Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| unde mîn:/ dar über sît gebietærîn;/ daz sol ziuwerm gebote stân;/ swaz ir gebietet, deist getân./ die wîle ouch ich bin | |
| kêret ir von hinnen,/ wer beschirmet iuwer zwei lant?/ diun stânt in eines wîbes hant/ noch wol noch vridelîche./ swer zweier | |
| iu var/ und mich die wîle bewar/ der truhsæze Marjodô./ stüende aber iuwer muot alsô,/ daz ir mich mit iu liezet | |
| daz von dem brunnen dâ gât,/ hin dâ diu kemenâte stât:/ dar în sô werfet einen spân/ und lât in vliezen | |
| kêren/ ze vröuden unde zêren./ swie kumberlîche ez aber nu stê,/ swie kûme sô mîn schîbe gê,/ wistich, wie ich nu | |
| zuo dem boume gân/ und niht vil lange dâ bî stân,/ unz daz ein vrouwe zuo zim gie/ und er die | |
| daz in reht unde gebære/ zuo [z]ir lâge wære./ nu stuont dâ, dâ der brunne vlôz,/ ein öleboum, der was mâze | |
| dâ beidiu schate unde gras/ von dem öleboume was./ aldâ gestuonder trahtende,/ in sînem herzen ahtende/ sîn tougenlîchez ungemach./ sus kam, | |
| kam sô nâhen,/ daz si beide ein ander sâhen,/ //Tristan stuont allez ze stete,/ daz er doch nie dâ vor getete:/ | |
| lâge hæte erkant,/ wan sin in den gebærden sach./ //Si gestuont von verre unde sprach:/ ‘hêr Tristan, mir ist harte leit,/ | |
| wider iuwern œheim unde mich,/ diu rede vüegete sich/ und stüende iuwern triuwen baz/ und mînen êren danne daz,/ daz ir | |
| her ze mir./ nu sprechet an, waz wellet ir?/ ich stân mit angesten hie,/ wan daz michs Brangæne niht erlie,/ diu | |
| ez aber got selbe wol,/ wie mîn herze hin ziu stê;/ und wil ein lützel sprechen mê:/ des sî got mîn | |
| gar als er erkunnet hât,/ wie mîn herze hin ziu stât./ die mich ze mære habent brâht,/ weiz got, die sint | |
| weiz, waz uns verrâten hât,/ wan unser beider dinc daz stât/ übel unde erbermeclîche,/ alse ez got der rîche/ enzît bedenken | |
| aber dar umbe ergê,/ swie harte ez mir ze vâre stê,/ ich wil iuch doch geniezen lân,/ daz ir niht valsches | |
| mir:/ weiz ieman hinne oder wizzet ir,/ wie Tristandes dinc stê?/ man seite mir, im wære wê,/ dô ich aller nâhest | |
| ‘got hêrre, wie gewirbe ich/ mit dirre veigen lâge?/ nu stât mir disiu wâge/ zeime hôhen wette.’/ er stuont ûf von | |
| und wolten den wallære/ bereiten übeler mære./ ‘nein nein, lât stân!’ sprach aber Îsôt/ ‘ez tet dem wallære nôt:/ er ist | |
| in kurzen zîten abe gân./ er lie roup unde ritter stân/ und nam die hant, dâ er si vant,/ und kêrte | |
| und kêrte wider heim zehant/ in sîne veste balde./ //Tristan stuont in dem walde/ bî sînem roube al eine./ sîn angest | |
| sô mit slegen an,/ daz Tristan vlôch hin von im stân/ und liez in slahende umbe gân/ mit sîner linken hende./ | |
| bien venjanz, gentil Tristan!/ sæliger man, nu saget an:/ wie stât ez iu? sît ir gesunt?’/ nu liez in Tristan sâ | |
| durch daz er nam ir allez war./ sîn ouge daz stuont allez dar:/ er sach vil dicke tougen/ die wârheit in | |
| in gie,/ dâ gienc ein tür êrîniu vür;/ und ûzen stuonden obe der tür/ esterîcher linden drî/ und obene keiniu mê | |
