Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| als man dem billîche tuot,/ des muot niwan ze tugende stât,/ der alle untugende unmære hât./ //In den zîten unde dô/ | |
| nie muoterbarn/ sô rehte leidegen als in:/ ûf spranger und stuont under in;/ ‘ach’ sprach er ‘edelen koufman,/ durch got waz | |
| danne niemer rât./ nu sihe ich, daz hie bî mir stât/ hôher velse und berge vil:/ ich wæne, ich ûf ir | |
| unde hæten an/ lînkappen unde solhe wât,/ diu wallæren rehte stât,/ und ûzen an ir wæte/ mermuschelen genæte/ und vremeder zeichen | |
| wallestap an sîner hant./ ir hüete unde ir beingewant/ daz stuont wol nâch ir rehte./ die selben gotes knehte/ die truogen | |
| über ir ruckebein,/ dar an ir riuwic leben schein,/ geistlîche stênde palmen./ ir gebet unde ir salmen/ und swaz si guotes | |
| zuo der strâze nâhen./ dâ liez er sich ergâhen/ und stuont aldâ ze bîle:/ im hæte vluht und île/ alle sîne | |
| waz sol diz sîn?’/ sprach aber der höfsche Tristan:/ ‘lât stân! durch got, waz gât ir an?/ wer gesach ie hirz | |
| bereiten./ nu daz was schiere getân./ zem hirze gienger obene stân./ dâ begunde er in entwæten,/ er sneit in unde entnæten/ | |
| ruofen: ‘zâ zâ zâ!’/ vil schiere wârens alle dâ/ und stuonden ob ir spîse./ ‘seht’ sprach der wortwîse/ ‘diz heizent si | |
| und sîniu bein,/ dar an sîn schœne almeistic schein,/ diu stuonden sô ze prîse wol,/ als manz an manne prîsen sol./ | |
| und schicke dîne warte dar,/ dâ si dich rehte dunken stân.’/ ‘nein hêrre, ezn mac sô niht ergân’/ sprach aber der | |
| harpfen sô ze prîse/ in britûnischer wîse,/ daz maneger dâ stuont unde saz,/ der sîn selbes namen vergaz:/ dâ begunden herze | |
| man ze messe solte gân./ sus gienger vür daz münster stân;/ dâ gie daz volc her unde dar/ und er nam | |
| messe wider ze hove gân,/ //Rûal gie von dem wege stân/ und nam sunder dort hin dan/ einen getageten hoveman:/ ‘â | |
| und wirde ich ime verjehende/ umb sînen neven, der hie stât;/ swenn ich im alle mîne tât/ von anegenge her gesage,/ | |
| besniten./ man sahen mit hêrlîchen siten/ vor aller der hêrschefte stân:/ er hæte ouch ê alsam getân./ //Hie huop sich michel | |
| hüetelîn was dâ bereit;/ ûf sîn houbet sazter daz/ und gestuont ouch daz nie manne baz,/ wan er was under ougen | |
| mich her geleitet hât.’/ ‘waz was daz?’ ‘Tristan, der hie stât./ und zwâre, hêrre, ich hân noch kint,/ diu mîn von | |
| und wie ez sich gevüeget hât/ umb Tristanden, der hie stât.’/ und al diu massenîe,/ //Marke und sîn barûnîe/ die bâten | |
| swære/ sô sêre ir in ir herze sluoc,/ //Tristan hie stât, den si dô truoc,/ daz si den von der nôt | |
| gewahsen man.’/ der künec sprach: ‘neve Tristan,/ sag an, wie stât dîn muot hie zuo?/ ist ez dir liep, daz ich | |
| sôst reht, daz ich mich noch erhol,/ wan mîn dinc stât billîche wol/ an lîbe und an dem muote./ got râte | |
| daz dîn dinc alsô vollegê,/ daz ez nâch dînem willen stê./ vil lieber neve Tristan,/ nim dich niht armuotes an;/ wan | |
