diu meiste nôt,/ die man zer | |
| ist diu nôt, diu nâhen gât,/ und ist ein lebelîcher tôt./ in aller dirre lebenden nôt/ wart Blanscheflûr ze grabe getragen./ | |
| bedâhter mitten in der nôt/ des landes schaden, sîn selbes tôt;/ wan ime diu wer niht tohte/ noch sich mit wer | |
| leben/ ime ze lebene wart gegeben;/ sehen an den trûreclîchen tôt,/ der alle sîne herzenôt/ mit einem ende beslôz,/ daz alles | |
| der alle sîne herzenôt/ mit einem ende beslôz,/ daz alles tôdes übergenôz/ und aller triure ein galle was./ diz mære, der | |
| wê umbe sîn selbes nôt,/ durch daz er vorhte den tôt,/ wan er niht varn kunde/ noch es nie dâ vor | |
| wider cleine/ niwan diu triuwe al eine,/ die er nâch tôde an ime begie,/ als ir wol habet gehœret wie,/ an | |
| mîn vater der gab ez mir,/ dô er an sînem tôde lac./ disem mære ich wol gelouben mac./ //Tristan, gâ her | |
| êre wil des lîbes nôt;/ gemach daz ist der êren tôt,/ dâ mans ze lange und ouch ze vil/ in der | |
| ungemach,/ daz nieman lebender an im sach,/ daz im Riwalînes tôt/ und Morgânes leben bôt;/ daz leit lag ime mit sorgen | |
| ein michel ruoft,/ michel weinen unde wuoft./ alsus vlouc Morgânes tôt/ mit maneger hande clagenôt,/ als ob er vlücke wære./ er | |
| manicvalt./ ir vluht was ir meistiu wer/ und vür den tôt ir bestiu ner./ //Nu disiu schunfentiure ergie,/ diu ritterschaft sich | |
| nu wider nider gesigen.’/ ich weiz ez wârez alse den tôt,/ swie starc ir aller clagenôt/ und swie grôz ir swære/ | |
| daz, daz er dâ belige,/ deiswâr sôst doch der kurze tôt/ und disiu lange lebende nôt/ ze himele und ûf der | |
| alles des man in gebôt,/ durch daz si vorhten den tôt/ und enmohten, alse in was getân,/ die zît niht anders | |
| gewan./ ern hæte keinen trôst dar an,/ ezn wære Tristandes tôt,/ und hæte gerne jene nôt/ iemer umbe den zins geliten,/ | |
| sluoc/ einen alsô hezlîchen slac,/ der vil nâch hin zem tôde wac,/ daz ime daz vleisch und daz bein/ durch hosen | |
| gewesen;/ wan zwâre, Tristan, disiu nôt/ diu ist dîn endeclîcher tôt./ ich eine enwendez danne,/ von wîbe noch von manne/ sôn | |
| oder ich muoz ir gewinnen/ grœzern schaden oder aber den tôt./ ouch enbin ich noch ze solher nôt/ mit einer wunden | |
| uns beiden/ ie noch vil ungescheiden./ der zins ist dîn tôt oder der mîn;/ hien mac niht anders an gesîn.’/ //Hie | |
| und ze grôzer nôt:/ ez hætin nâch brâht ûf den tôt./ //Môrolt, daz trôstelôse her,/ dôr âne craft und âne wer/ | |
| niht betrahten./ nu begunder aber daz ahten,/ sît ez sîn tôt doch wære,/ sô wære im alsô mære/ der lîp gewâget | |
| wære,/ sô wære im alsô mære/ der lîp gewâget oder tôt/ als disiu tôtlîche nôt./ hie mite besazter sînen sin,/ er | |
| an wen si was vervlizzen/ und wem si half ûz tôdes nôt:/ wære iht ergers danne der tôt,/ den hætes ime | |
| si half ûz tôdes nôt:/ wære iht ergers danne der tôt,/ den hætes ime zewâre gegeben/ vil michel gerner dan daz | |
| sol/ und ich ez iemer dienen wil/ unz an mînes tôdes zil,/ an swelher stat ich armer man/ iuwer lop gevürdern | |
| sîn angest unde sîne nôt:/ ern wiste, wenne ez sîn tôt/ und sîn ende wære./ //Sîn œheim der gewære/ der sprach: | |
| besant./ nu die gerieten ouch zehant/ und niwan durch Tristandes tôt:/ möhtez gesîn, diu schœne Îsôt/ diu gezæme im wol ze | |
| niht ein halbez brôt/ umb uns noch umb sîn selbes tôt./ und iedoch unser bester wân/ der muoz an sînen sælden | |
| im überwinden/ die grundelôsen herzenôt,/ diu uns beswæret alse der tôt.’/ des berieten si sich schiere:/ die gereisen alle viere/ si | |
| diu junge künigîn Îsôt/ daz si ir leben unde ir tôt,/ ir wunne unde ir ungemach/ zallerêrste gesach./ von sînem helme | |
| wil wachen./ herzetohter, schœne Îsôt,/ ich weiz ez alse mînen tôt,/ wir sîn zer rehten verte komen:/ diu zunge hât ouch | |
| ‘vride unde genâde’ sprach Îsôt/ diu müezen dich an dînen tôt/ mit wernden êren bringen!/ dû bist ze guoten dingen/ dir | |
| Tristan?/ dân ist binamen kein zwîvel an,/ hætez ime der tôt niht benomen,/ er wære sît her wider komen.’/ hie mite | |
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