Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sô mit lêhen, sô mit gebe.’/ Gyburc diu triuwen rîche/ stuont dennoch werlîche,/ si unt ir juncvrouwen./ der wirt wol mohte | |
| mir,/ daz næm ich vür ein vederspil./ //[N]û was dâ gestanden vil./ diu künegîn des niht vergaz,/ des landes herren vürbaz/ | |
| veteren heten si genomen/ niht wan schilt und sper,/ unt stuont nâch rîterscheft ir ger./ si heten harnasch und anders niht;/ | |
| zagheit geschehen,/ ob ich ein wîp het ersehen/ sô küenlîch gestanden./ mir wirt halt sus enblanden,/ sô ich ungewâpent wîp grîf | |
| und hiez in vor im gên./ nu sâhen si Gyburge stên/ gein den vensteren an der wende./ Heimrîch an sîner hende/ | |
| und des geltes wern bereite./ dô sprach ich ‘sun, wie stêt dir daz?/ dir zæme ein ander rede baz./ wilt dû | |
| eine sîten ûf dem palas,/ diu gein der künegîn über stuont./ er tet dem scêtîse kunt,/ er solte dem künege sitzen | |
| snel./ sîn blic gelîchen schîn begêt,/ als touwic spitzic rôse stêt/ und sich ir rûher balc her dan/ klûbet: ein teil | |
| diu sölhe vruht gebar./ al sîn antlütze gar/ ze wunsche stuont und al diu lide./ sîn clârheit warp der wîbe vride:/ | |
| wart dô schiere kunt/ daz sîn vriunt vor im dâ stuont:/ dem bôt er minneclîchen gruoz./ er sprach ‘gein dir ich | |
| wênic âzen,/ diez im dâ heten lâzen/ ûf der tavelen gestanden./ si wâren mit sorgen banden/ verstricket. merket wie dem sî:/ | |
| ir liebisten vater Heimrîch./ manec juncvrouwe minneclîch/ vor sînem bette stuonden,/ die werden dienest kunden,/ in einer kemenâten,/ die ez mit | |
| ine weiz wie jenez leben ergêt:/ alsus diss lebens orden stêt./ diz mære bî vreuden selten ist./ ich müese haben guoten | |
| kouften koufman,/ und hetenz unz ez sich versan./ nâch horde stuont in al ir sin;/ si dûhte, ir grœzlîch gewin/ læge | |
| und Suntîn,/ Gorgozâne unde Lumpîn,/ Poye und Tenabrî –/ nu stên ich sîner helfe vrî –,/ Sembli und Muntespîr./ daz im | |
| mich sîn in swacher dol.’/ //[D]er knappe dennoch vor ir stuont./ der vrouwen tet ir herze kunt/ daz si niht ervuor | |
| diu künegîn/ ob er wære ein Sarrazîn./ wie sîn geloube stüende,/ des enhete si deheine künde./ er sprach ‘mir sint drî | |
| diu küneginne saz, als tâten sie./ der marhcrâve al eine stuont./ er sprach: ‘ich tuon iu allen kunt,/ die mîne genôze | |
| den touf und unser ê,/ ruochet alle erkennen wiez mir stê./ mîn sweher ist ûf mich geriten,/ den getouften wîben sint | |
| bruoder, die sprechen ê;/ da nâch sprechen, als ir ellen stê,/ mâge und lanthêrren mîn./ die tuon ir triuwe an mir | |
| ob der heiden schumpfentiur ergê,/ sô tuot daz sælekeit wol stê:/ hœret eines tumben wîbes rât,/ schônet der gotes hantgetât./ ein | |
| zer êwigen vlüste/ mit sîner âküste,/ und alle die im gestuonden/ die selben riuwe vunden./ die varent noch hiute dem mennische | |
| siten,/ si teilent in dar umbe sölhen haz,/ daz in stüende hie belîben baz./ wir mugen hie sünde büezen/ und behaben | |
| wie manege schar/ wir wellen haben mit der zal./ daz stêt nû an der wîsen wal.’/ der rœmischen küneginne solt/ wart | |
