Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ich swære,/ wann ich bî ir wære,/ und in fröiden stân./ Und ir wol ze sinne $s minne $s wære,/ waz | |
| sunder mînen sin./ Wil si, daz ich fröide trîbe,/ daz stât an ir einer lîbe:/ sî hât mich dahin./ //Wær ich | |
| ein kint von siben jâren,/ ir herze in solker süezze stât,/ daz ez noch niender gallun hât./ //Ir wonet geist so | |
| ez nit wan süezze, fîne rede machet./ Zwei gründel $s stânt ir wengelînen baz:/ die hât si doch ze stiure, wem | |
| muot, lîp und sin./ wil sî mich lebens rouben,/ daz stêt an ir eine gar, nach der mîn hertze ie rang./ | |
| heid und anger lît/ und wie der walt in tuften stât!/ Dâ man ê hôrt vogellîn sang:/ der klang $s in | |
| ir güete/ sint ein andern wol gelîch./ Swâ die rôsen stênt in blüete,/ die sint niht so minneklich/ Als mîn lieb, | |
| hinnen ist gescheiden./ schouwent an den walt!/ Velt und anger stêt bekleit,/ bluomen breit/ siht man ûf den heiden:/ daz ist | |
| klingen in der ouwe:/ die der winter twanc,/ Ir gemüete stêt vil hô./ rehte alsô/ wære mir, ob mîn frouwe/ mich | |
| hie vor genennet sint, unde sô er wider kumet, sô stande er an sîner stat. //Ez mac ein vater bî sînem | |
| umbe dise ieglîch sache wettet er dem rihter. Disiu buoze stât nâch der liute guoter gewonheit. Umbe alle schulde, dâ der | |
| handen, und ir ietweder einez umbe sich oder zwei, daz stât an ir kür, und einen sinewelen schilt an der anderen | |
| Unde wil aver ein man ze vil buoze, daz sol stân an ir beider vriunden; mugen ez die niht gescheiden, sô | |
| obiz geâzze, daz er got glîch %<wrde. Leidir an derſelben ſtet ulôſ er zwêi gewizzin, daz er gotiz gebot uerchôſ: da | |
| wachente unde hůtinde ir viheſ umbe mitti naht. Allin gaheſ ſtvͦnt der heilige engel $.s$. Gabriel bi in, vnde wiel michil | |
| troſte vnde ze heile ir libe vnde ir ſele. Die ſtent oͮch deſ tageſ vil froliche in der gnozſchefte der heiligen | |
| ſach vnde ſach den goteſ ſvn, vnſern herren Ieſum Chriſtum, ſten ze der zeſwen ſineſ vater, im ze hilfe. Vil mænigiv | |
| offen ſach vnde den goteſ ſvn ze ſineſ vater zeſwen ſten, im ze helfenne vnde ze ſterchenne, daz er wol belibe | |
| inne ſaz mit ir trvtkinde, vnſerm herren Ieſu Chriſto; da geſtvͦnt der ſterne. Do giengen ſi in daz hvſ vnde vielen | |
| got, nv ſvlt ir hivte hie niht mit iteler hant ſten. Ne appareaſ in conſpectu domini dei tui uacuuſ. Iv ratet | |
| hângten ir ſeiteſpil an den widen, die bî deme wazzir ſtuntin. Dannin ſprachin ſ$. d$.: Super flumina Babyloniſ ſedimuſ et fleuimuſ, | |
| ûf ſtên uon dem tôde, ſo uinde wir niht, ſo ſten wir bâr. Nachet chomin wir hêre, nachet uar wir hin. | |
| div eſelinne vnde ir fvle. Div eſelinne, div da gebvnden ſtvͦnt, bezaichent die ivden, die da verdrvcket waren mit der alten, | |
| iv ê ſêitin, hat die helle beroͮbet, iſt hiute lebintigir geſtandin ûz dem grâbe. Er ſelbe bechûcti ſich mit ſin ſelbiſ | |
| er unregeninte $t wâre; deſ gewêrte in got. Da nach ſtůnt iz driv iar unde ſex manode, daz dehein trophe reginiſ | |
| galilei quid ſtatiſ aſpicienteſ in celum? ‘Ir galileiſchin livte, weſ ſtet ir unde chaphet in den himil?’ Hic Ieſus, qui aſſumptuſ | |
