Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tôt stM. (1854 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Dort geſazte er daz leben, hie benam er vnſ den tot. In ener gebvrte ſchvͦf er den man, in dirre gebvrte | |
| gebirt vnde die vinſter, waz daz leben mache vnde den tot. Ob dehein menniſc iſt, der daz ervinden mege, warvmbe er | |
| richeſ verſtieze, vnde gedahte, wie er daz kint ze dem tode bræhte, vnde gebot, daz man ælliv div kint ſlvͦege, div | |
| er der ware Kriſt wære, der die werlte mit ſinem tode erledigen ſolte. Nv ſit ir hivte komen fvr den almæhtigen | |
| ſiner gothait. An diſem tage erkvchte er Lazarvm von dem tode. Alſo hat vnſer herre diſen tak gezieret, den ſvlt ir | |
| er den goteſ ſvn e mvͦſe geſehen, e in der tot hin næme. Dem waſ von gote geheizen, daz er niemer | |
| do er ſprach: ‘Mich habent begriffen div lêit deſ ubeln tôdiſ, div ſere der grimmigin helle habint mich geuangin.’ Die ſibintzic | |
| wazzir zetal ſîgent, ſam můzzin wir zetâl ſîgen zuo dem tôde. Ûf die widen hengen wir unſeriv ſeitſpîl, von div daz | |
| %<vͦre der ſuntin, alſo $.s$. Pauluſ ſprichet, iſt der herwe tôt. Div %<vͦre iſt niwet uvîlgelich, niwet zerganclich, ſi iſt lêidir | |
| daz wir daz êwige lêbin lâzzin unde îlen in den tôt. In der helle iſt dehein urlôſe, dehein nuzziv bîhte. Dannin | |
| memor ſit tui; in inferno autem quiſ confitebitur tibi? Enhein tôt gehugit an gôt. In der helle iſt auir nîemin, der | |
| hat eine den gewalt $t ze gebenni ieglichem nach dem tôde gnâde oder ungenade. Uon div iſt unſerſ herrin tâc nach | |
| oder ungenade. Uon div iſt unſerſ herrin tâc nach unſerme tôde. Denni ſint div menniſchen in gotiſ gewalt, daz ſi denne | |
| nach ſineme rehte enphahen můzzin, daz er wil. Nac dem tôde iſt gotiſ tac, uon div daz er denne erſchînet, alſo | |
| iſt lieber’, ſprach unſer herre, ‘deſ ſuntareſ lêbin den ſin tôt. Ich wil, daz er ſich bechere unde êwiclich lêbe.’ Nu | |
| An der gotiſ urtêile, ſo wir ûf ſtên uon dem tôde, ſo uinde wir niht, ſo ſten wir bâr. Nachet chomin | |
| eine ſache iſt, daz wir unſereſ herrin martyr unde ſinen tôt damit in unſerri gehuge behabin. Div andir ſache iſt, daz | |
| wider deſ tiefilſ anevart. Daz wirn durch die gehuge ſineſ tôdiſ ſchulin enphahin, deſ mant er unſich ſelbe: Hoc facite in | |
| ôſter. An diſime tage iſt erſtanden unſer herri uon deme tôdi unde hat unſ uerlihen urſtende libiſ unde ſele. Wir birin | |
| eruveltin ſineſ uater, do hiez er unſich uârn uon deme tôde ze dem êwigim lebin. Niemin iſt, der die gnâde unde | |
| unde unſ alli dar geladit hât, daz wir uon dem tôde vârin unde îlen zvͦ dem êwigim lebin. Nu îlit alli | |
| unde frôwen, do der almahtigi $t got uon dem heiligim tode erſtůnt unde unſ daz himilrich eroffinote, daz uon Adamiſ zîtin | |
| ſalicheit unde unſ ze trôſte. Er ſtarb, daz unſ der tôt deſte ſenfter wâre, deſ er ſelbe bechort hêti. Er erſtůnt | |
| wâre, deſ er ſelbe bechort hêti. Er erſtůnt uon dem tôde mit dem ſelbim lîbe, ſo wir hivte ſchînen. Er gab | |
| $.s$. Petro unde zvͦ andirn ſinen iungirn, daz er uônime tôde erſtandin wâre, vnde trôſte unſ brode menniſche da mit, daz | |
| nâgilin; ſine ſele ſazte er vur ſiniv ſchâf, einin herwen tôt lêit er, ſin lichname wart der erde enpholhin, nîder fůr | |