| vürsten, dîne man,/ die mahtû gerne bî dir hân./ ez stêt wol dîner krône,/ ob dû nâch der gote lône/ und | |
| ze reht erholst,/ da man hurte nimt und hurte gît./ stêt dîn herze in den strît,/ dû hâst sô manegen rîter | |
| sterben/ ninder ê gewerben./ tragent mir die getouften haz,/ sô stêt iedoch den werden baz/ daz si ir prîs sus êren/ | |
| ander ellen swâ er streit;/ diu dritte manlîch güete./ sus stuont sîn gemüete./ von im seit diu âventiure mir,/ sîn ors | |
| hete der künec von Griffâne,/ und guldîne muntâne/ im dienden. stüende sô mîn muot,/ ich möht einen loubînen huot/ wol gewinnen | |
| phlige./ //Ich wæne, alsus ergêt ez doch./ in sînem vanen stuont ein roch:/ daz bedûte sînen wîten grif,/ daz im diu | |
| ander sîner tugent/ gespræche ir reht, sît âne vâr/ sô stuonden sîner zîte jâr,/ daz sîn herze was genendic!/ sîne schar | |
| hiute was,/ der hâr schein grüener denne daz gras/ daz stêt bî der wisen zûne./ der wurm hiez neitûne,/ //Dâ diu | |
| lônen./ irne kunde niht geschônen/ Rennwart, dem ouch nâch minne/ stuonden sîner vreuden sinne./ Purrel der grîse künec alt/ wart dan | |
| den künec von Belestigweiz./ manegen hurteclîchen puneiz/ Rennwart dâ vor gestuont./ von im wart Gybôez ouch wunt,/ der werde burcrâve ûz | |
| strîtes überlaste./ volleclîche lanc drî raste/ ein kiel anem andern stuont,/ urssier, kocken, tragamunt,/ die kleinen und die grôzen,/ mit banieren | |
| ûf dem wal die naht wart zir gebote/ lützel dâ gestanden./ in toufbæren landen/ hânt si halt noch vil kleinen prîs:/ | |
| diu lücke ist ungeheilet,/ die mir jâmer durhez herze schôz./ stêt dîn tugent vor wanke blôz,/ dû solt an mir niht | |
| ist verzinset dran,/ swaz der mîn herze ie gewan./ iedoch stêt ez mir alsô:/ ich muoz gebâren als ich vrô/ sî, | |
| daz tet wol ieslîch kristen hant./ an sîme ringe ich stênde vant/ ein preimerûn hôch und wît/ gar von blankem samît./ | |
| getât. / si bietent lîhte d’ôren dar: / ir muot stêt aber anders war: / an valsch und an bôsheit. / | |
| / ze Karidôl hêt er hûs. / mit solhen vreuden stuont ez dô / daz uns daz nu machet vrô / | |
| daz was hêrlîch getân. / als ez von im geschriben stêt, / wol tûsent rîter er hêt / ze gesinde tägelîche; | |
| mittem tage; / daz was des ingesindes klage; / si stuonden an der warte hie. / diu edel küniginne gie / | |
| rîter dar was komen / und wiez um%..b den gürtel stuont, / dô tet er als die wîsen tuont: / eine | |
| rîche.’ / sus reit er vür daz bürgetor; / dâ stuonden edel knappen vor, / rîter unde knehte, / die in | |
| sehen, / dern möht%..e niht wandels dran erspehen / sine stüende gevüeclîche / dem antlütz wol gelîche. / diu hiufelîn [wârn | |
| nu got gevüeget hât, / an dem daz dinc allez stât, / daz iu diu magt beschaffen ist, / sô gebe | |
| hie, daz ist mîn rât; / mîn dinc mir angestlîche stât; / daz seht ir, unde wizzet wol / daz ich | |
| er s%..i gelâzen hêt, / und daz der hof ganzer stêt, / des vreut er sich vil sêre. / diu kün%..igîn | |
| si lêrtenz rîten unde gên, / mit zühten sprechen unde stên. / des volg%..et er in, wand er was guot, / | |
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