| den furſtin, daz die livte in den charchâre geworfin wârn, ſtůndin in dem templo unde bechertin die menige. Do ſandin ſi | |
| den altare in templo domini unde daz ivdiſche volch vzzerhalbe ſtůnt unde betti, do erſchein dem gůtim ewarti der gotiſ boti | |
| libe daz gotiſ riche beſitzin můzzit; ſo ir ze chirchin ſtet, ſo ſchult ir ivch mineme trehtine beuelhin mit libe unde | |
| uon ſo chargeme trugenære wart betrogen. Do div uintſcaft lange geſtoͮnt, do roͮhte ſich got uber deſ menneſcen uerluſt zerbarmenne. Er | |
| uor goteſ oͮgen ſach; daz erſte ze der goteſ zeſwen ſtente mit menneſlichem antluzze. Daz iſt durc daz uon im geſcriben, | |
| niun chore der himeliſcen engele, die mit dem almahtigen gote geſtoͮnden, do der leidige tieuel verſtozzen $t wart durc ſine ubermoͮt | |
| der heiligen ſcrift eroffenote die namen der uier euangeliſten. Da ſtet geſcriben: Similitudo autem uultuſ eorum: facieſ hominiſ, et facieſ leoniſ | |
| et cenabo cum ipſo, et ipſe mecum. Er ſprach: ‘Ich ſten daz dem turline unde chlopfe; ſwer mine ſtimme uernimet, zoͮ | |
| ez do gar bereit waſ, do gienc er dare unde ſtoͮnt uur den alter unde betete ze dem almahtigen gote unde | |
| geſezzet zeinem wartmanne deſ hiwiſſceſ Iſrahel.’ Der wartman phliget ze ſtenne an der hohe, daz er ſine huſgenozzen muge gewarnen, ſo | |
| ſiue malum. Er ſprichet: ‘Wir moͮzzen alle uor Chriſteſ dincſtoͮle ſten, aller unſer werche lon zenphahenne.’ Von div râten wir îv, | |
| der hant hân und einez oder zwei umbe gürten; daz stât an ir kür. Einen sinewelen schilt in der hant sol | |
| vordern wil; daz ist reht dar nâch und diu buoze stât. //Lâzet ein man ein guot hin umbe zins ze pflegenne | |
| Swâben unde andere hôhe hêrren, der namen hie nâch geschrîben stênt: der êrbere patriarche von Jherusalem $t unde desselben rîches kunich | |
| unde die laudes singet, unde zu unser vrowen gezîten sulen stên die gesunden unde in ir betehûseren sulen sî sich von | |
| zu den wirdekeit $t der heiligen drîvaldekeit. Swanne sî aber stênt, sô sulen sie zu deme gloria patri nîgen mit gecemelicher | |
| cleider oder susgetâner dinge, die man im gibet, frevelîche darnâch stunde, daz man im schôners oder bezzeres gebe, mit demselben hette | |
| Die brûdere ouch, die mit den anderen gewonliche venien unde stên niht mugen gehalden, $t dî sulen stên hinder den anderen. | |
| gewonliche venien unde stên niht mugen gehalden, $t dî sulen stên hinder den anderen. Die brûdere, die sô alt oder sô | |
| dînest verslêfet, den sal der, der dâ nêhest bî im steit, ûfweken. Die selben ouch, dî dâ zu Gotes dîneste slâfent, | |
| niht enhat. Hie nâch sulen alle die brûdere mit vlîze stên, daz sie alleine einander $t niht beswêren, sunder daz sie | |
| der wirt dort gehôhet. /31. Alle diese voregesprochene dinc, die stên an des meisteres bescheidenheite, daz er nâch der cît unde | |
| capiteles lâzen unde dânach sal ez an des capiteles willekur stên, sô man gemerket, in welher ahte unde welhes lûmundes sî | |
| daz er sicherlîche an dem iungesten urteile muge vor Gote stên unde lôn entphâhen nâch sînen werken; hie nâch sal der | |
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