Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tôt stM. (1854 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sus begunde si in wetzen / unde reizen ûf den tôt. / des was ir weizgot vil unnôt, / wand er | |
| rîter hât ez vil / mit im geleitet in den tôt. / welt ir bestên die selben nôt, / sô merket | |
| daz er dâ von gevienge / guoten willen in den tôt. / allen ir vrouwen si gebôt / daz si sich | |
| diu beidiu muosen sîn / ir gevangen biz an ir tôt; / swaz man ze tuone im gebôt / durch si, | |
| ‘ich bin bereit / durch iuch ze rîten in den tôt; / ezn ist dehein sô grôziu nôt / ichn bestê | |
| bî iu immer sîn / mit triuwen biz an mînen tôt.’ / vür ir vüeze er sich bôt / mit ûf | |
| ‘ez ist ze Korntîn, / dâ unser herre nam den tôt. / man hœr%..et dâ jâmer unde nôt / die langen | |
| kefsen und mit munde / segent er in in den tôt. / dâ wart vil manic ouge rôt / dô im | |
| wizze et daz, wer in bestêt, / der hât den tôt an der hant. / nu hât dich got her gesant | |
| daz si ir êre gar verlurn / und ouch den tôt von im kurn. / sîn hûs daz lît hie nâhen | |
| iuch den lîp mîn / wâgen wil unz in den tôt, / ob ich dâ mit iuwer nôt / erwenden mac | |
| ein ende. / herre got, nu sende / mir den tôt, sît ich sîn bit! / dâ hât mîn leit ein | |
| ich an daz velt beizen reit; / dâ von der tôt mich vermeit. / daz sî dir, herre got, gekleit!’ / | |
| im was manic lîp verlorn; / ouch muos ér den tôt dâ korn. / Als er den wurm rehte ersach, / | |
| der ängestlîchen nôt. / sus kêrt%..e der rîter in den tôt / geg%..en dem wurme vreissam; / mit beiden handen er | |
| an im zedrücket. / sîn leben hêt gezücket / der tôt vil nâch mit jâmer hin: / âne maht und âne | |
| / zir gesellen was ir gâch / daz si den tôt mit im dâ kür: / dâ hêt si niht die | |
| wan si dem kucte sîn leben / dem si den tôt ê wolde geben; / daz machet sîn vil süezer lîp. | |
| um%..b den rîter, der sîn leben / durch si dem tôde hêt gegeben. / si sprach ‘ich sol den rîter klagen, | |
| des niht bevilte / ern rit durch mich in den tôt. / ob ich den klage, des gêt mir nôt, / | |
| wis mir bî! / des bit ich dich durch dînen tôt: / ichn kom nie in sô grôze nôt! / ob | |
| diu liebe vrouwe sîn / gap ze stiure in den tôt; / dar inne lac daz reine brôt / verborgen und | |
| gemaches harte nôt. / in hêt vil nâch der bitter tôt / mit sîner kraft gezücket hin. / dô hêt er | |
| ist iu benamen nôt: / ir welt in den gewissen tôt. / sît ich iuch niht erwenden kan, / sô nemt | |
| nu vüert ir hin / wæn ich in den gewissen tôt, / wan daz ir alle iuwer nôt / sô wol | |
| der was rôt; / daz bezeichent daz er in den tôt / des tages rîten solde. / der wirt im dô | |
| im allez heiles bat / und segenten in in den tôt. / sîn dienst er dô in allen bôt / und | |
| ditz was wol umbe mitten tac. / Wem kom der tôt sô nâhen ie? / âne den tôt gevreischt ich nie | |
| Wem kom der tôt sô nâhen ie? / âne den tôt gevreischt ich nie / angestlîcher iemen ligen; / des lebens | |
| an disem rîter hie. / Dô er sus an dem tôde lac / und daz sîn leb%\en zem tôde wac, / | |
| an dem tôde lac / und daz sîn leb%\en zem tôde wac, / dô kom er im ze trôste; / sîn | |
| ir ganziu kraft diu was bereit; / ir ein%..en der tôt doch dâ versneit. / Dô in der sper gar zeran | |
| des gienc im nôt: / derselbe slac gap im den tôt, / des gwalt dô über in gebôt. / Als er | |
| des gwalt dô über in gebôt. / Als er des tôdes rehte enpfant, / gegen Glois vlôch er zehant / und | |
| vlôch der kurze man; / dâ gesigt ouch im der tôt an. / der neb%..el ûz einem mose gie; / die | |
| sich der strît / verendet zwisch%..en in beiden; / der tôt hêt si gescheiden, / als ich iu ê gesaget hân. | |
| vlie%..h%..en; des gienc im nôt, / wandez vorht%..e den grimmen tôt. / dô si im mangen wurf getet, / daz ors | |
| und hêt sîn got niht gepflegen, / er wær ze tôde dâ verbrant. / von im vlôch der vâlant, / beidiu | |
| ist, / daz in aller sîn list / vor dem tôd%..e niht mohte ernern, / sô muostu dich vil kecke wern, | |
| rôt / mîn bluot iht rœter mache; / daz mînes tôd%..es iht lache / diu ungetriuwe heidenschaft. / nu hilf mir, | |
| ander des vil vlîzic was / daz er geræche sînen tôt: / den schilt er allez vür sich bôt / und | |
| und ganze kraft / under in beid%..en unz an ir tôt. / der alte sprach ‘iuwer nôt / diu ist noch | |
| truoc er in der hant / des ecke nâch dem tôde sneit; / daz was wol einer spannen breit. / einen | |
| jungen rîters nôt. / si was gewis daz im der tôt / dâ von ir vriunde wære beschert. / und ist | |
| / ir gir was zesamne sleht / beiden ûf des tôdes wân; / dazn getorste niemen understân. / valsches sloz, untriuwen | |
| spil / sînem muote hêt erkorn, / dar inne der tôt als ein dorn / in dem meien blüete. / zorn | |
| / an deheinem strîte überwant: / des leben wart des tôdes pfant. / Dô vâhten si unz an die zît / | |
| starke wunden, / dâ von er überwunden / sich dem tôde muose ergeben. / sus endet sich der werlte leben; / | |
| / über in lief dâ er lac. / von sînem tôde si erschrac / sô sêre daz ir herze brast / | |
| muoz dich klag%\en, des gêt mir nôt; / von dînem tôde bin ich tôt; / du wær%..e mîn herze und mîn | |
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