Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| schict eʒ gar nâch râte,/ swaʒ ûf der burc unebene stuont,/ als dicke wîse liute tuont,/ die ein grôʒ erbe an | |
| ‘mir ist harte wê. wâ bin ich?/ und wie eʒ stê, des wundert mich./ er begât sîn êre, swer mirʒ saget.’/ | |
| den guote liute lop gebent,/ daʒ ir daʒ vehten lâʒent stân,/ des ir vil hânt getân:/ wan mæʒic lob dâ von | |
| wil ich gewerp immer hân/ und wil mîn vehten lâʒen stân./ sît ich sô tiure bin besworn/ bî allen vrowen wol | |
| in allen wîs.’/ dô sprach der marcgrâve wîs,/ des hûs stuont bî der Lîle,/ ‘mir ist hiut alle wîle/ ditz laster | |
| nâch hieʒ er im geben/ einen turneischen imbîʒ:/ wan im stuont aller sîn vlîʒ/ an justiern und an strîten./ er begunde | |
| meisten herte vant./ dâ was der turnei als ein want/ stênde worden gein in./ des nâmen grôʒen gewin/ die mit dem | |
| fürste wol geborn/ zuo dem grâven unde baten,/ daʒ si stüenden ze staten/ ein ander mit ir banieren zwein./ dô wart | |
| im zerstach./ der vremde sich alsô gerach,/ deiʒ im niht stuont vergebene./ er marct in ûʒ vil ebene/ und greif im | |
| luot in dô/ hin heim, den vremden jungelinc./ ‘herre, mir stânt mîniu dinc/ sô niender’ sprach der helt balt./ dô wære | |
| si dar./ dâ wurdens einer burc gewar/ an ebem velde stânde./ ein waʒʒer drumbe gânde,/ daʒ was geheiʒen Derkâl./ diu burc | |
| was grüene als ein gras/ beidiu winter unde sumer./ dâ stuont manic boum sô frumer,/ der aldaʒ jâr obeʒ truoc,/ zîtig | |
| ichʒ iu sage)/ eʒ kom dâ von, in sîme hage/ stuonden würze alse hêr,/ daʒ er gerte nihtes mêr/ wan daʒ | |
| guote liute niht enlânt,/ si entuon eʒ swâ die bluomen stânt./ ob uns die meister niht enlugen,/ sô se einen bluomen | |
| meister niht enlugen,/ sô se einen bluomen ûʒ zugen,/ sô stuont ein ander zehant/ dort, dâ man den erren vant./ daʒ | |
| fürbaʒ,/ sô wil ich iu sagen daʒ,/ wie Iweretes hûs stuont./ als uns diu buoch kunt tuont,/ eʒ lac harte schône./ | |
| uns, daʒ er wære/ mit maneger schônheit geladen./ dar inne stuont ein slâfgaden,/ des mûre wârn ônichelîn./ der esterich der muose | |
| dar abe,/ wan daʒ ich iht anders sagen sol./ Dôdône stuont ze wunsche wol,/ wan der wirt het genuoc/ swes waʒʒer | |
| zuo der linden kæme gegân./ dâ sach siu einen ritter stân,/ des gebærde was sô guot,/ daʒ siu herze unde muot/ | |
| der wârheit,/ der im ze rosse widerreit./ //Ze hôher buoze stuont der strît./ si vâhten wol ze beider sît/ und dâhten | |
| lant/ sô tiure koufen, daʒ sîn pfant/ dar umbe hôhe stênde wirt/ und eʒ in iemer mêre swirt./ dâ mite sluoc | |
| dingen touc:/ ân daʒ ein, daʒ er niht vlouc,/ sô stuont er als er lebete,/ vogelîche er swebete./ sîn gezierde was | |
| bilde,/ glîch vogelen und wilde,/ meisterlîche wol geworht./ daʒ gezelt stuont unervorht/ vor aller slahte wetere./ guldîn was daʒ etere,/ dâ | |
| niht sîn vater,/ diu tür was ein guldîn gater./ dâ stuonden buochstaben an,/ der ich gemerken niene kan,/ wan einer sprach | |
| ist ein wernder unsin.’/ sît ich zellende worden bin,/ sô stuont dar nâch geschriben./ ‘minne hât mâʒe vertriben./ sine mugent samen | |
