Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tôt stM. (1854 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| geschriben stât,/ swaz got durch uns erliten hât./ umb den tôt sô wîse ich dich:/ lîp und sêle scheident sich./ der | |
| in got hie sæjen siht./ swer hie sæjet in den tôt,/ der snîdet dort des tôdes nôt./ swer aber sæjet in | |
| swer hie sæjet in den tôt,/ der snîdet dort des tôdes nôt./ swer aber sæjet in daz leben,/ dem wirt ein | |
| dort gegeben,/ daz niemer mêre ersterben mac./ ouch hât der tôt niht endes tac./ diz ist der guoten zuoversiht./ der übelen lôn | |
| zuoversiht./ der übelen lôn ist anders niht/ wan des leiden tôdes slac,/ der niemer mêr verenden mac."/ //Der junkherre sprach aber | |
| der tac,/ daz der arme tôt gelac:/ mit des lîbes tôde er starp./ sîn armuot im hie erwarp/ die êweclîchen rîcheit,/ | |
| ûf sînes lîbes hinevart/ mit guoten werken ist bewart./ des tôdes kunft daz ist diu naht,/ diu unser sinne hât bedaht,/ | |
| bewart/ und rehtiu werc an$’z ende spart,/ unz im des tôdes sigenunft/ zeiget unsers herren kunft:/ wil er danne loufen,/ öl | |
| er alsô/ mit vil ängestlîcher drô:/ "vart, vervluochten, in den tôt,/ in des helleviures nôt,/ daz dem tiuvel ist bereit/ mit | |
| sie denn alle/ mit jæmerlîchem schalle./ sie klagent den endelôsen tôt,/ sie sprechent: "wâ hâtest dû nôt,/ herre, dâ wir möhten | |
| sêle erstât/ beidiu man und dar zuo wîp/ in den tôt oder in den lîp./ sus gloube die urstende./ dâ nimt | |
| in den lîp./ sus gloube die urstende./ dâ nimt der tôt ein ende,/ wan der verlornen hôhiu nôt,/ daz ist der | |
| ende,/ wan der verlornen hôhiu nôt,/ daz ist der endelôse tôt./ swer dâ stirbet, der ist tôt/ in der endelôsen nôt./ | |
| der starke kumt in nôt/ und dâ niemen vür den tôt/ deweder golt noch silber vrumt,/ der an den tac mit | |
| wart geborn von einer maget./ dû solt gelouben, daz sîn tôt/ uns lôste von der helle nôt/ und daz sîn reine | |
| von der helle nôt/ und daz sîn reine urstende/ dem tôde gab ein ende,/ der von Adâme uns gerbet wart./ dû | |
| mit leider klage/ an dem jungesten tage/ in den êwiclîchen tôt,/ der iemer wert mit klagender nôt./ dâ bî lâ dir | |
| daz leben wirt erkant./ leider, nû ist uns gebant/ des tôdes strâze alze wît./ diu himelstrâze ist alle zît/ gar ungebant | |
| sie vil manege nôt/ und kurn durch got des lîbes tôt/ umb der sêle iemerleben,/ daz in ze lône wart gegeben./ | |
| hort, hie hûfen;/ nû liep, nû leit, nû leben, nû tôt,/ nû grôz gemach, nû leides nôt;/ hiute vreude und rîchez | |
| ligen in der nôt:/ ir endes lôn ist ie der tôt./ //Die jenen rehten herren lânt/ und disem valschen bî gestânt,/ | |
| herren lânt/ und disem valschen bî gestânt,/ den wirt der tôt vür daz leben/ von im ze lône gegeben./ sîn lôn | |
| den man brâhte in nôt./ er vorhtim unde vlôch den tôt./ ez jaget in âne milte zuht./ dô er was in | |
| dâ stuont in grôzer nôt,/ er wânde, im wære der tôt/ mit vride gar benomen dâ./ dô kômen zwô miuse sâ:/ | |
| grôzer würme houbet./ vreude er wart betoubet,/ wan er des tôdes was gewis./ ein slange heizet Aspis,/ der vil grôze vrävele | |