| mê derbî;/ aber umbe und umbe hin ze tal/ dâ stuonden boume âne zal,/ die dem berge mit ir blate/ und | |
| fonteine,/ ein vrischer küeler brunne,/ durchlûter als diu sunne./ dâ stuonden ouch drî linden obe,/ schœne und ze lobelîchem lobe,/ die | |
| hæten hof, si hæten rât,/ dar an diu vröude elliu stât:/ ir stætez ingesinde/ daz was diu grüene linde,/ der schate | |
| schouwen oben an daz werc,/ daz an ir tugenden dâ stât,/ daz von ir lobe her nider gât,/ die ob uns | |
| kâmen,/ die jegere ir hunde nâmen/ und vunden eine trünne stân:/ dâ begundens in ze ruore lân;/ und an der selben | |
| nu Marke der kam hin zer tür:/ er lie si stân und kêrte vür/ und ûzen an dem steine/ und an | |
| im sîne sinne/ zir lîbe und zir minne./ sîn ouge stuont im allez dar:/ er nam vil inneclîche war,/ wie schône | |
| als die wîsen tuont,/ dâ nâch als ime daz herze stuont/ und alse er selbe wolde:/ daz er sîn wîp Îsolde/ | |
| verrâten sîn.’/ ‘verrâten?’ sprach si ‘hêrre, wie?’/ ‘mîn hêrre der stuont ob uns hie:/ er sach uns beide und ich sach | |
| sich wîsen zuo zir grabe./ dâ gienger trûrende hin,/ dâ stuont er guote wîle ob in/ weinende unde clagende,/ sîniu clagemære | |
| und sîn êre,/ dar an vleiz er sich sêre,/ dâ stuont al sîn gedanc hin./ si zwêne wâren under in/ alle | |
| //Dô jene in dem castêle/ den strît ze stete sâhen stân,/ si liezen ûz den porten gân/ und anderhalben in die | |
| diz leben ist under uns beiden/ alze sêre gescheiden./ ezn stât nu niht als wîlent ê,/ dô wir ein wol, dô | |
| wê,/ eine liebe und eine leide/ gemeine truogen beide;/ nun stât ez leider niht alsô:/ nu bin ich trûric, ir sît | |
| her sazte sines selbis hof,/ alse her uon rechte solde sten noch./ her berichte dem pabise sinen stůl,/ als her uon | |
| ouch mere./ her gebot, daz man der abgote hûs lieze stan,/ die dir weren so lussam,/ daz sie dar zvͦ tochten,/ | |
| gestan./ kraton der gerechte man/ der gienc an eine hohe stan/ vnde gebot eine stille./ her sprah: "alle, die an deme | |
| stunt;/ gebvͦten sie in die hohe der hiemele/ da ne stůnt nicht widere./ sie liezen die sunnen schinen/ sieben vnde uierzec | |
| berc was ein cristalle,/ sinewel als ein balle,/ dar ûf stuont diu burc vast./ si vorhten keinen vremden gast/ noch deheines | |
| im müeje./ des andern tages früeje/ sach er eine burc stân,/ hôh unde wol getân,/ nâhen bî der strâʒe./ daʒ ros | |
| im geschach der unprîs./ ‘diu burc heiʒet Plûrîs’/ sprach einer, stuont dâ nâhe bî./ ‘wie aber der wirt genant sî,/ zwâre | |
| ze rede bræhte./ durch daʒ lobeten ouch si daʒ,/ in stüende michels baʒ,/ daʒ si den jungen êrten/ und gegen der | |
| gesæhe/ drî ritter sô wol getân./ man sach si hübschlîchen stân,/ wan sich iegelîcher zühte vleiʒ./ dô sprach Galagandreiʒ/ ‘swem ir | |
| gienc diu valsches âne/ in zwîvellîchem wâne/ für irn vetern stân./ ‘swaʒ ich dir gedienet hân,/ wær des vil, des vreut | |
| einen kampfschilt er für sich twanc./ dâ mit er kampflîchen stuont,/ als dicke grôʒe liute tuont./ nu hâte der junge liste./ | |
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