| kein fremde gast/ gegen grôʒeme dinge baʒ gehân./ bî im stuont sîn kastellân,/ bereit und ûf den strît bedaht./ nu heten | |
| zehant./ //Dô der künec Artûs bevant,/ deiʒ in zein ander stuont alsô,/ dô wart er inneclîche frô/ und ander die mâge | |
| sînem künicrîche./ er lebete wunderlîche,/ wîlent trûric, wîlent frô./ iedoch stuont sîn herze sô,/ swie frœlîche er die zît vertribe,/ daʒ | |
| die küneginne/ daʒ siu durch sîne minne/ die âventiure lieʒe stân,/ als siu ê hæte getân./ er dingete, daʒ kæme/ eteswer | |
| mit entrunne/ swenn er des state gewunne./ in dirre vâre stuont sîn leben./ er hâte vil durch ruom gegeben:/ und swaʒ | |
| himel ist erkant,/ daʒ eht mit namen ist genant,/ daʒ stuont dran als eʒ lebte./ so eʒ iezuo hie swebte,/ sô | |
| ‘dês al ein, swieʒ ergê,/ versuocht wie iu der mantel stê,/ legent in snelleclîchen an./ ich bin der iu sîn wol | |
| niet./ dô sprach alliu diu diet/ ‘daʒ ist ein wol stândeʒ cleit.’/ als Kaiîn sach die wârheit,/ dô wart er vor | |
| hübsch man./ nu leit er ir den mantel an./ dô stuont er ir ze wunsche wol/ wan als ich iu sagen | |
| tete umbe daʒ,/ daʒ ir gemüete deste baʒ/ ze vreuden stüende und ouch ze spil./ für wâr ich iu daʒ sagen | |
| unde man,/ eʒ wære mit der wârheit/ daʒ aller beste stênde cleit,/ daʒ ie dehein vrowe getruoc./ der aber von nîde | |
| vollekomen./ swaʒ er hâte vernomen/ daʒ zêren und ze lobe stuont,/ daʒ warp er sô die frumen tuont./ er versuohtes ie | |
| ritter brâhte./ getriuwelîchen er gedâhte,/ daʒ er ze staten wolte stân/ dem künege von Kardigân,/ wan in truopte diz undinc./ dirre | |
| rede vernomen,/ wan dâ saʒ manic wîser man./ ze jungest stuont von in dan/ der listige Tristant./ er sprach ‘uns ist | |
| dem Schrîenden mose./ swer nu welle, der lose,/ wie eʒ stuont umb daʒ mos./ dar über mohte dehein ros/ borwol oder | |
| daʒ iwer herze ie baʒ/ für ander man ze milte stuont,/ dar an ir harte rehte tuont:/ dêst wâr, ir hânt | |
| diu dinc hânt getân,/ daʒ in der lîp ze wâge stuont./ daʒ selbe si noch hiute tuont,/ hinder uns an der | |
| daʒ er die helde stæte/ erlieʒe sölher reise,/ diu in stüende zuo der vreise/ ir lîbes unt ir êre./ doch enbat | |
| mit weinen und mit ruofe,/ mit sölher ungehabe,/ ob si stüenden ob dem grabe,/ so enwære ir riuwe niht mêr./ daʒ | |
| erbe ze Genewîs,/ wan in dûhte ein unprîs,/ daʒ eʒ stuont an vremder hant./ dô warp der küene wîgant/ ein hervart | |
| si in ze künege gerne hânt./ iwer lant ouch vridelîche stânt:/ da enist nieman wider iu./ die rede sagen wir ze | |
| dâ von ze redenne hât/ die wîle und disiu welt stât./ eʒ ist reht daʒ ich iu sage,/ eʒ kâmen boten | |
| des sint si lobes unverswigen/ die wîle und diu welt stât./ swelch herre daʒ begât,/ daʒ er ze lobe wirt durch | |
| er alsô der wolf toet,/ sô er obe sîneme ezzen stêt./ daz ich iu von ime sage, daz ist wâr:/ strûb | |
| lanc noh ze breit:/ a wie wole dem jungelinge daz stêt./ scône er ze tale wert scein/ peidiu uber fûz unt | |
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