| iu gelîche und iu behage/ und schône an disem mære stê./ wan bî mînen tagen und ê/ hât man sô rehte | |
| âne volge welle hân,/ der lâze uns bî dem wâne stân;/ wir wellen an der kür ouch wesen:/ wir, die die | |
| ez billîcher süle hân,/ sô helfe iu got, sô lâzenz stân./ wirn suln ez nieman lâzen tragen,/ sîniu wort ensîn vil | |
| ûf mîn êre nim ich daz,/ daz golt noch zobel gestuont nie baz/ dem sper unde dem schilte/ dan triuwe unde | |
| bedarft dû ritterschefte mê,/ die nim, als dir ze muote stê:/ nim ros, nim silber unde golt/ und swestû bedürfen solt,/ | |
| dir dîn vater lêre gebe,/ der getriuwe Rûal, der hie stât,/ der michel triuwe und êre hât/ mit dir begangen unze | |
| Marke./ an disen zwein was al sîn sin:/ der sin stuont ime her unde hin./ //Nu spreche ein sæliger man:/ der | |
| und übergât ouch Markes rât,/ an dem al sîn êre stât./ wie sol er sich hier an bewarn?/ weiz got dâ | |
| reht, daz si daz tuo,/ wan al sîn muot der stât dar zuo./ //Tristan der sinnerîche/ der kam vil sinneclîche/ sînes | |
| besten von dem lande,/ an den des landes craft dô stuont:/ die tâten, als die vriunde tuont,/ und kâmen, alse in | |
| und sage iu allen,/ als Rûal mîn vater, der hie stât,/ gesehen und ouch gehœret hât:/ daz mir mîn œheim sîn | |
| swar er var./ nu hân ich mich bewegen dar/ und stât mir al mîn muot dar zuo,/ daz ich al sînen | |
| sterbe oder dâ bestê,/ daz ez sîn erbelêhen sî./ sô stânt ouch sîne süne hie bî/ und mit im ander sîniu | |
| nôt/ weder abe noch an gekêret,/ geminret noch gemêret:/ sô stât ez aber rehte als ê./ sî daz ez aber ze | |
| müeze wir beherten/ mit wîge und mit herverten./ unser dinc stât an den liuten wol;/ diu lant sint beidiu liute vol./ | |
| wir ze rehte sulen hân.’/ hie mite gienger vür Marken stân:/ ‘künec Marke’ sprach er ‘sprechet hie,/ lât hœren ir und | |
| daz reht niht breche:/ daz mîn hêr Môrolt, der hie stât,/ noch der in her gesendet hât,/ noch mit gewalt kein | |
| got unde der werlt bewæren/ ûf disen hêrren, der hie stât,/ der unz her gevrumet hât/ daz laster und daz ungemach,/ | |
| ze beine:/ er was vil unrekomen dâ van./ der wol gestandene man/ dern leitez niender nidere:/ er bôt ouch ime dâ | |
| ie sô guoter kam/ inz lant ze Curnewâle./ dar ûffe stuont diu strâle,/ der minnen wîsaginne,/ diu sît her mit der | |
| alsam ein kol:/ den leitim aber sîn œheim an./ der stuont dem keiserlîchem man/ und vuogetime zer sîten/ dô unde zallen | |
| diu wâren hêrlîch unde rîch,/ wol gestalt und edelîch./ im stuont daz îsen dar obe/ wol und ze wunderlîchem lobe./ sîn | |
| kust:/ hin vor dem satel und vor der brust/ dâ stuont ez alsô rehte wol,/ als ein ros iemer beste sol./ | |
| sîniu schœniu bein/ strac unde sleht alsam ein zein./ dô stuont daz ors, dô stuont der man/ sô rehte wol ein | |
| unde sleht alsam ein zein./ dô stuont daz ors, dô stuont der man/ sô rehte wol ein ander an,/ als ob | |
| einen man/ gewâfent wol trüege dan./ nu disiu schif diu stuonden dâ./ //Môrolt zôch in ir einez sâ:/ daz ruoder nam | |
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