| Da gebânt unſir herri Ieſus Chriſtus den vûrſtin deſ êwigin tôdiſ unde der angiſtlîchen uînſter, betrvͦbte die hellewartin deſ ôbriſtin tîeviliſ, | |
| wortin. Owi, maiſter’, ſprachin ſi, ‘iſt daz der, ûf deſ tôt du dich froͮteſt, ob er an dem crûce erſtûrbe, daz | |
| unde der mâne, die ſo unfrô wrdin an dem Criſtiſ tôde, daz ſi ir lieht uor den iudin burgin. Von div | |
| ſtimme hivte got vlêgin, daz er ivch uon deme êwigem tode růche zerlôſin, der hivte ſine trûte uon der grimmigin helli | |
| unde warilichen, ſwer dort geſchendit wirt, der erſtirbit deſ êwigin tôdiſ unde wirt êwicliche verdamint. Von div râtit unſ gôt mit | |
| vorhtin uerloͮgenote $.s$. Petruſ ſineſ ſchephâreſ. Do er den grimmigin tôt uorhte, do uerloͮgenote er deſ êwigin lebineſ. An den der | |
| bedurfen.’ $.S$. Anna div behielt ſich chûſlîchen nach ir manneſ tôde, div iſt mit gote; $.s$. Maria_Magdalena, $.s$. Pelaia, $.s$. Maria_egiptiaca | |
| der ſcephære iſt himelſ unde der erde, mit ſo ſcanteclichem tôde, alſ daz chrûce ze den zîten waſ, immer erſterben ſcolte. | |
| rehten geloͮben enphangen habent, die dunchet ez nith ein ſcantlich tot ſunder ein grozziv chraft, daz got mit ſo getamme tôde dem | |
| ſcantlich tot ſunder ein grozziv chraft, daz got mit ſo getamme tôde dem tiuvel angeſigte. Wie ſcantlich unde wie tumplich der tôt | |
| tôde dem tiuvel angeſigte. Wie ſcantlich unde wie tumplich der tôt die unſaligen dunchet, daz ſprichet $.s$. Pauluſ: Noſ quidem predicamuſ | |
| ze ſcanden, den heiden ze tumpheit.’ Den iuden waſ der tôt ſcande, wan in verwizzen die heiden, daz ſi ire got | |
| durc unſ ſo uerre deumoͮte, unde wie durftec wir ſineſ tôdeſ wæren, daz ſcult ir uernemen. Ez waſ ein grozziv uîntſcaft | |
| ſcult ir merchen, wa uon unſer herre mere minnete den tôt an dem heren chrûce zerſterbenne danne anderſ deheineſ tôdeſ. Ir | |
| den tôt an dem heren chrûce zerſterbenne danne anderſ deheineſ tôdeſ. Ir ſehet ſelbe wol. Ein îegelich chrûce iſt geuierteilet, ſame | |
| gotheit waſ er wachende untotlichen. Do er erſtoͮnt uon dem tôde alſ der lev, danach an dem uierzegeſten tage ſiner urſtende | |
| iſt got. Von ſiner geburt wart er menneſſce. Von ſimme tôde iſt er gebenmazzet $t dem chalbe. Uon ſiner urſtende dem | |
| ſwenne er unſ mit ſiechtoͮme $t chundet, daz unſ der tôt nahen ſî. Der toͮt denne gote ſîn herze ûf, der | |
| Nu merchet, daz wir îu ſagen. Der ſlâf bezeichent den tôt, wan goͮte unde ubele ſît Adameſ cîten ſint alle tôt, | |
| iht ungewarnet uinde. Waz iſt der dieb? Daz iſt der tôt. Wir wellen, ſone wellen, iedoch chumet der tôt. Die biderben | |
| iſt der tôt. Wir wellen, ſone wellen, iedoch chumet der tôt. Die biderben meide nâmen ir ôle zoͮ den liehtuazzen. Die | |
| betriuget, ſo ſlehet er in an deme ende deſ ewigen todeſ. Diu ſtat iſt niht anderſ wan ein ſamenunge aller goͮten | |
| eiuſ. Er ſprichet: ‘Var uone mir, ueruloͮhtiv, ein uoͮter deſ todeſ, in daz ewige uiwer, daz deme tieuele bereitet iſt unde | |
| der goteſ ſun, unſer herre der heilige Chriſt, uon deme tode unde erſcein danach an dem ahtoden tage ſinen iungeren. An | |
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