| er sach, dâ was nôt:/ er sach nâhen im den tôt./ swie vorhteclich was diu gesiht,/ er lie der honictropfen niht./ | |
| arbeit/ uns ir stricke hât geleit./ der einhürne dêst der tôt,/ der mit ängestlîcher nôt/ allez menschenkünne jaget,/ biz daz sîn | |
| von dirre beider minne./ den lobet er, unz an sînen tôt/ (als ir liebe im dô gebôt)/ iemer in ir dienste | |
| helfest mir von grôzer nôt,/ wan ich muoz lîden den tôt,/ gib ich niht zehen tûsent phunt./ diu mære sint mir | |
| du wænest, daz ich welle/ mit dir gân in den tôt?/ der wân ist an dir âne nôt./ ouch verzer ich | |
| dem gediende nie,/ des triuwen helflîcher trôst/ mich von dem tôde hât erlôst."/ //"Meister, daz bescheide mir/ sprach Jôsaphât, "daz ist | |
| guot,/ wie er des gewinne vil./ sô denne kumt des tôdes zil,/ der gotes wîzenære,/ sô klaget er sîne swære/ dem | |
| seit im sîne nôt:/ sô gît ez im in den tôt/ ze stiure ein krankez tüechelîn./ daz sint diu hemede hærîn,/ | |
| wie helfent sie im an dem tage,/ sô im der tôt ein ende gît?/ vil jâmerlîche er gelît./ sie sehent smâhlîche | |
| sîn doch nam mit triuwen war/ und im in des tôdes nôt/ mit trôste sîne helfe bôt,/ daz sint diu reinen | |
| zuoversiht,/ wan er dâ muoste in leide wesen/ und des tôdes ungenesen./ diz was der burgære site,/ dâ lônden sie ir | |
| wænen hân,/ sô müezen wir daz rîche lân,/ wan des tôdes endezît/ uns den burgæren gît./ von den werden wir geslagen:/ | |
| sint eine wîle in solher nôt:/ doch verendet sî der tôt./ diz ist der welte kumber grôz,/ des ze sehene mich | |
| var./ man vert die wîten strâze gar,/ diu gên des tôdes porte gât./ der enge stîc verwahsen stât,/ wan der vil | |
| gedult bejagen/ von gote vürbaz grœzer gebe,/ ez sî nâch tôde oder unz er lebe./ eins alten armen kint ich bin:/ | |
| künden,/ daz ez mir ein leben sî./ mir was der tôt vil nâhen bî:/ dô was ich in den sünden tôt,/ | |
| rehte leben daz ist daz leben;/ den sünden ist der tôt gegeben./ der tôt ist in den sünden wesen,/ reht leben | |
| ist daz leben;/ den sünden ist der tôt gegeben./ der tôt ist in den sünden wesen,/ reht leben tôdes ist genesen."/ | |
| gegeben./ der tôt ist in den sünden wesen,/ reht leben tôdes ist genesen."/ dô antwurt im Jôsaphât:/ "sît des lîbes leben | |
| "sît des lîbes leben hât/ den namen, daz ez heizet tôt,/ ob ez hât von sünden nôt,/ sô sol daz tôt | |
| tôt,/ ob ez hât von sünden nôt,/ sô sol daz tôt ouch heizen niht,/ sô man den lîp ersterben siht."/ //Barlââm, | |
| sô wirt des lîbes ende erkant./ daz ist niht der tôt genant,/ ez ist ein scheiden in daz leben,/ daz der | |
| daz der sêle wirt gegeben./ diz wehsellîche scheiden gît/ nâch tôde ein lebelîchez zît,/ daz behalten ist von gote./ bezeichenlîche hât | |
| ich hân den sin,/ daz ich niht ûf des lîbes tôt/ ahte noch ûf sîne nôt./ der sêle tôt mir nâher | |
| des lîbes tôt/ ahte noch ûf sîne nôt./ der sêle tôt mir nâher gât,/ der endelôsez sterben hât."/ //Dô sprach Avenieres | |
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